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Malchow - Klosterkirche

Wir starteten am nächsten Morgen unsere Rundtour am Westufer der Müritz in der Ortschaft Klink. Die Gemeinde Klink ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und befindet sich auf einer Landenge zwischen Müritz und Kölpinsee.

 

Dort spazierten wir durch den Schlosspark Klink mit dem dazugehörigen Schloss. Schloss Klink ist eigentlich ein Herrenhaus und Hotel und entstand 1898 im Neorenaissance-Stil. Die runden Ecktürme und Erkerausbauten erinnern zum Beispiel an die Loire Schlösser der französischen Renaissance. Das Gebäude gehörte bis 1945 der Familie von Schnitzler. Nach dem Krieg befanden sich darin die Gemeindeverwaltung und Wohnungen. Das Schloss ist in den 1970er Jahren baulich umfangreich erneuert worden und wurde zu den Zeiten der ehemaligen DDR vom FDGB-Feriendienst (FDGB = Freie Deutsche Gewerkschaftsbund) als Erholungsheim Schloss Klink genutzt. Heute ist es ein Hotel (Textquelle: Wikipedia).

 

Unseren nächsten Stopp legten wir in Malchow ein. Malchow ist eine Kleinstadt im Süden von Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

 

Auf einer Insel im Malchower See erbaut, wurde Malchow 1147 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1235 ihr Stadtrecht. 1298 wurde Alt-Malchow Standort des Nonnenklosters von Röbel. Malchow wurde eine Landstadt in Mecklenburg und war bis 1918 als Teil der Städte des Mecklenburgischen Kreises auf Landtagen vertreten.

 

Nachdem die Häuser der Insel innerhalb von nur 30 Jahren zweimal abgebrannt waren, wurde Malchow ab 1721 auf das Festland hin erweitert. Die Stadt war mit dem östlichen Ufer bis zu ihrer Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg mit einer Holzbrücke verbunden. Für die Wiederherstellung fehlte das Geld. Zwischen 1724 und 1846 gab es einen Fährdienst. Dieser wurde später durch einen Erddamm ersetzt.

 

Die Westseite war bis 1845 durch eine Holzbrücke mit dem Festland verbunden. Zwischen 1845 und 1863 wurde diese durch eine Hubbrücke ersetzt. 1863 errichteten die Einwohner eine hölzerne Drehbrücke. 2013 wurde eine komplett neue Pylonen-Dreh-Brücke in Betrieb genommen, die sich zu jeder vollen Stunde einmal dreht und somit öffnet.

Die heutige Stadt besteht somit aus drei Teilen: der Insel, dem östlichen Teil der Stadt, geprägt durch eine Klosteranlage, dem Stift der adligen Damen (1572 bis 1923) und dem westlichen Teil. Hier liegt heute der größte Teil der Stadt, wobei die Mühlenstraße und die Kirchenstraße die ältesten Straßen auf dem Festland sind.

 

Wir unternahmen in Malchow zu Fuß eine kleine Stadtbesichtigung, schauten uns die imposante Klosterkirche von außen an und machten uns dann auf den Weg am See entlang über den Erddamm bis auf die eigentliche „Insel“.  Wir hielten auf dem Marktplatz der Insel kurz am Rathaus an. Der respektable Bau stammt aus dem 19. Jh. Die Fachwerkfassade wurde aber erst 1904 vorgesetzt. Danach folgten wir der sehr engen „Langen Straße“ bis zur bereits erwähnten Drehbrücke, die wir natürlich auch in Aktion erleben wollten. Wir hatten Glück und durften zuschauen, wie sich die ca. 15 m lange Brücke mitsamt dem darauf befindenden Straßenstück drehte, um somit den Booten und kleinen Schiffen, die brav vor der Brücke warteten, eine Weiterfahrt auf der Müritz-Elde-Wasserstraße zu ermöglichen.

 

Unser nächstes Ziel war ein Aussichtsturm mit dem merkwürdigen Namen „Moorochse“, der sich im Naturschutzgebiet Nordufer Plauer See befindet. Nordufer Plauer See ist ein 631 Hektar umfassendes Naturschutzgebiet in Mecklenburg-Vorpommern zwischen den Orten Karow und Alt Schwerin. Es umfasst den nordwestlichen Bereich des Plauer Sees mit Feuchtwiesen und ehemaligen Torfstichen, den westlich anschließenden Hofsee sowie einen bewaldeten Teil nördlich der Bundesstraße 192 mit dem Samoter See und Plumsee. Das Naturschutzgebiet befindet sich somit im Naturpark Nossentiner/ Schwinzer Heide und ist nach EU-Recht als Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet (FFH= nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen) eingestuft. Der Schutzzweck besteht im Erhalt eines strukturreichen Wald-, Seen- und Moorgebietes.

 

Der Aussichtsturm Moorochse befindet sich fast direkt an der B192 auf halbem Weg zwischen Alt Schwerin und Karow. Wenn man recht langsam der Straße in der genannten Richtung folgt, erkennt man direkt an der Abzweigung zur Ortschaft „Glashütte“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Holzschild mit dem Namen „Moorochse“. Entweder parkt man sein Fahrzeug im Waldstück an der Abzweigung oder auf dem  Parkplatz des Karower Meilers und folgt dann dem ausgewiesenen Fußgängerweg.

 

Wir kamen an mehreren interessant gestalteten Informationsschildern vorbei, mit Themen rund um die Flora und Fauna des Naturschutzgebietes, und standen dann nach nur wenigen Minuten Gehzeit am Nordufer des Plauer Sees, wo sich der hölzerne Aussichtsturm „Moorochse“ befindet.

 

"Moorochse" ist übrigens die volkstümliche Bezeichnung für die Große Rohrdommel, deren Männchen im Frühjahr einen dumpfen Ruf aus dem Röhricht ertönen lassen. Dies hört sich wie das Brüllen eines Ochsen an. Der Bestand dieses Vogels ist in Deutschland stark gefährdet.

 

Vom Aussichtsturm kann man im Sommer je nach Tageszeit mit hoher Wahrscheinlichkeit Seeadler, Eisvögel, Kormorane, Haubentaucher, Lach- und Silbermöwen und verschiedene Entenarten beobachten, mit etwas Glück auch Zwerg- und Rothalstaucher, Fischadler, Rohrweihen, Rotmilane und sogar Fischotter. Sehr unwahrscheinlich - aber nicht auszuschließen - ist, dass man die Rohrdommel, in den ausgedehnten Schilfgürteln entdeckt. Bei unserem Besuch gab es vor allem auch jede Menge brütender Schwalben…

 

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