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Dubrovnik - Altstadt - Stadtmauer

Der nächste Tag begann schon sehr früh am Morgen, denn es stand ein etwas längerer Ausflug (pro Strecke ca. drei Stunden Fahrt mit dem Bus) nach Dubrovnik an. Trotz der langen Autofahrt Richtung Süden wurde es uns aber nicht langweilig, denn wir bekamen schöne landschaftliche Gegenden wie z.B. das fruchtbare Neretva - Flussdelta mit Plantagen oder die „Mandarinen“-Straße zu sehen, an der reife, erntefrische Mandarinen zum Kauf angeboten wurden.

 

Spannend war auch das Teilstück unserer Fahrt, das uns durch das Nachbarland Bosnien und Herzegowina führte, welches an der Küstenstraße, dem sogenannten  Neum-Korridor, als Enklave durchquert werden muss.

 

Dubrovnik, früher als Republik Ragusa bekannt, ist eine Stadt im südlichen Kroatien an der Adria. Die Stadt wird aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung und der jahrhundertelangen politischen Sonderstellung oft auch als „Perle der Adria“ und „Kroatisches Athen“ bezeichnet. Im Jahr 1979 wurde die gesamte Altstadt von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

 

Dubrovnik wurde während des kroatischen Unabhängigkeitskrieges 1991 von der Jugoslawischen Bundesarmee bzw. den serbisch-montenegrinischen Truppen schwer beschossen und stark beschädigt, die Schäden sind heute zum Großteil behoben.

 

Die kroatische Bezeichnung der Stadt ist von dem slawischen Wort dubrava (Eichenhain) hergeleitet; die romanische Bezeichnung Ragusa/Rausa geht auf den Namen der kleinen Insel zurück, auf der die erste Siedlung (Lave, Lausa) entstanden war. Den Zusammenschluss dieser Insel mit dem Festland bildet heute die größte Straße durch die Altstadt Dubrovniks, die „Stradun“.

 

Die Stadtmauern von Dubrovnik sind 1940 Meter lang und zwischen drei bis sechs Meter breit und (gegen eine Gebühr) komplett begehbar. In der Stadtmauer befinden sich zwei gut befestigte Haupteingänge zu der Altstadt: das Pile-Tor im Westen und das Ploče-Tor im Osten, beide aus dem 15. Jahrhundert.  Außerdem gibt es zwei Tore, welche als Eingang zum Stadthafen dienten – das Ponte-Tor (Vrata od Ponte) von 1476 und das Fischmarkt-Tor (oder Peskarija-Tor; Vrata Ribarnice) von 1381; 1908 wurde zusätzlich noch ein kleines Tor in der Nordmauer als Zugang zu Tennisplätzen für Offiziere der österreichischen Armee durchgebrochen.

 

Zu den markanten Punkten der Befestigung der Altstadt gehören fünf Festungen: Die Festung Minčeta (Tvrdava Minčeta) aus dem 15. Jahrhundert auf der Nordnordwest-Seite, die Festung Sveti Ivan (Tvrdava Sveti Ivana) aus dem 14. bis 16. Jahrhundert im Südosten, welche den Stadthafen beschützte mit Schifffahrtsmuseum (oben) und Aquarium (unten). Außerdem die Festung Bokar (Tvrdava Bokar) aus dem 15. Jahrhundert im Westen, welche das Pile-Tor verteidigen sollte und die älteste noch erhaltene Kasemattenfestung in Europa ist. Sowie die Festung Revelin (Tvrdava Revelin) aus dem 15. Jahrhundert im Nordosten, welche das Ploče-Tor beschützte.

Die fünfte Festung ist die Festung Lovrijenac (Tvrdava Lovrijenac) aus dem 14. bis 16. Jahrhundert im Westen, auf einem 37 m hohen Felsen erbaut, für die Verteidigung des westlichen Stadtteils gegen Angriffe vom Meer sowie vom Land. Die ersten drei Festungen sind in die Stadtmauer integriert, die beiden letzteren alleinstehend.

 

Die Stadt Dubrovnik hat insgesamt drei Häfen, die miteinander entworfen wurden und nicht verwechselt werden sollten: Neben dem Stadthafen, direkt an der Stadtmauer zur Altstadt, sind es der Handelshafen im Stadtteil Gruž im Nordosten, in dem auch große Kreuzfahrtschiffe vor Anker liegen, und der davon nur wenig entfernte Yachthafen ACI Marina an der Mündung des Flusses Rijeka dubrovačka.

 

Die Altstadt Dubrovniks ist sehr sehenswert und kann gut nach einem schön und übersichtlich gestalteten Stadtplan (am großen Parkplatz beim Pile-Tor erhältlich) erkundet werden. Den besten Blick auf die Altstadt hatten wir von einer Aussichtsplattform etwas südlicher, außerhalb von Dubrovnik gelegen und von der  nördlichen Stadtmauer, wohingegen uns der südliche Mauerteil eine gute Sicht auf das Meer mit der vorgelagerten Insel Lokrum bot.

 

Wir besichtigten die Altstadt zusammen mit unserer Reiseleiterin, die uns zu den einzelnen Gebäuden immer etwas Passendes erzählte:

 

Wir begannen unsere Besichtigungstour am Pile-Tor, dem Westlichen Stadttor, und folgten ein kurzes Stück der „Stradun“, der großen Hauptstraße der Altstadt.

