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Niederburg Manderscheid - Blick aus dem vorgebauten Wohnturm auf die Oberrburg Manderscheid

Am ZWEITEN TAG machten wir uns auf in die Ortsgemeinde Bruch im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Dort gibt es eine alte Burganlage und eine Töpferei mit einem alten Krugbackofen aus dem 17. Jahrhundert. Doch auf dem Weg dorthin gab es für uns erst einmal eine kleine Überraschung. Wir fuhren gerade gemütlich über eine Landstraße, die mitten durch Felder und Wiesen führt, und sahen zu unserer Freude etwas weiter entfernt am Waldrand ein Reh auf der Wiese stehen. Ein wirklich schöner Anblick, wenn nicht eine Kurve später plötzlich weitere Rehe direkt vor uns auf die Straße gesprungen wären!!!  Zum Glück konnte Thomas den Wagen rechtzeitig abbremsen, so dass es nicht zu einem Unfall kam, sondern nur bei einem Schreck am Morgen blieb. Puh das war wirklich knapp und es sollte nicht unsere einzige Begegnung mit freilaufenden Tieren bleiben…  

 

Die Wasserburg in Bruch ist eine Burganlage, die im Wander- und Waldgebiet der Mosel-Eifel, am Flusslauf der Salm gelegen ist. Sie stammt mit ihren älteren Teilen aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts und war Sitz der seit dem 12. Jahrhundert bezeugten Herren von Bruch. Heute ist die Burg in privater Hand der Familie Förschner. Diese öffnet ihre Pforten aber gerne für Gäste, die dort in familiärer Atmosphäre und mit Vier-Sterne-Service Ruhe und Entspannung suchen.

  Die annähernd rechteckige Burganlage war ursprünglich von Wall und Graben umgeben. Ein weiterer Graben unterteilte sie in die höher gelegene Kernburg mit Palas, Bergfried und Toranlage sowie die größere Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden. Bemerkenswert sind die beiden relativ schlanken und hohen Rundtürme. Zur Burganlage gehören ferner eine alte Kapelle aus der Zeit um 1300, ein Zehntspeicher aus der Zeit um 1650, ein in der Südwestecke gelegenes Herrenhaus aus dem Jahre 1738 sowie eine Remise aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

  Leider ist von der alten Wasserburg von der Straße aus nicht allzu viel zu sehen, da sie von dichten Pflanzen und Bäumen umgeben ist. Außerdem wird die Anlage von Zäunen gesichert und wir wollten auch nicht einfach so unangemeldet auf das Privatgrundstück spazieren, nur um einmal einen besseren Blick erhaschen zu können.

Also machten wir uns auf zu einer weiteren Sehenswürdigkeit des Ortes. Doch das war gar nicht so einfach, denn auf dem Weg dorthin mussten wir einer Schafherde samt Hirten ausweichen, die gemütlich über die Straße trotteten. Ein sehr lustiger Anblick, denn sie ließen sich weder von den wartenden Autos noch von ihrem begleitenden PKW mit Warnblinkanlage stören.

  1722 gründeten fünf Brucher Krugbäcker eine eigene Zunft. 1762 bestand diese Zunft aus zehn Töpferfamilien. Bruch hatte in seiner Blütezeit acht Krugbacköfen, davon einen Pfeifenofen. Der restaurierte Ofen „auf der Katz“, den wir besichtigten, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut und bis ca. 1900 genutzt. 1927 erlosch das Töpferhandwerk in Bruch ganz. Die Öfen verfielen in den kommenden Jahrzehnten. 1979 erwarb die Ortsgemeinde Bruch die Trümmer des letzten Krugbackofens und restaurierte ihn in den Jahren 1980 bis 1983. Heute ist er für Gäste jederzeit zu besichtigen. Auch das Tor zum Innenraum der Brennkammer ist trotz Vorhängeschloss nur angelehnt und kann gerne geöffnet werden.

 

Als nächstes hatten wir uns einen Besuch der Ober- und Niederburg in Manderscheid als Ziel gesetzt. Die beiden Burgen im Liesertal bei Manderscheid bilden zusammen ein einzigartiges mittelalterliches Kulturerbe. Sie spiegeln den über Jahrhunderte ausgetragenen Konflikt zwischen Landesherrschaft und Rittertum wider: Die zu den ältesten Burgruinen der Eifel zählende Oberburg (sie soll aus dem 10. Jahrhundert stammen) war Landesburg der Trierer Erzbischöfe, während die Niederburg Wohnsitz der Herren von Manderscheid war, die im Dienst der Luxemburger Grafen standen.
 
Seit 1899 befindet sich die im 12. Jahrhundert erbaute Niederburg im Besitz des Eifelvereins, der sie restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Auch die Oberburg ist gesichert und bietet vom Bergfried eine schöne Aussicht auf die Umgebung. In einem Rundgang lassen sich Oberburg und Niederburg erwandern.

  Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Eifelvereins, in dessen Besitz sich die Niederburg Manderscheid befindet.

 

Um 14.30 Uhr hatten wir danach einen fixen Termin am Schlosstor des Schlosses in Malberg denn dort finden nur an ausgewählten Samstagen Führungen statt.  

