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Wanderung Levada Alecrim - von Paul da Serra zur Rosmarinlevada

Als Einstiegswanderung hatten wir eine „Levada light“, also eine leichte Wanderung von ca. 8km entlang der Levada do Castelejo auf dem Programm. Doch wir sind sie in umgekehrter Reihenfolge gelaufen, als sie hier (und in den meisten Wanderführer) beschrieben ist:

 

In der Ortschaft Cruz, direkt am Schild mit der Aufschrift „Levada do Castelejo“ beginnt diese Tour. Man orientiert sich nach Westen und wandert gegen die Fließrichtung am künstlichen Wasserlauf entlang. Das Wasser fließt nach Referta, ein Dorf oberhalb von Porto da Cruz.

 

Man kommt an einigen Häusern mit blumenreichen Gärten vorbei, bevor sich einem in einer scharfen Linkskurve ein wunderbarer Ausblick auf die höchsten Berggipfel der Insel bietet. Im Vordergrund liegt malerisch auf einem Bergrücken das Dorf Sao Roque. Links und rechts wird in den Terrassenfeldern das ganze Jahr über Gemüse angebaut. Am Gegenhang sieht man einen Wasserfall in die Tiefe stürzen.

 

Vor einem befindet sich der Taleinschnitt der Bäche Ribeiro Frio und des Ribeiro Sao Roque. Allmählich wird der Weg schmaler und man muss vermehrt auf den Weg achten. Je tiefer man in das Tal hineinwandert, desto üppiger werden die zahlreichen Gewächse. Baumfarn, Kettenfarn, Lorbeerbäume, gelbblühende Mearns - Akazien und Drüsen-Aeonium kann man hier entdecken.

 

Langsam nähert man sich immer mehr dem Bachbett, das zuvor noch tief unter einem lag. Im Tal wird die Levada direkt vom Bach mittels kleiner Betonmauern abgeleitet. Die Betonfassung wird "Madre da Levada" (Mutter der Levdada = der Ursprung der Levada) genannt. Die Levada fließt von hier unter einem riesigen Felsblock weiter, der einem das Weiterkommen verwehrt. Man kann den Felsen aber umgehen, indem man über einige große Steine im Bachbett steigt. Steigt man noch ein Stück hinauf, kommt man an einen großen Teich, ein schönes Plätzchen für ein Picknick.

 

 

Eine anspruchsvollere und auch schönere Wanderung, ca. 11km lang, fand in Rabaçal - einem Naturschutzgebiet im Südwesten der Insel statt.

 

Vom Parkplatz führte uns eine Straße, die mit ihrem Ginster und Erika ein wenig an Schottland erinnert, hinab zum Forsthaus Rabaçal. Hier trafen wir auf die Wegweiser PR 6 „25 Fontes“ und PR 6.1 „Risco“.

 

Nach fünf Minuten erreichten wir die „Levada do Risco“, die wir rechts entgegen der Fließrichtung folgten. Wir wanderten auf einem breiten, moosbewachsenem Weg unter ausladenden Erikabäumen hindurch. Nach ca. 50 Minuten öffnete sich uns der Blick auf die beiden, dicht nebeneinander eine hohe Felswand hinabschiessenden, Risco-Wasserfälle. Leider hatten die Wasserfälle nicht ganz so viel Wasser wie erhofft. Oder sollten wir vielleicht eher sagen, Gott sei Dank nicht, denn sonst wäre der Weg eventuell unpassierbar und überschwemmt gewesen.

 

Denselben Weg wanderten wir wieder zurück bis wir an die Gabelung rechts zur „Levada das 25 Fontes“ gelangten. Dort stiegen wir die Treppenstufen hinab und gingen auf einem breiten bequemen Weg an der Levada entgegen der Fließrichtung weiter. Wir merkten uns diese Stelle für den Rückweg denn wir wollten später bis hierhin zurückgehen!

 

Zu Beginn war der Levadaweg recht breit, dann führte eine Treppe zu einer Brücke hinab. Eine enge Schlucht wurde überquert. Hinter der Brücke stiegen wir einige Stufen wieder hinauf, vorbei an einem kleinen Wasserhaus. Dahinter wurde der Weg schmal, links fiel der Hang stellenweise steil ab, war jedoch von Gebüsch gesäumt. An vielen Stellen hatten wir wunderschöne Ausblicke auf das dicht bewaldete grüne Tal der Ribeira da Janela. Wir folgten immer dem Wasserkanal und schauten aufmerksam ins Wasser, denn hin und wieder konnten wir einige Forellen entdecken. Bald erreichten wir eine zweite Brücke, vor der die Hauptlevada rechts abzweigte. Ihr folgten wir und gelangten nach wenigen Metern an ihren Ursprung, einen halbkreisförmigen, schattigen Kessel. In ihn ergossen sich ein größerer und zahlreiche kleinere Wasserfälle, eben die 25 Fontänen.

