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Garda - La Rocca - Wanderweg nach Bardolino

Der nächste Morgen begann mit freundlichem Wetter und so beschlossen wir, eine zuvor geplante Wanderung „La Rocca“ von Garda nach Bardolino über einen Bergkegel durchzuführen. Dieser Weg wurde uns auf mehreren Internetseiten und auch in Wanderführern als sehr lohnenswert und einfach zu gehen beschrieben.

 

Die Wanderung erfolgt über einen geschichtsträchtigen Weg. Bereits im Mittelalter wurde die Rocca durch eine Festung als Aussichtspunkt genutzt. Leider sind von dieser nur noch ein paar Mauerreste im Wald zu entdecken. Doch das Plateau der Rocca bietet noch heute dieselben großartigen Blicke in die Bucht von Garda und über Bardolino mit seinem schönen Hinterland. Auf der Bergkuppe befindet sich auch eine Klosteranlage, das Kloster Eremo di San Giorgio, das seit 1663 besteht und in dem noch einige wenige Mönche streng wie Eremiten nach den Regeln des Romuald von Camaldoli leben. Aus diesem Grund findet man auf der Wanderung auch die Beschilderung „Percorso Eremo dei Camaldolesi“, die aber dasselbe Kloster meint. 

 

Unser Wanderweg begann in Garda an der Pfarrkirche Santa Maria Maggiore, die besichtigt werden kann. Links an der Kirche vorbei gelangten wir über die Via San Bernardo bis zur nächsten Kreuzung, dort rechts und gleich wieder rechts in die Via degli alpini. Nun gingen wir mehrere Minuten das steile, asphaltierte Sträßchen bergauf, bis wir zu einem Marienbildnis gelangten. Der Straße folgend, gelangten wir über die Via Rocca zu einem steinigen Pfad mit rot-weißem Zeichen, über den wir weiter bergauf gingen.

Wir wanderten an mondänen Villen vorbei zum Waldrand. Hier bogen wir links auf den von üppiger Vegetation umwucherten Waldweg ab. Teilweise wanderten wir über grobe Steine und einen Treppensteig – meist steil – bergauf zu einem Sattel mit Picknickbank und mehreren Abzweigungen. Links zeigt ein Schild zum bereits beschriebenen Kloster „Eremo dei Camaldolesi“, wir wählten jedoch den rechten Weg und gelangten weiter bergauf zur „Rocca“.

 

 

Auf diesem mit groben Steinen bestückten Weg kamen wir an den schon beschriebenen fast zugewachsenen Mauerresten der ehemaligen Festung vorbei. Außerdem fanden wir mehrere Höhlen, die „leider“ mit einem Warnschild versehen waren, dass der Zutritt verboten sei.

 

Auf der ehemaligen Rocca angekommen, folgten wir einem kleinen Pfad und gelangten zu den zwei tollen Aussichtspunkten, mit Blick auf Garda und einmal auf Bardolino. Die Aussicht war wirklich beeindruckend.

 

Wir verließen die Rocca und kehrten auf demselben steinigen Weg zurück zur Kreuzung mit der Beschilderung zum Kloster, der wir nun folgten.

 

Leider hatte das Kloster noch geschlossen, so dass wir die Kirche San Giorgio und den Klosterladen nicht besichtigen konnten. So machten wir uns auf den Abstieg nach Bardolino, der über mehrere kleinere asphaltierte Sträßchen -- unterbrochen durch kurze Abschnitte über Wanderwege -- erfolgte. In Bardoline angekommen orientierten wir uns in Richtung Gardasee und gelangten dort auf die „Passeggiata Rivalunga“, einer Fußgängerpromenade am See entlang, die uns zurück nach Garda brachte.

 

(Wegbeschreibung zum großen Teil aus dem Buch “Genusswandern Gardasee; Sabine Malecha und Joachim Lutz; Bruckmann Verlag; 2011 – Wanderung Nr. 16“ entnommen)

 

Uns hat die Wanderung im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Sie ist gut ausgeschildert und mit der Beschreibung aus einem Wanderführer recht einfach zu finden. Der Aufstieg zur Rocca ist streckenweise sehr steil und anstrengend, aber auch abwechslungsreich. Den Abstieg nach Bardolino empfanden wir dagegen sehr eintönig, da er meist asphaltierten Straßen folgt und kaum Sehenswertes bietet.

