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Stonehaven Dunnottar Castle

Als nächstes statteten wir der Stadt Pitlochry einen Besuch ab. Gegenüber einem alten Friedhof, ein Stück außerhalb von Pitlochry, befindet sich ein reich verzierter piktischer Stein, aus dem 9. Jh. mit dem Abbild eines Reiters und anderer Figuren. Der Dunfallandy Stone (HS) auch Clach an t-Sagart genannt, gilt als eine seltene Komposition aus christlichen und heidnisch-piktischen Motiven.

 

In Pitlochry selbst befindet sich eine weitere Attraktion. Dort staute man den Fluss Tummel zum Loch Faskally und somit existiert nun an dem Wasserkraftwerk (Hydro-Electric Power Station) eine 311m lange Lachstreppe (Salmon Ladder) zum Wandern der laichenden Lachse. Beim Lachs-Becken an dem lokalen Kraftwerk befindet sich das Besucherzentrum. Es enthält zwei Glasscheiben und wird durch Unterwasserlampen beleuchtet. So kann man die passierenden Lachse von April bis Oktober beobachten. Ein sehr interessantes Bauwerk, aber leider haben wir keine Lachse entdecken können.   

 

Dafür nahmen wir uns viel Zeit, ein typisches schottisches Produkt entdecken und kennen zu lernen. Wir besuchten am südlichen Ende der Hauptstraße die Bell`s Blair Whisky Distillery, die dort seit 1798 betrieben wird. Ihr Markenzeichen ist der „Blair Athol 12Year Old Single Malt“, dessen Entstehungsweg wir in einer sehr lustig und informativ gestalteten Führung kennen lernen durften. Der Guide hatte einen sehr sympathischen, schottischen Humor und konnte sich gut auf unsere deutsche Gruppe einstellen. Zum Schluss des Rundganges gab es natürlich auch eine kleine Kostprobe und der Whisky schmeckte….

 

Unsere weitere Reisestrecke führte uns in das Tal des Flusses Dee. Das anmutige Dee-Tal und seine umliegenden Berge werden von Aberdeen aus durch die A93 erschlossen, die hinter Braemar den Dee verlässt und nach Süden abzweigt. Der obere Teil des Tals des Dee wird auch als "Royal Deeside" – das königliche Dee-Tal oder Victorian Heritage Trail bezeichnet, da Queen Victoria (*1819 - †1901) diese Region als Refugium auserkor. Wir starteten in der Ortschaft Braemar, die wegen der dort jährlich am ersten Samstag im September stattfindenden Highland-Games, traditionell unter Anwesenheit der königlichen Familie, weit bekannt ist. Aber nicht die schottischen Wettkämpfe interessierten uns sondern die Außenansicht des Braemar Castle, das eine sehr eigenartige Form hat. Braemar Castle ist ein typisches Beispiel des "L Plan" - Burgenbaus zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Sternförmig zieht sich eine Ringmauer als Bastion um die Burg. Der Hauptturm der Burg ist fünf Stockwerke hoch, aus Granit erbaut und umschließt einen teilweise sichtbaren, runden Treppenturm. Das Eingangsportal und viele der Gitter vor den Fenstern sind noch original. Die Innenräume sind mit Stuckdecken und Holzpaneelen im viktorianischen Stil reich verziert; das strenge Äußere der Burg wird durch kleine Erkertürme aufgelockert (Textquelle: Wikipedia).

 

Natürlich durfte das von Queen Viktoria und ihrem Gatten Prinz Albert erbaute Balmoral Castle, die heutige Sommerresidenz der britischen Königsfamilie, nicht fehlen. Sofern sich die königliche Familie nicht im Schloss aufhält, können die weitläufigen Parkanlagen und der Ballsaal im Schloss mit Gemälden und Kunsthandwerk, sowie eine Kutschensammlung in den Nebengebäuden besichtigt werden. Wir hatten ehrlich gesagt mehr erwartet, fanden aber die Gartenanlage trotzdem sehenswert, das Anwesen ist aber für uns kein „muss“ auf einer Schottlandreise. Zum Schloss gehört ein großer Parkplatz und auf der anderen Straßenseite kann man noch die, ebenfalls von der königlichen Familie genutzte, Kapelle Crathie Kirk besichtigen. Sie liegt etwas versteckt in einer Schonung und ist aus lokalem Granit gebaut. 

 

In etwa 12km Entfernung besuchten wir außerdem noch die Old Royal Station, einen restaurierten viktorianischen Bahnhof, der als Museum fungiert und die Hundertjährige Geschichte der königlichen Verwendung bezeugt. Leider haben die Sehenswürdigkeiten sehr besucherunfreundliche Öffnungszeiten bzw. Einlasszeiten, so dass wir, obwohl wir noch vor Torschluss vor Ort waren, keinen Einlass mehr in den einzigartigen königlichen Wartesaal bekommen haben. So konnten wir uns das Gebäude leider nur von außen anschauen.

