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São Vicente

Die erste Tour führte uns in den Norden der Insel. Heute verbindet die Schnellstraße VE-1 in einem gigantischen Tunnel die beiden Orte Ribeira Brava im Süden und São Vicente im Norden der Insel, so dass man sich die steile und zeitaufwendige Passstraße über Encumeada sparen kann.

 

São Vicente (portugiesisch für Sankt Vinzenz) ist eine Kleinstadt an der Nordküste Madeiras.

Dort schauten wir uns die erste Sehenswürdigkeit an. Die Grutas (Grotten): das sind Höhlen, die aus Lavakanälen entstanden sind und während einer Führung besichtigt werden können.

 

Die Grutas liegen am linken Flussufer von São Vicente an einem Ort, der „Pé de Passo“ genannt wird. Sie sind vulkanischen Ursprungs und setzen sich aus einer Serie von Lavatunneln zusammen, die aus einer Eruption vor mehr als 400 Tausend Jahren entstanden sind. Der Tunnelkomplex erstreckt sich über mehr als 1000 m und ist bis heute der größte dieser Art auf der Insel Madeira. Der Besucherweg hat eine Länge von 700 m und man benötigt rund 30 Minuten für eine Besichtigungstour.

 

Im Innenbereich gibt es verschiedene Arten von Lava zu sehen, wie z.B. die „Aā -Lava - auch Brockenlava genannt. Das ist eine zähflüssige basaltische Lava, die zu scharfkantigen Brocken und Klumpen erstarrt. Eine weitere Lavaform bildet wellenartige Schichten. Außerdem gibt es bei dem Rundgang Lavaanhäufungen, die man „Lavakuchen“ nennt, und den sogenannten „Wanderfelsen“ in Form eines Babyelefanten (ein Stein, der vom Lavastrom getragen wurde, bis er wegen seines Umfanges in einem der Lavatunnel steckenblieb) zu bewundern – eine beeindruckende Wanderung durch das Innere der Erde.

 

Diese Höhlenattraktion wurde um ein Vulkanologie-Zentrum erweitert. In diesem Zentrum hat man es geschafft, Bildung und Kultur auf eine unterhaltsame Weise zu vermitteln. Audiovisuelle Vorführungen demonstrieren anschaulich einen Vulkanausbruch und die „Geburt“ der Insel. Ein zweiter Film, dieses Mal in 3D-Vorführung ist bis auf tolle Landschaftsaufnahmen doch eher für Kinder geeignet. Aber im Großen und Ganzen hat uns die Ausstellung doch gut gefallen.

 

Direkt an das Vulkanzentrum schließt sich der Jardim de Plantas Indígenas an. Ein kleiner Pflanzenpark, der nahezu alle endemischen Küstengewächse der Atlantikinsel zeigt. Dieser war für uns aber eher uninteressant, da wir uns schon ausgieblig mit diesen Pflanzen beschäftigt hatten.

 

Deshalb fuhren wir auch gleich weiter zu unserem nächsten Zwischenstopp. Am Rande des Ortes, direkt am Meer, liegt ein großer Felsblock, in den die Kapelle von São Vicente (Capelinha do Calhau) hineingebaut wurde. Diese winzige Kapelle, die 1694 an der Mündung des Flusses São Vicente errichtet wurde, steht exakt an dem Ort, an dem der Heilige erschienen sein soll. Das Innere im Barockstil beherbergt einen wunderschönen Altar und an der Decke Gemälde des heiligen Vincent. Wir fanden es beeindruckend, wie dieser Basaltblock als einziges Relikt zwischen all den neuen Brückenelementen rings herum übrig geblieben ist.

 

Nun folgten wir der Straße Richtung Osten, wobei wir, soweit es uns möglich war, die alte Küstenstraße ER101 bevorzugten und nur im Notfall auf die neuen Abschnitte ER 211 und 221 auswichen. Die alte Küstenstraße führte uns im Schatten bedrohlich wirkender Felswände entlang, ehe wir oberhalb der Landzunge von Ponta Delgada vorbeifuhren und einen Aussichtspunkt erreichten. Von dort aus hatten wir einen tollen Ausblick über die Steilküste, auf das Dorf, auf die Landzunge und auf die Berghänge ringsum.