Die einzigartige Schlossanlage Malberg besteht aus dem sogenannten Neuen Haus, Alten Haus, dem Arkadenbau, der Brauerei und der Kapelle. Weiter gehören der "Eiserne Garten" und der "Runde Garten" zu dem auf einem Bergsporn gelegenen Schloss.

Ursprünglich lagen zwei Burgen auf der Höhe von Malberg, die in etwa den zwei heutigen Schlössern entsprechen. Die Oberburg wurde durch den Altbau ersetzt, während das „Neue Haus“ an der Stelle der früheren Unterburg entstand.

Das "Alte Haus" (1591 - 1597 mit Umbau zwischen 1707 und 1711) ist ein sockelgeschossiger Bau mit innerem Tor und Uhrtürmchen in einfachen Renaissanceformen. Diesen Bau durften wir leider nicht besichtigen.

  Das "Neue Haus" (1712 - 1714) ist ein zweieinhalbgeschossiger Bau zu neun Achsen, der dem Hof seine Schaufront zuwendet. Dieses Gebäude ist zurzeit eingerüstet und wird renoviert, durfte aber von uns trotzdem teilweise besichtigt werden. Im "Neuen Haus" befinden sich noch wertvolle Einzelstücke des Mobiliars aus den verschiedenen Zeitepochen. Im Sommer 2008 konnten drei Räume in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Durch diese Maßnahme fanden auch die wertvollen Wandbespannungen der Firma Nothnagel ein neues, altes "Zuhause" im großen Salon im ersten  Obergeschoss.

Das restliche Mobiliar wurde ausgebaut und ausgelagert. Darunter die Schränke, die Tische, die Uhren, das Himmelbett, das Alkoven, die Vertäfelungen sowie eine Reihe von „mahlereyen'' aus der ehemals 80 Werke ausmachenden Kunstsammlung des „Freyherrlichen Schloß Mahlberg“.

   Die Gartenfront des Schlosses ist bewusst einfach gehalten. Dieser wurde eine Terrasse  für den sogenannten "Runden Garten" angebaut, den man mit äußerst qualitätsvollen Figuren (1758 bis 1760) des Ferdinand Tietz bestückte. Auch dort herrscht zurzeit Baustelle, so dass die sonst sehr beeindruckende Freitreppe nur zerlegt in einzelne Steinquader auf der Wiese zu besichtigen ist.  Auch die wertvollen originalen Tietz-Figuren wurden abgebaut und in der Schlosskapelle ausgestellt. An der ursprünglichen Stelle auf der Terrasse zum "runden Garten" werden aber nach und nach handgearbeitete Kopien der Figuren aufgestellt.

Der "Arkadenbau" (1710 - 1714) verbindet Alt- und Neubau. Die acht Arkaden waren ursprünglich offen und dienten als Wagenremise. Bis zur äußeren Sanierung des Gebäudes waren im Obergeschoss Schlafzimmer des späteren Hotelbetriebs untergebracht, die mittlerweile wieder entfernt wurden.

Die ehemalige Schlosskapelle dient heute als multifunktionaler Veranstaltungsraum. Hier finden offizielle Empfänge, Ausstellungen, Schlosskonzerte und sonstige Veranstaltungen statt.

Ein schöner französischer Garten, der „Eiserne Garten“ (1713/14), liegt gleich hinter dem äußeren Tor, gegenüber dem Brauhaus aus dem Jahre 1714. Seine Grundeinteilung mit dem Brunnen in der Wegkreuzung ist seit dem 18. Jahrhundert bis heute unverändert geblieben. Acht steinerne Pfeiler mit Blumenkörben und Vasen bilden die Einfassung des Gartens. Der Zwischenraum wurde später durch Mauern geschlossen, sodass man in den Garten nur durch das große eiserne Tor blicken kann, durch das der Garten seinen Namen hat.

  Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung unserer Schlossführerin, Frau Renate Kappes, die Vorstandsmitglied des Fördervereins Schloss Malberg e.V. ist.

 

Eigentlich hatten wir für diesen Tag noch eine kleinere Wanderung geplant, doch da zwischenzeitlich ein gewaltiger Regenschauer einsetzte hatte und die Wolkendecke einfach nicht heller werden wollte, konnten wir es nicht riskieren, uns auf den Weg zu machen. Also kürzten wir unser Tagesprogramm ab und besichtigten stattdessen einen Wasserfall in der Dorfmitte der Gemeinde Hüttingen a.d. Kyll.

  Inmitten des Dorfes, direkt an der St. Antonius-Kapelle vorbei, erstreckt sich der Dorfgraben. Im Bereich der Hauptstraße/Kirche bildet der Dorfgraben einen sehr schönen Wasserfall, der bei Hochwasser eine Fallhöhe von ca. 5m erreichen kann. Bei normalem Wasservolumen läuft das Wasser allerdings überwiegend unter das Felsmassiv und wirkt daher leider weniger beeindruckend. Aber für uns war es trotzdem ein schöner Ausklang des Tages.

 

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