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Çavuşin

Danach legten wir einen kurzen Fotostopp an einem Aussichtspunkt oberhalb des Liebestal (Aşk Vadisi) ein. Dieses Tal erhielt seinen Namen dank der originellen phallusartigen Tuffformationen. Leider spielte an diesem Tag das Wetter nicht mehr ganz so mit und es fing leicht an zu regnen. Trotzdem beschlossen wir eine geplante Wanderung durchzuführen. Rund 4km nördlich von Ortahisar erstreckt sich die von hohen Felswänden eingebettete, rosafarbene Tuffsteinschlucht. Am Aussichtspunkt beginnt der etwa 4,5km lange Wanderweg durch die Rote Schlucht und das Rosental (Güllü Dere) zur Ortschaft Çavuşin.

 

Çavuşin ist ein Dorf im Landkreis Avanos der Provinz Nevşehir an der Verbindungsstraße zwischen Avanos und Göreme, etwa 5km nördlich von Göreme. Das bäuerlich geprägte Dorf breitet sich zu Fuße einer großen, eingestürzten Felswand aus. Eine der ältesten Höhlenkirchen von Kappadokien ist die aus der Felswand ausgehöhlte Johanneskirche (auch Täuferkirche) genannt, vermutlich aus dem 5. Jahrhundert. Nach dem Felsabbruch 1963 ist von ihr nur noch der Apsis Abschluss mit in den Fels gehauenen Bänken zu sehen, die Sälen der Kirche brachen allesamt weg. Die noch verbliebenen Säulen und Fresken in der Felswand sind eigentlich keinen Besuch mehr wert (Textquelle: Michael Müller Verlag – Türkei; Bussmann und Tröger; 3. Auflage 2009). Im nördlichen Teil des Dorfes liegt die Taubenschlagkirche (Çavuşin Güvercinlik Kilisesi) aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. In ihrem weggebrochenen Kirchenvorraum sind Fresken der Erzengel Michael und Gabriel zu sehen.

 

Den Abschluss des Tages verbrachten wir in einem netten Weinlokal und Café „O Ağacın Altı“ (übersetzt: unterm Baum) in Nevşehir, von wo aus wir eine tolle Aussicht mit Panoramablick hatten.

 

Am nächsten Morgen starteten wir in dem Dorf Mustafapaşa, früher Sinasos, 5km von Ürgüp entfernt in der Provinz Nevşehir. Früher wohnten hier überwiegend Griechen, die weit über die Grenzen Kappadokiens hinaus als kunstfertige Steinmetzen bekannt waren. 1923 musste die angestammte Bevölkerung ihre Heimat verlassen, Türken aus Griechenland übernahmen ihre prächtigen Häuser und Anwesen. Viele davon sind heute liebevoll restauriert. Entlang den Pflastergässchen und in den Tufffelsen der Umgebung verstecken sich weitere Zeugen der griechischen Vergangenheit – nichts anderes als Kirchen und Klöster (Textquelle: Michael Müller Verlag – Türkei; Bussmann und Tröger; 3. Auflage 2009).   

 

Als nächstes besichtigten wir ein altes und verlassenes Projektdorf im Soğanlı-Tal. Es liegt im Landkreis Yeşilhisar der türkischen Provinz Kayseri, im Südosten der Region Kappadokien. Im Tal liegen zahlreiche Felsenkirchen und Höhlenbauten, die in das weiche Tuffgestein der kappadokischen Landschaft eingearbeitet sind. Im südöstlichen Teil des Tales liegt der Ort Aşağı Soğanlı (Unteres Soğanlı), im weiteren Verlauf gabelt sich das Tal in einen nördlichen und einen südlichen Teil, an der Gabelung liegt Yukarı Soğanlı (Oberes Soğanlı). Das Tal war vom 9. bis ins 13. Jahrhundert von byzantinischen Mönchen besiedelt. Von ihnen stammen die geschätzten 100 Kirchen im Tal und die dazugehörigen Wohnhöhlen und Klosterräume, von denen allerdings die meisten verschüttet oder eingestürzt sind oder als Ställe genutzt werden. Bemerkenswert sind viele in den Fels geschlagene Taubenhäuser, deren Einfluglöcher mit weißer Farbe markiert sind. Die Bewohner des Tales ernähren sich hauptsächlich von der Landwirtschaft. Dabei wird als Dünger der Taubenmist aus den zahlreichen Taubenhäusern gesammelt und auf die Felder aufgebracht. Da die Gegend abseits der kappadokischen Kernregion liegt und keine Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Dolmuş) vorhanden ist, ist sie touristisch noch wenig erschlossen (Textquelle: Wikipedia).

 

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