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Desenzano del Garda - Dom Santa Maria Maddalena

Der Sonntag versprach schönes Cabriowetter und so beschlossen wir eine Tour in den Südwesten des Gardasees zu starten.

 

Wir fuhren zu allererst nach Desenzano del Garda, einer Stadt, in der man sich laut mehreren Reiseführern die Villa Romana mit ihren Mosaiken, den alten Hafen  und die Reste der alten Festung ansehen sollte.

 

Wir parkten in der Nähe der Festung „Castello di Desenzano“ und wollten sie zuerst anschauen, konnten dies aber nur von außen tun, da die Burganlage an sich erst gegen 10Uhr öffnete und wir somit viel zu früh dran waren.

 

So beschlossen wir zunächst über nett anzuschauenden Gassen zum Marktplatz zu gehen, wo an diesem Tag gerade ein Flohmarkt stattfand, so dass wir von den eigentlichen sehenswerten Gebäuden rings herum nur sehr wenig erkennen konnten. Na ja, Pech gehabt. Wir gingen weiter zum alten Hafen, der sich an der pittoresken Piazza Malvezzi befindet, wo früher die Lastkähne für den Transport der am Markt gehandelten Waren anlegten. Der Platz wird von einem antiken Bogengang umgeben, und im Zentrum steht das Monument von Angela Merici, der Gründerin des Ordens der Heiligen Ursula (Ursulinen), doch sonst waren wir eher etwas enttäuscht.

 

Nur wenig von der Piazza entfernt sind die Überreste einer Villa Romana aus dem 2.–3. Jahrhundert in der Via Scavi Romani zu besichtigen. Die antike Villa ist für ihre figurenreichen römischen Mosaikböden sowie die kunstvollen Alltagsrelikte bekannt.

 

Wir waren von der römischen Villa vollauf begeistert. Nicht nur weil wir freien Eintritt bekamen (da 1. Sonntag im Monat) und es zuvor nicht wussten, sondern auch, weil die Ausgrabungsstätte an sich wirklich gut gemacht war. Eine schöne Wegführung über Bretter-Bohlen entlang oder sogar über die sehr beeindruckenden Mosaikfußböden. Die einzelnen Abschnitte waren immer sehr gut mit Tafeln -- in mehreren Sprachen -- beschildert und erklärt, so dass alles archäologisch Interessante auch für Laien gut erkennbar und nachvollziehbar war. Wirklich beeindruckend und lohnenswert.

 

Wieder zurück bei der nun geöffneten Festung, die an diesem Sonntag ebenfalls freien Eintritt hatte, konnten wir uns nun die Innenräume anschauen und waren mehr als nur enttäuscht. Wer, so wie wir, eine mittelalterlich anmutende Burg erwartet hat, musste leider feststellen, dass diese nur noch kahle, überrestaurierte Räume aufweist, die absolut nicht sehenswert sind. Im Burghof wurde bei unserem Besuch gerade die Kulisse zu einem Musikfestival mit Tribüne und Sitzreihen aufgebaut  und so hatte die ganze Festung nur noch den traurigen Anblick einer äußerst steril wirkenden Veranstaltungslokation. Absolut nicht lohnenswert.

 

Als nächstes besichtigten wir in der Ortschaft Padenghe sul Garda die Burg von Padenghe. Wer sich darunter eine Burg im herkömmlichen Sinne vorstellt, der hat weit gefehlt. Es handelt sich nämlich um eine noch vollständig bewohnte Festung hoch oben auf einem Hügel über dem Gardasee. Der älteste Teil der Burg stammt aus dem 10., der jüngste aus dem 15. Jahrhundert. Bewohnt bedeutet, dass sich innerhalb der Festungsmauern, die frei zugänglich sind, ein Dorf bestehend aus schönen kleinen, gepflegten Häuschen mit bunten Gärten befindet. Die dort ansässigen Anwohner haben sich mit den täglichen Besucherströmen arrangiert und ihre Anwesen mit Blumen und anderen netten Details verschönert und dekoriert. Eine wirklich beeindruckende, lohnenswerte und vor allem gepflegte Festungsanlage mit tollem Panoramablick. 

 

Von hier aus ging unsere Tour weiter entlang der Uferstraße über San Felice del Benaco sehr kurvenreich – aber das macht ja gerade Spaß – in das mondäne Städtchen Salò.