 

Am westlichen Ende von Stradun steht der Große Onofrio-Brunnen (Velika Onofrijeva fontana) mit 16 Wasserspeiern und etwas nördlich davon die Erlöserkirche (Crkva svetog Spasa). Gleich neben der Kirche schließt sich das Franziskanerkloster mit der Franziskanerkirche (Franjevački samostan i crkva) an, ein Gebäudekomplex, mit dessen Bau man 1317 begann und in dem sich eine bedeutende Bibliothek mit 20.000 wertvollen Handschriften und ein Museum befinden. In dieser Bauwerkreihe befindet sich auch, etwas im Hintergrund versteckt, eine mittelalterliche Apotheke, ebenfalls aus dem Jahr 1317, und somit eine der ältesten Europas. Auf der anderen Straßenseite, südlich des Pile-Tors, steht das Frauenkloster der Heiligen Klara (Samostan Sveta Klare), Ende des 13. und  Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet.

 

Wir folgten nach dem Kirchenkomplex der kleinen, nach Norden hin abzweigenden Gasse, die uns zur parallelen „Prijeko“ Straße führte, in der sich mehrere Restaurants befinden. Wir liefen Richtung Osten bis wir zu mehreren abzweigenden Gassen mit jüdischen Bezeichnungen gelangten. Dort befindet sich auch eine ehemalige Synagoge (Dubrovačka sinagoga), die heute ein Museum beinhaltet.  Am Ende der Straße stießen wir auf die Nikolaus Kapelle (Crkva sv. Nikole) und bogen dann nach Süden zum sogenannten Sponza Palast (Palača Sponza) ab. Im prächtigen, ursprünglich als Zollhaus geplanten und im 16. Jahrhundert erbauten Sponza-Palast, befindet sich heute das bedeutende städtische Archiv (Povijesni arhiv) mit mehr als 100.000 historischen handschriftlichen Dokumenten, Urkunden und Protokollen der Republik ab dem 11. Jahrhundert.

 

Nun waren wir am großen Luža-Platz angekommen. Dort befindet sich auch das östliche Ende der Hauptstraße „Stradun“, das vom 31 Meter hohen Glockenturm (Gradski zvonik) von 1444 gebildet wird. Rund um den Luža-Platz stehen weitere Sehenswürdigkeiten wie z.B. die 1463 gebaute und 1952 rekonstruierte Glockenturmloge Luža; unter ihr verläuft ein Durchgang zu einem der Hafentore, dem Fischmarkt-Tor von 1381, beziehungsweise zum Ploče-Tor.

 

In der Mitte des Platzes steht eine Roland-Säule (Orlandov stup) von 1418, erschaffen vom Künstler Onofrio della Cava. Ebenfalls von ihm, dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem italienischen Bildhauer Pietro di Martino, entstand 1438 der Kleine Onofrio-Brunnen (Mala Onofrijeva fontana) vor dem, im gotischen Stil gebauten, Gebäude der Hauptwache aus dem Jahr 1490, in der sich die Wohnung des Admirals befand.

 

Noch weiter rechts des Glockenturms steht das Rathaus (Gradska vijećnica), das 1882 an der Stelle des im 14. Jahrhundert erbauten, 1816 abgebrannten und 1863 abgerissenen Palastes des Großen Rates (Consilium Maius) aufgebaut wurde. In ihm befindet sich heute das Stadttheater von Marina Držića (Gradsko Kazalište Marina Držića). Früher gab es einen direkten Durchgang zu dem daneben stehenden Rektorenpalast (Knežev Dvor), dem administrativen Zentrum der Republik Ragusa.

 

Weitere sakrale Bauten befinden sich zerstreut über die ganze Altstadt. Noch im südlichen Bereich des Luža-Platzes befindet sich die Kirche des Patrons und Schutzheiligen von Dubrovnik, die Sankt Blasius Kirche (Crkva Sveti Vlaho), einem Barockbau aus dem Jahr 1715.

 

Weiter in Richtung südliche Stadtmauer erhebt sich die Kathedrale von Dubrovnik (Katedrala Uznesenju Blažene Djevice Marije na nebo), „Kathedrale der Aufnahme der seligen Jungfrau Maria in den Himmel“-- kurz auch Velika Gospa genannt.

 

Im Süden, kurz vor der Mauer, steht die Jesuitenkirche des Heiligen Ignatius (Crkva Sveti Ignacije), erbaut von Andrea Pozza (1725 vollendet), mit dem Kloster und Kolleg  - Collegium Ragusinum (Isusovački samostan).

 

An der Nordostspitze der Altstadt, in Richtung des Stadtteils Ploče und praktisch an die Festung Revelin grenzend, liegt das Dominikanerkloster (Dominikanski samostan).

 

Die Stadt an sich hat uns recht gut gefallen, obwohl alle Gebäude im „Einheitsgrau“ erbaut wurden, wirkten sie doch insgesamt recht stimmig und vor allem gepflegt. Es gab so gut wie keine „Schmuddel- Ecken“ mit Müll oder sonstigem Unrat. Vor allem die schmalen Gässchen und verwinkelten Ecken haben ihren eigenen Charme und boten uns eine gemütliche Atmosphäre.

 

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