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Altenbruch - "Dicke Berta"

Anfang November 2012 verbrachten wir ein paar erholsame Tage im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Unser Ziel war es, ein wenig Nordseeluft zu schnuppern, frischen Fisch in mehreren Varianten zu essen  und einfach einmal etwas die Gegend zu erkunden. Bei unseren Freunden und Verwandten löste unser Reiseziel jedoch erst einmal Verwunderung aus: An die Nordsee im November???  Da ist es doch jetzt nur kalt und stürmisch! Na und,  gegen „schlechtes Wetter“ kann man schließlich die richtigen Klamotten anziehen und schon ist es nur noch halb so schlimm…

Mal ganz davon abgesehen, dass wir echt gutes Wetter hatten. Nur kurze Regenschauer, dazwischen gab es immer mal wieder Sonnenschein und der Wind hielt sich auch (meistens) in Grenzen. Dazu hatten wir recht milde Temperaturen um die 10°C. Also von wegen Nordsee im November macht keinen Spaß?!

Etwas Schade an dieser Jahreszeit ist, dass sie total außerhalb der Touristensaison liegt und so ein Großteil der Sehenswürdigkeiten entweder ganz geschlossen oder nur an wenigen, vereinzelten Tagen offen hat. Trotzdem gab es für uns noch viel zu entdecken und zu erleben.

So z.B. die Stadt Cuxhaven, die an der Mündung der Elbe in die Nordsee liegt. Cuxhaven hat einen wichtigen Fischereihafen und war bis Ende 2008 eine Schiffsmeldestation für Hamburg und für den Nord-Ostsee-Kanal. Daneben ist der Tourismus von großer Bedeutung. Vom dortigen Tourismus-Verband „CUX-Tourismus GmbH“ hatten wir uns zuvor einige Unterlagen über Sehenswürdigkeiten und eine Stadtkarte mit empfehlenswerten „Entdeckertouren“ quer durch Cuxhaven und dessen Stadtteilen bestellt und zuschicken lassen. Anhand dieser Routenvorschläge erkundeten wir die Stadt.

So gelangten wir nach Altenbruch, einem Stadtteil von Cuxhaven, der ungefähr einen Kilometer vom Elbdeich entfernt und etwa sechs Kilometer südöstlich von Cuxhaven liegt. Die Braake, ein Vorfluter, der die Niederung entwässert, fließt durch Altenbruch. An ihrer Mündung in die Elbe befinden sich ein kleiner Hafen und der restaurierte Leuchtturm die „Dicke Berta“. Der Turm war als Unterfeuer von 1897–1983 in Betrieb; das zugehörige Oberfeuer die „Schlanke Anna“ existiert nicht mehr. Mit der Außerdienststellung der “Dicken Berta“ wurde das Leuchtfeuer ein Fremdkörper im Deich, was zur Folge hatte, dass der Turm aus Stahl verschrottet werden sollte. Der Widerstand der Altenbrucher und die Möglichkeit, durch einen Ring aus Steinen die Deichsicherheit zu gewährleisten, ließen von diesem Plan Abstand nehmen. Am 18. August 1983 stellte das niedersächsische Verwaltungsamt in Lüneburg den Turm unter Denkmalschutz. Heute kann er zu bestimmten Öffnungszeiten besichtigt werden (Quelle: Wikipedia).

Der Doppelturm der Kirche St. Nicolai war ebenfalls ein markantes Zeichen für die Seefahrt und somit in allen alten Land- und Seekarten deutlich hervorgehoben. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende romanische Kirche, welche mittels einer Spende reicher Altenbrucher Schwestern finanziert wurde, ist als eine einschiffige Feldsteinkirche mit Tonnengewölbe und Doppelturm auf einer flachen Landerhebung gebaut und in späteren Jahren mehrfach an- und umgebaut worden. Von außen ist am Ostgiebel eine Sandsteinstatue zu sehen. Sie stammt aus dem Jahr 1727 und stellt den heiligen Nikolaus dar, der der Namenspatron der Kirche und der Schutzpatron der Seefahrer ist. Die Stundenglocke hängt im Südturm und ist von außen in einem Turmerker zu sehen. Das restliche Geläut dieser Kirche ist in einem hölzernen Glockenturm, erbaut im Jahr 1647, südlich des Doppelturms untergebracht. (Quelle: Wikipedia)

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Altenbruch ist die Villa Gehben, die sich gegenüber der Kirche befindet. Der Erbauer und Namensgeber der 1908 erbauten Jugendstilvilla war Ernst-Julius Gehben, geb. 1844, der schon mit 15 Jahren als Sohn eines mittellosen Kätners nach Amerika auswanderte und es dort mit einer Imbisskette zu großem Wohlstand brachte. Noch während des Amerika-Aufenthaltes hatte sein Schwiegervater in seinem Auftrag ein Grundstück im Ortszentrum  Altenbruchs beschafft, um dort ein Haus für Gehben zu bauen. Es muss als Ironie des Schicksals angesehen werden, dass dem Bauherrn selbst, als er den Auftrag aus der Ferne vergab, sowohl ein anderer Baustil wie auch ein wesentlich kleineres Haus vorgeschwebt hat. Was uns heute als Kleinod seiner Zeit erscheint, soll daher dem Namenspatron des Hauses längst nicht die Freude bereitet haben, die er sich vermutlich für seinen Lebensabend in der Heimat gewünscht hatte. Ursache sollen Missverständnisse über Maßeinheiten zwischen dem amerikanischen Auftraggeber und dem deutschen Architekten Steinmetz gewesen sein. Im Jahre 1958 verkauften die Erben Gehbens die Villa an die Gemeinde Altenbruch, die sie als Rathaus nutzte. Mit der Eingemeindung Altenbruchs ging sie in das Eigentum der Stadt Cuxhaven über (Quelle:  Stadtwiki Cuxhaven).

 

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