 

Auf manchen Internetseiten kann man auch Beschreibungen finden, die den Weg zur Rocca als „Spritztour“ oder sehr einfach und in 90min zu schaffen  darstellen. Diese Wanderungen können aber definitiv nicht den Aufstieg von Garda aus meinen, sondern beziehen sich eher auf einen Wanderparkplatz in der Nähe des Klosters, von dem aus man bequem - und nur mit geringem Anstieg - die einzelnen Ziele erreichen kann.

 

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Eigentlich wollten wir am nächsten Tag mit der Besichtigung einer Karsthöhle, der Covolo di Camposilvano in Velo Veronese, beginnen, doch im Besucherzentrum des angrenzenden Museums hing ein Zettel aus, dass die Höhle ausgerechnet an diesem Wochenende ausnahmsweise geschlossen wäre… Na super!

 

Dazu kam noch, dass die Wolken am Himmel wieder umso dunkler wurden je später der Vormittag voranschritt und schon bald ließen die ersten Regentropfen nicht mehr auf sich warten. Doch dies schreckte uns nicht ab, unsere Fahrstrecke zu unseren nächsten Zielen so interessant wie möglich zu gestalten. So wählten wir eine „Strade provinciali della provincia di Verona“ – die SP 13 – die uns von Velo Veronese über San Francesco nach Valdiporro, Bosco Chiesanuova, Erbezzo, Ronconi weiter bis zur Kreuzung „Via Borozze“ führte. Die Fahrstrecke bis dahin war serpentinenreich und mit mehreren tollen Aussichtsplätzen bestückt. Sehr lohnenswert.

 

An dieser Kreuzung bogen wir ab und folgten ein kurzes Stück der SP12 nach Sant’Anna d’Alfaedo (Verona), wo uns eine weiteren Attraktion, der Ponte di Veja, erwartete. Zum Glück ließ das Wetter eine Besichtigung auf trockenem Fuße zu.

 

Der Ponte di Veja ist ein malerischer und majestätischer natürlicher Felsbogen, der sich beim Einsturz des Innengewölbes einer großen Karsthöhle gebildet hat. Er befindet sich in einem kleinen Tal auf 602 m.ü.M. In nordöstlicher Richtung hat die so entstandene Brücke die lichten Maße von 29 Metern Höhe, 47 Metern Weite und 11 Metern Dicke. Auf der gegenüberliegenden Brückenseite sind es 24 Meter Höhe, 52 Meter Weite und 9 Meter Dicke. Der begehbare Teil des Felsbogens hat eine Breite zwischen 16 und 23 Metern. Der Ponte di Veja wird häufig als größte natürliche Steinbrücke Europas bezeichnet, hat jedoch geringere Abmessungen als die Pont d’Arc im Tal der Ardèche in Frankreich.

(Textquelle: Wikipedia)

 

Die Brücke ist wirklich lohnenswert und spektakulär auf mehreren Ebenen anzusehen, da extra eine Treppe mit Aussichtsplattformen errichtet wurde, von denen aus man fantastisch die gewaltigen Ausmaße der Brücke erkennen kann.

 

Eigentlich standen nun mehrere Villen, darunter auch eine mit schönem italienischem Garten,  in der Ortschaft Negrar (Verona) auf unserem Tagesplan. Doch als wir bei der ersten Villa ankamen, war  -- wie konnte es anders sein – gerade eine längere Mittagspause angebrochen, die wie in Italien üblich meist bis 14 oder 14:30 Uhr andauert. Wir hatten aber absolut keine Lust, fast zwei Stunden in einer ansonsten recht öden Ortschaft ohne weiteren sehenswerten, öffentlich zugänglichen Sehenswürdigkeiten zu verbringen. So beschlossen wir, uns wieder in Fahrt Richtung Hotel zu setzen, besonders da der Regen nun doch zunehmend stärker wurde.

 

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