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Nach einer kurzen Fahrt auf der A93 bogen wir auf die B9119 ab und erreichten die kleine Ortschaft Tarland. Dort befindet sich der Tomnaverie Stone Circle (HS). Dieser etwa 4000 Jahre alte liegende Steinkreis befindet sich auf einem kleinen Hügel, der einen hervorragenden Blick auf die Gegend bietet. Der Kreis hatte ursprünglich einen Durchmesser von etwa 18m. Wir folgten der Straße und gelangten nach ca. 500m an den Queens View, eine schöne Panorama-Aussicht, die auch schon Königin Viktoria genoss.

 

Unsere Reiseroute führte uns weiter Richtung Westen, wo wir nach ca. 35km Fahrt nahe der Ortschaft Drumoak auf die Burg Drum Castle (NTS) stießen. Drum Castle ist eines der drei ältesten Turmhäuser Schottlands. Die Kombination aus einem quadratischen Turm (13. Jh.), einem jakobinischen Herrenhaus und die Zugabe der viktorianischen Lordschaft machen Drum Castle einzigartig unter den schottischen Burgen. Im Inneren kann der Besucher schöne Möbel, feine Gemälde und einen herrlichem Blick von den Zinnen über den Forest of Drum genießen. Um die Burg herum befinden sich ein schöner Garten mit historischen Rosen, mehreren Wanderwegen und einen Kinderspielplatz. Leider konnten wir uns die Burg nur von außen anschauen, da sie erst sehr spät (11 Uhr!) für Besucher öffnet und wir nicht so lange warten wollten.

 

Also fuhren wir weiter Richtung Küste und folgten dazu der B979 bis wir etwa 3km südlich von Stonehaven auf das Dunnottar Castle trafen. Der Reiz von Dunnottar Castle liegt vor allem in seiner malerischen Lage. Die Burgruine liegt auf einem Felsen aus rotem Sandstein in der Nordsee, der nur durch einen schmalen Pfad vom Festland aus zu erreichen ist. Das Hochplateau ist von steil abfallenden Klippen (50 m hoch) umgeben. Die heute noch erkennbaren Gebäudeteile stammen größtenteils aus dem 15. und 16. Jahrhundert, allerdings wird vermutet, dass auf ihrer Stelle bereits in grauer Vorzeit eine festungsartige Anlage stand (Textquelle: Wikipedia). Bei unserem Besuch waren wir von dieser Ruine vollauf begeistert, denn wir konnten uns frei auf dem Gelände bewegen und fast alle Ecken waren uneingeschränkt zugänglich. Dazu kam noch die fantastische Aussicht – für uns ein klares „muss“ bei einer Schottlandreise.

 

Dahingegen waren wir von der ca. 30km nördlicher liegenden Stadt Aberdeen enttäuscht. Typisch für das Stadtbild ist der silbergraue Granit aus den ehemals umliegenden Steinbrüchen. Wenn die Sonne scheint, beginnt der Glimmeranteil im Granit zu glitzern, weshalb Aberdeen auch gerne Silver City genannt wird (Textquelle: Wikipedia). Leider hatte die Stadt für uns überhaupt keinen Charme. Wir empfanden sie nur als laut und sehr nach Autoabgasen stinkend. Trotzdem schauten wir uns einige interessant wirkende Gebäude an, die jedoch ziemlich „eingequetscht“ und teilweise versteckt zwischen weniger ansehnlichen Bauwerken standen.

 

Die Innenstadt von Aberdeen lässt sich gut zu Fuß erkunden. Wir begannen unseren Rundgang am Ostende der belebten Union Street in der Castle Street. Das Castle selbst existiert nicht mehr, ältestes Gebäude ist der Turm des Toolbooth (14. Jh), ehemals Rathaus und Stadtgefängnis, heute das Sheriff Court House. Schräg gegenüber steht als Symbol des mittelalterlichen Marktrechts das mit einem weißen Einhorn geschmückte Mercat Cross. Nördlich in der King Street wurde 1816 die aus Sandstein errichtete Episkopalkirche St. Andrews geweiht. Sie ist ein Magnet vor allem für US-Touristen, denn hier liegt die Wiege der amerikanischen Episcopal Church. Wir kamen in der Castle Street an einem gewaltigen Granitgebäude mit der Aufschrift „The Archibald Simpson“ vorbei, auf dem die Figur der Ceres (Demeter) mit einem Löwen zu sehen ist. Größte Pfarrkirche Schottlands ist St. Nicholas am Back Wynd, besser bekannt als East and West Churches, die während der Reformation in zwei getrennte Kirchen geteilt wurden. Das benachbarte Shopping Centre gleichen Namens bietet reiche Auswahl und bei schlechtem Wetter die Möglichkeit, trockenen Fußes ausgiebig zu bummeln. Zurück zum Parkplatz kamen wir noch einmal durch die Broad Street, wo sich das fast 100m lange Marischal College befindet. Baubeginn der Granitanlage mit dem 72m hohem Mitchell Tower war 1837 (Textquelle: Baedeker Reiseführer Schottland; 3. Auflage 1997).

 

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