 

Für den Rückweg nahmen wir denselben Weg, den wir gekommen sind bis zur gemerkten großen Treppe. Diese steigen wir aber nicht wieder hinauf sondern folgten dem Weg geradeaus weiter, der uns nach einigen Metern zu einem Tunnel führte. Nun waren unsere mitgebrachten Taschenlampen gefragt, denn wir durchquerten den ca. 800m langen, tropfenden Engpass und gelangten so auf die andere Seite der Insel. Von dort aus konnten wir, nachdem die Wolkendecke aufgerissen war, einen schönen Blick ins Tal auf das Dorf „Caletha“ erhaschen. Nun gingen wir noch ein kurzes Stück den Weg entlang bis zu unserem wartenden Bus.

 

Eigentlich stand heute die Wanderung durch den Lorbeerwald der Queimadas auf dem Programm, die zu den schönsten der Insel zählt, aber unsere Wanderleitung entschloss sich kurzfristig, diese zu canceln (angeblich wegen einer Sportveranstaltung, die dort stattfinden soll). Sie führte uns alternativ zu einer Wanderstrecke, in der Nähe von Santo da Serra, die uns nach Portela führte. Wir liefen also ein Teilstück der Levada da Serra und dann durch die Levada da Portela.

 

Kein adäquater Ersatz für die verpasste Queimadas, denn wir empfanden diese Wanderung als eintönig und langweilig, obwohl sie angeblich durch dieselben Vegetationszonen wie die eigentliche Levadawanderung führen sollte, den berühmten Talkessel hatten wir aber definitiv nicht.

 

Die nächste Wanderung hingegen, die mit einer anderen Wanderführerin stattfand, war ein voller Erfolg. Sie führte uns entlang der Levada do Alecrim, der „Rosmarinlevada“.

 

Gestartet wurde auf der Hochebene Paul da Serra bei etwa 11°C Wandertemperatur. Wir folgten schmalen Wegen durch Ginster, Stechginster, Baumerika und Adlerfarn immer einer Levada entlang, bis wir auf die eigentliche Levada do Alecrim (Rosmarinlevada) stießen. Der hier wachsende „Rosmarin“ ist jedoch ein Oleander, der aber nach Rosmarin riecht.

 

Wir lernten auch, dass der „Löwenzahnbaum“, den wir immer wieder am Wegesrand gesehen haben, nur wegen seinem Aussehen so heißt, aber eigentlich die Madeira-Strauch-Gänsedistel ist. Der Weg führte uns immer weiter auf schmalen Pfaden entlang der Levada, aber nun durch einen Heidewald. Wir liefen dabei teilweise auf der schmalen Randmauer der Levada bis zu einem Wasserfall, dabei konnten wir auf unserer Wegstrecke Wasserläufe sehen, die in die Levada mündeten.

 

Die Wegführung bescherte uns grandiose Ausblicke auf Berge oder in Täler und aufs Meer. Schließlich machten wir an einem kleinen Bergsee, dem „Lagoa da Dona Beja“, und Ursprung der Levada mit schönem Wasserfall Rast und liefen anschließend den Weg wieder ein Stück zurück. Doch statt den „normalen“ Weg nach Rabaçal hinunter zu nehmen, wie es die meisten Wandergruppen machen, kletterten wir über teilweise steile und unbefestigte Aufstiege zurück auf die Hochebene Paul da Serra. Dort wartete bereits unser Bus und bei Ankunft, auf gleicher Höhe wie beim Start (ca. 1100m), hatten wir nun nicht mehr 11°C sondern stattliche 22°C erreicht. 

 

Für die zweite Urlaubswoche hatten wir uns nun einen Leihwagen zugelegt, der ganz schön was zu leisten bekam. Aber das schien er schon gewohnt zu sein, denn er ächzte in allen Tonlagen, die Bremsen quietschten unerträglich und die Kupplung hatte auch schon bessere Zeiten gesehen -- aber er lief und kämpfte sich tapfer in alle Höhen der umliegenden Berge.

 

Die Insel an sich ist zwar recht klein aber dafür, wie schon beschrieben, sehr bergig, so dass man auch schon um kürzere Strecken Luftlinie zu überwinden, einige Zeit benötigt. Wir hatten uns im Vorfeld, nach Empfehlung eines etwas älteren Reiseführers, einige Tagestouren zusammengestellt, die wir nun im Folgenden anhand unserer Erlebnisse beschreiben werden.

 

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