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Russische Gedächtniskirche St.-Alexi

Vom 15. bis 17.10.2009 waren wir auf einer Stadtbesichtigung in Leipzig unterwegs. Wir hatten uns schon im Voraus einige sehenswerte Ecken ausgesucht, die wir uns dann nach und nach anschauten. Unser Ausgangspunkt war dabei unser Hotel, das nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof, dem Zoo und der historischen Altstadt entfernt lag.

So besichtigten wir am Tag unserer Anreise schon einen kleinen Teil der Stadt, wobei unser Hauptaugenmerk auf dem Botanischen Garten der Universität Leipzig lag. Mit seiner reichhaltigen Pflanzensammlung bot er uns viel zu bestaunen. So konnten wir innerhalb weniger Stunden eine Rundreise durch die Vegetationsgebiete unserer Erde unternehmen. Schade nur, dass wir wegen dem regnerischen Wetter das große Freigelände auslassen mussten. Dafür besichtigten wir aber die  Gewächshäuser, welche  die ganze Vielfalt der subtropischen und tropischen Vegetation präsentierten.

Einen ausführlicheren Bericht und jede Menge Fotos erwarten euch in unserer Rubrik „Naturbilder“ unter

Bot. Garten Leipzig.

Als nächstes besichtigten wir die am Friedenspark gelegene orthodoxe Russische Gedächtniskirche St.-Alexi.  Die Kirche ist eine freie Nachbildung der 1530–1532 erbauten Auferstehungskirche in Moskau-Kolomenskoje mit dem dort erstmals verwirklichten Typus einer russischen Zeltdachkirche. Sie dient dem Gedenken an die 22 000 russischen Soldaten, die während der Völkerschlacht 1813 um Leipzig gefallen sind. Das Gebäude besteht aus einer Winter- und einer Oberkirche, in der sich 78 Ikonen des russischen Malers Luka Martjanowitsch Jemeljanow befinden. Der 55m hohe Turm mit seiner vergoldeten Zwiebelkuppel ist weit über Leipzig zu sehen. Im Gebäude befinden sich außerdem eine kleine Gemeindebibliothek und ein Kirchenmuseum.

Als letztes Besichtigungsobjekt für diesen Tag stand das Völkerschlachtdenkmal auf unserem Plan. Dieses Denkmal soll an den Sieg der Verbündeten über die Armeen Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813 erinnern. Damals verloren innerhalb von 4 Tagen (3 Kriegstagen) 120 000 Menschen ihr Leben. Zur 100-Jahr-Feier im Jahre 1913 wurde der Kolossalbau nach 15-jähriger Bauzeit in Anwesenheit Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Das Monument steht auf 1.200.000m³ Stampf- und Eisenbeton. Es wurde auf Sumpfgebiet erbaut und wird durch 26 riesige Holzsäulen getragen. Das 124m breite Bauwerk ist mit Granitporphyr verkleidet und sein Gewicht beträgt ungefähr 300.000 Tonnen.

Über dem Eingang thront ein 11m hohes Relief des Erzengels Michael (Schutzpatron der Soldaten) mit der Innenschrift "Gott mit uns". Im Inneren (68 m hoch) befindet sich die beindruckende Krypta mit einem Durchmesser von 23m. Hier stehen acht Schicksalsmasken mit 16 Totenwächter-Figuren (3m hoch). Über der Krypta erstrahlt die Ruhmeshalle mit ihren vier Rundbogenfenstern. In den Ecken stehen vier Kolossalfiguren mit einer gewaltigen Höhe von 9,5m und einem Gewicht von rund 400 Tonnen, welche die Tugenden Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft und Opferfreudigkeit symbolisieren. Auch interessant ist die Decke der Kuppelhalle. Dort sind 324 lebensgroße Reiterfiguren von den Künstlern Christian Behrens und Franz Metzner eingearbeitet. Diese konnten wir uns aber leider nicht anschauen, da sie gerade eingerüstet waren.

364 Stufen führen von der Krypta aus auf eine Plattform in 91m Höhe. Da wir die Aussicht von der Plattform aus genießen wollten, mussten wir also den beschwerlichen Weg über die sehr enge Wendeltreppe auf uns nehmen. Aber zum Glück nicht ganz, denn wir konnten den ersten Teil noch bequem mit einem Aufzug zurücklegen… Oben angekommen konnten wir wegen dem trüben Wetter leider nicht die sonst so tolle Fernsicht genießen, doch selbst für das, was wir noch zu sehen bekamen, hatte sich die Strapaze des Aufstieges schon gelohnt…

Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig (Betreibers des Völkerschlachtdenkmals).

 

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