 

Salò ist die größte Stadt am Westufer des Gardasees. Sie liegt in der Provinz Brescia und gehört zur italienischen Region Lombardei. Salò ist nicht nur ein Badeort, sondern auch eine vielbesuchte Einkaufsstadt. Man betritt den touristisch interessantesten Bereich der Stadt, die Fußgängerzone, mit ihren unzähligen Boutiquen, Eiscafés, Restaurants und den sehenswertesten Gebäuden über eines der beiden Stadttore, entweder dem  Torre dell’Orologio“, dem Uhrenturm, auf der einen oder dem “Porta del Carmine“, dem Karmel-Tor, auf der anderen Seite. Dazwischen befindet, sich eingebaut zwischen Wohnhäusern, der spätgotische Dom „Santa Maria Annunziata“. Der Dom gilt als die größte und bedeutendste Kirche am Gardasee, was sich von außen nicht unbedingt erkennen lässt. Im imposanten Innenraum befinden sich unter anderem ein riesiger, mit viel Gold und Stuck besetzter Altar und zahlreiche Ölgemälde, darunter der „Heilige Antonius von Padua“ des Künstlers Romanino. Lohnenswert ist auch ein kleiner Spaziergang entlang des Hafenbeckens, wo sich neben weiteren Lokalen auch der von außen sehenswerte Palazzo della Magnifica Patria / Palazzo della Podestà befindet. In diesem Palast aus dem 14. Jahrhundert befindet sich heute das Rathaus des Ortes.

 

Unseren nächsten Halt legten wir in Gardone Riviera ein. Gardone besteht aus den Ortsteilen Gardone Sotto, Gardone Sopra, Fasano Sotto und Fasano Sopra. Die Hügel, die das Dorf umschließen, sorgen für ein mildes Mikroklima, in dem sich mitteleuropäische und mediterrane Vegetation wie beispielsweise Zitruspflanzen, Zypressen und Agaven abwechseln.

 

In der Gemeinde gibt es zahlreiche Parks und Gärten, so auch der Botanische „Heller Garten“. Es handelt sich um einen botanischen Garten der etwas anderen Art. Er liegt oberhalb des Gardasees und beinhaltet neben verschiedener tropischer, mediterraner und alpenländischer Pflanzen auch jede Menge farbenfroher Kunst verschiedenster Künstler und somit auch Stilrichtungen. Dazu gehören zeitgenössische Skulpturen und überraschende szenografische Effekte. Unterschiedliche Pflanzengruppen sind über verschlungene Wege mit Winkeln, die zum Ausruhen einladen, miteinander verbunden. Dieses Pflanzen- und Ausstellungsparadies ist seit 1988 im Besitz des Wiener Künstlers André Heller.

 

Uns hat der Garten im Gesamten gut gefallen, denn er ist sehr abwechslungsreich und wir konnten immer wieder etwas Neues entdecken. Das Besondere des Gartens ist es, dass nicht die einzelnen Pflanzen oder Kunstgegenstände im Vordergrund stehen, sondern der Gesamteindruck, die komplette Atmosphäre zählt. Es ist ein Ort, an dem man wirklich Zeit zum Verweilen und Entspannen verbringen kann.

 

Die Bilder dazu findet ihr unter der Rubrik Naturbilder Garten André Heller

 

Wir schauten uns neben dem botanischen Garten auch noch eine für Kaiser Franz Josef errichtete Villa im spätklassizistischen Stil an. Die Villa Alba entstand in den ersten Jahren des 20. Jh. und lehnt sich nach dem Entwurf des deutschen Architekten Schäfer an die Akropolis in Athen an. Leider konnten wir kein Schild entdecken, das uns verriet, ob wir das Gebäude auch von innen besichtigen können, deshalb beschränkten wir uns nur auf einen Blick von der Straße aus.

 

Gegenüber der Villa, etwas versteckt in einer unzugänglichen Parkanlage direkt am Wasser gelegen, befindet sich der Turm „La Torre San Marco“ oder auch „Ex Torre Ruhland“ genannt. Er entstand angeblich in den frühen 1900er Jahren durch den Eigentümer der Villa Ruhland (jetzt Villa Alba), des deutschen industriellen Richard Langensiepen. Welchem Zweck der Turm dienen sollte, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.

 

Der letzte Abstecher an diesem Tag führte uns in die Stadt Lonato del Garda. Dort besichtigten wir den 55 m hohen, die Stadt überragenden Turm „Maestra“ aus dem Jahre 1555 von außen und fuhren anschließend zu einem weiteren beeindruckenden Bauwerk , nämlich zur Burgbefestigung von Lonato – „La Rocca“. Sie beeindruckte selbst Napoleon. Heutzutage besteht die Ruine auf dem Festungshügel vornehmlich aus weitverzweigten Mauerwerksresten und einigen Grundmauern im Inneren. Der unregelmäßige, einem Dreieck ähnelnde Grundriss ist durchschnittlich etwa 45 m breit und fast 180 m lang. Die Anlage besteht aus zwei, in unterschiedlicher Höhenlage gebauten Körpern, der sogenannten "Rocchetta" und dem etwas tieferen Teil, der als Hauptquartier bezeichnet wird (Textquelle: Wikipedia).

 

 

Die gesamte Anlage ist von beeindruckender Größe und wir hatten wirklich Spaß sie zu „erforschen“ und immer wieder neue, geheime Ecken zu entdecken. Von den begehbaren Türmen hatten wir eine tolle Rundumsicht auf die Stadt. Wirklich eine Festung nach unserem Geschmack und mit dem gewissen Flair, das man sich dort auch zu erhoffen wünscht. Sehr lohnenswert!

 

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