 

Wir folgten weiterhin der Küstenstraße, die uns über die Dörfer Boaventura,  Arco de São Jorge und São Jorge führte. Dabei kamen wir an diversen Aussichtspunkten vorbei, einer atemberaubender als der andere und gelangten schließlich in die Stadt Santana.

 

 

Santana ist eine Stadt an der Nordküste Madeiras. Sie ist berühmt für ihre traditionellen strohbedeckten Bauernhäuschen (Santana-Häuser), die Wahrzeichen der Insel Madeira. Früher wohnten die Bauern in diesen einfach eingerichteten, oft rot angestrichenen Häuschen. Heute stehen die meisten leer und werden nur noch als Touristenattraktion instand gehalten. Angeblich soll man sie überall in der Stadt verstreut herumstehen sehen. Angeblich….

 

Wir fuhren die Straßen rauf und runter und sahen, bis auf zwei Exemplare, umdekoriert als Touristen-Souvenirshop, keine offiziellen Häuschen. Laut unserer Reiseinformationen sollten sich die Hütten am Rathaus oder im Parque Temático do Madeira auch von innen erkunden lassen, um ein Gefühl für die ehemaligen Lebensverhältnisse der Einwohner zu bekommen. Aha na schön!

 

Den Parque Temático do Madeira, ein Themenpark, hatten wir auch gefunden und besucht. Die Anlage ist modern, aber in einer Art steril, dass es schon gruselig war. Alle "Veranstaltungsgebäude" sind in grauem Beton gehalten. Der See, auf dem man mit kleinen Ruderbooten paddeln kann, ist winzig und lieblos. Die Rundfahrt „Discovery of the Island“ mit einem fast schon als "Geisterbahn" zu bezeichnenden kleinen Boot, war ein Witz. Es gab ein paar Minuten lang schlecht gemachte bunte Motive zu sehen, die die Geschichte Madeiras zeigen sollen aber ansonsten keinerlei Informationen boten.

 

Es folgte ein weiterer Pavillon, dieses Mal beinhaltete er eine Ausstellung mit Figuren und Bildern, die etwas besser gestaltet war. Dann gab es noch eine alte Mühle (oder zumindest ein Mühlhaus) zu sehen. Ein einziges im alten Stil errichtetes Haus (wenn auch nicht in den traditionellen Farben gehalten) nebst einem dazugehörigen Küchenhaus zeigten dann auch ein wenig von der alten Lebensweise. 

 

Außerdem standen ein paar kleine Häuschen am Wegesrand - im Inneren jeweils kleine Ausstellungen über typische Handwerksberufe. Dazu noch zwei Santana-Häuser in Mini-Format, abgesperrt und von Innen nicht zu betrachten. Ein Restaurant und ein Kinderspielplatz und das war's schon. Die restlichen Gebäude waren außer Betrieb.

 

Selbst für Kinder musste das Programm schon nach einer halben Stunde extrem langweilig werden. Auf dem Weg durch den Park wurden wir von, in nachgemachten Steinen, versteckten Lautsprechern mit traditioneller (???) madeirensischer Musik beschallt.

Insgesamt eine recht traurige Veranstaltung, die man für 10 Euro Eintritt wirklich niemandem zumuten möchte.

 

Etwas enttäuscht, die berühmten Häuschen nicht wirklich gesehen zu haben, fuhren wir weiter nach Faial. Faial ist eine Gemeinde an der Nordküste Madeiras im Kreis Santana und liegt am Fuße des 590m hohen, zum Meer hin steil abfallenden Penha de Águia, zu Deutsch dem Adlerfelsen. Von einem  Aussichtspunkt an einem alten Fort, dem „Miradouro Fortim do Faial“ aus hatten wir dann auch einen schönen Blick auf diesen gigantischen Felsen, der uns eigentlich den ganzen Urlaub über begleitete, denn schon auf unseren Wanderungen bekamen wir ihn zu sehen.

 

Damit war unser Ausflugspaket für diesen Tag beendet und wir fuhren auf direktestem Weg wieder zurück nach Funchal.

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