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Römische Villa Otrang - Mosaik im eventuellen Schlafraum

Der DRITTE TAG begann mit der Besichtigung der römischen Villa Otrang bei Fließem.

Die "Villa Rustica" war in damaliger Zeit (vermutlich zwischen 100 und 400 n.Ch.) ein großer, repräsentativer Wohnbau. Sie wurde mehrfach erweitert, bis sie schließlich 66 Räume und drei Badeanlagen mit mehreren Fußbodenheizungssystemen besaß. Daneben gab es einen Wirtschaftshof mit außergewöhnlich großen Ausmaßen. Zur Villa gehörten außerdem ein 400m südöstlich gelegener kleiner Tempelbezirk mit mindestens zwei Gebäuden. In der Völkerwanderungszeit um 400 n.Chr. wurde der Herrensitz aber zerstört. Auf Veranlassung des späteren Königs Friedrich Wilhelm IV. von Preußen ließ man die wiederentdeckte Ruine ab 1838 ausgraben. Die freigelegten Reste wurden in Schutzhäusern gesichert - ein frühes Beispiel für Denkmalschutz in Deutschland.

  Die Heizungsanlage und Bäder sind teilweise noch erhalten. Von den Räumlichkeiten und Prunkfassaden sind leider nur noch die Grundmauern zu sehen.
Eine Attraktion für den Besucher stellen vor allem die vier original römischen Mosaike dar, die einen ungewöhnlichen Reichtum an Ornamenten und Tierabbildungen zeigen. 

Die Villa Otrang kann zusammen mit den römischen Bauwerken  in Trier und der Klause Kastel mit einem Kombiticket besichtigt werden. Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Trier. 

 

Nach so vielen Steinen und Gebäuderesten wollten wir nun etwas „im Grünen“ erkunden und beschlossen, das als Naturdenkmal ausgewiesene "Kleine Maar“  zu suchen. Was sich als gar nicht so einfach erwies, da die Wegbeschreibung, die wir zuvor im Internet gefunden hatten, etwas irreführend und auch fehlerhaft war. Doch mit Hilfe eines ortsansässigen Mannes konnten wir es schließlich doch noch finden.

Auf der westlich der Nims gelegenen Bickendorfer Hochfläche, im Dreieck zwischen Ehlenz, Biersdorf am See und Rittersdorf, liegt eine Reihe von Flach- oder Niedermooren, deren nähere Betrachtung lohnend ist. Die in amtlichen Karten zu findende Bezeichnung dieser Feuchtgebiete als "Maar" ist jedoch irreführend, da sie, verglichen mit den bekannten Maaren der Vulkaneifel, gänzlich anderen Ursprungs sind. Die einzige Gemeinsamkeit liegt darin, dass sie allesamt auf den Anhöhen oder gar dem höchsten Punkt in der Umgebung liegen. Die Bezeichnung als "Maar" ist wohl auf den Versuch zurück zu führen, die Eifler Mundart einzudeutschen. Der Eifler verwendet den Begriff "Moar" nämlich sowohl für die bekannten Maare vulkanischen Ursprungs als auch für die vorkommenden kleinen Moore.

Unser "Kleines Maar", dessen Durchmesser etwa 15m beträgt, liegt ca. 1km südlich von Ehlenz an der K 74 von der Ortschaft Ehlenz Richtung Ließem fahrend. Auf dem Berg angekommen, führt rechts ein Weg ab, der für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr freigegeben ist. Die GPS-Koordinaten lauten: 50°1``56,9 N; 6° 28``8,5 O. Das "Kleine Maar" hat einen von Purpurweiden gesäumten Rand und ist auf drei Seiten von Mähwiesen umgeben. Interessant war es für uns zu sehen, wie manche Bäume direkt im Wasser stehend gewachsen sind.

 

Weiter führte unser Besichtigungsweg nach Rittersdorf. Dort befindet sich, schön im Tal gelegen, die vor über 700 Jahren als Festung errichtete Burg Rittersdorf.  Die Burg, umgeben mit Wasser der unmittelbar vorbeifließenden Nims, ist seit ihrer Erbauung nahezu unverfälscht erhalten geblieben und vermittelt ein eindrucksvolles Bild spätmittelalterlicher und neuzeitlicher Renaissancebau- und Wohnkultur. Heute ist die Burg Herberge eines Restaurants und eines kleinen Heimatmuseums und bildet mit ihren Türmen, Wassergräben und Sälen regelmäßig die Kulisse für große Rittermahle.

 

Als nächstes legten wir eine kleine Rast am Stausee in Bitburg ein. Der etwa 2km lange und bis zu 9m tiefe Stausee dient der Niedrigwasserregulierung, der Energiegewinnung, der Naherholung und ist zu einem beliebten Ausflugsziel sowie einem touristischen Zentrum in der Südeifel geworden. Um den See herum gibt es einen 5km langen Rundweg und viele weitere Wanderwege, die nachts zum Teil beleuchtet sind. An Sport- und Freizeitmöglichkeiten bieten sich Rudern, Paddeln, Surfen, Tretbootfahren, Inline-Skaten, Mountain-Biken, Badminton, Fahrradfahren und Angeln (Forellen) an. In der Mitte des Sees befindet sich eine große Fontäne.

 

Unser nächster kurzer Zwischenstopp war  Schloss Hamm. Das Schloss zählt als die größte der noch bewohnten Eifelburgen. Diese spätmittelalterliche Wehranlage aus dem 14. Jahrhundert bietet angeblich ganz besondere Möglichkeiten: Wer Interesse hat, kann sich in der Kapelle trauen lassen, im Rittersaal speisen, tanzen und sogar Geburtstage und Jubiläen feiern, im Innenhof einen Sektempfang geben und vieles mehr. Weiterhin lädt auch eine Ferienwohnung zum Verweilen ein.

Als wir dort ankamen sahen wir zwar ein Schild, das den Weg zur Sehenswürdigkeit anzeigt, die Auffahrt zum Schloss an sich war jedoch als privat gekennzeichnet und jeglicher Zutritt verboten. Obwohl das Schloss von außen sehr imposant aussieht, wollten wir dem Wunsch der Besitzer auf Privatsphäre Folge leisten und haben das Anwesen nicht betreten.

 

Da das Wetter an diesem Tag recht angenehm war, unternahmen wir zum Abschluss des Tages noch eine kleine Wanderung entlang dem schön gestalteten Gewässerlehrpfad Echtersbachtal in Brecht bei Bitburg. Der Echtersbach besitzt eine hervorragende Wasserqualität, bietet vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum und ist ein gutes Beispiel für ein funktionierendes Ökosystem. Entlang des fast 2km langen Waldwegs, der leider nicht als Rundwanderweg ausgelegt ist, befinden sich  zwölf Hinweistafeln, mit deren Hilfe auf anschauliche Art und Weise versucht wird, auf Besonderheiten dieses Ökosystems hinzuweisen und den Besucher für die Notwendigkeit eines schonenden Umgangs mit unseren Gewässern zu sensibilisieren. Die Informationen auf den Schildern basieren dabei auf gründlichen, vor Ort durchgeführten Untersuchungen. Wir empfanden die behandelten Themen zwar als sehr informativ aber zum Teil einfach vom Textvolumen her erschlagend und auch zu unübersichtlich gestaltet. So hatten wir eigentlich keine große Lust uns alle Tafeln gründlich durchzulesen, sondern genossen lieber die schöne Natur. Wir sahen und vor allem hörten mehrere Vögel, darunter auch Greifvögel, und entdeckten mehrere farbenprächtige Libellen.

 

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