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Fahrt von Mustafapaşa zum Soğanlı-Tal

Der nächste Stopp auf unserer Rundreise war im Freilichtmuseum von Göreme in Göreme. Die besondere Geologie der Region hat die Entwicklung einer Felsenarchitektur ermöglicht, bei der die Formen von Gebäuden durch Aushöhlung aus dem Tuffstein reproduziert wurden. Im Görene Freilichtmuseum handelt es sich dabei um Kirchen und Kapellen – zu besichtigen sind hier einige der schönsten Felskirchen Kappadokiens. In den Felsen der Umgebung kann man zudem Räumlichkeiten entdecken, die den Mönchen als Scheunen, Ställe für Ziegen und Schafe, Refektorien und Klosterzellen dienten. Die heutigen Bezeichnungen der Kirchen entspringen größtenteils dem einfachen Wortschatz der hier später ansässig gewordenen türkischen Bauern, die die Kirchen nach ganz simplen Kriterien unterschieden:

 

es gibt ein Nonnenkonvent, eine St. Basilius Kapelle, eine Apfelkirche, die Barbarakirche, eine Schlangenkirche und ein Refektorium. Für die „Dunkle Kirche“ muss noch einmal separat Eintritt bezahlt werden. Daneben gib es noch die „Kirche mit dem Bauernschuh“ und mehrere kleinere Kapellen, z.T. mit vielen Grabnischen. Außerhalb des Geländes befindet sich die „Kirche mit der Schnalle“, welche aber nur selten für Touristen zugänglich ist, da sie momentan restauriert wird (Textquelle: Michael Müller Verlag – Türkei; Bussmann und Tröger; 3. Auflage 2009).

 

Bei schönem Wetter ist dieses Freilichtmuseum sicherlich ein Ort, an dem man sich mehrere Stunden lang aufhalten und immer wieder etwas Neues entdecken kann. Doch wir hatten wirklich Pech, denn es goss wie aus Eimern, so dass wir im Laufschritt von einer Kapelle zur nächsten liefen, um nicht total durchnässt zu werden. Somit hatten wir kaum ein Auge für die herrlich erhaltenen Bilder, Fresken und anderen Besonderheiten der Kirchen. Im Inneren der Kirchen herrschte absolutes Fotografier-Verbot und das nasse Außengelände lud auch nicht wirklich zum Fotografieren ein. Somit haben wir von diesem doch recht beeindruckenden Gelände nur wenige Aufnahmen, die wir euch zeigen können.

 

Am späten Nachmittag stand noch für interessierte Urlauber eine besondere Veranstaltung auf dem Plan, der wir auch gerne beiwohnten: Vuslat sema! Sema ist dabei ein Teil des traditionellen Glaubens der „Türkischen Geschichte“. Es entstand und entwickelte sich durch die Erleuchtung von Hz. Mevlana. Wir besuchten also einen Mevlevi-Gottesdienst, bei dem man auch die sakrale Gebetszeremonie der Drehenden Derwische zu sehen bekommt. Begleitet werden die Derwische von einer Musikgruppe bestehend aus einem Flötenspieler, einem Trommelspieler und einem Saiteninstrument (Kastenzither). Diese Musikgruppe spielt und singt während der Sema-Zeremonie die Werke des Melevi-Komponisten. Die Zeremonie besteht aus sieben Teilen und jeder Teil hat seine eigene Bedeutung…

 

Der Tag endete mit einem türkischen Abend, bei dem wir Besucher traditionelle Bauchtänzerinnen, eine türkische Hochzeitszeremonie und andere Volkstänze zu sehen bekamen. Natürlich durften auch türkische Getränke nicht fehlen….

 

 

Der nächste Morgen begann mit einem Besuch bei einer türkischen Teppichmanufaktur in Ortahisar, bei der wir bei der Herstellung der Teppiche, d.h. beim Knüpfvorgang, zusehen durften und auch einiges über die verschiedenen Wollsorten und Qualitätsmerkmale echter Teppiche lernten. Natürlich durften anschließend auch Teppiche erworben werden.

 

Danach fuhren wir zu einem Aussichtsplatz hoch über der Stadt Ortahisar, von dem aus wir einen tollen Blick auf die Altstadt werfen konnten. Hervorragendes Merkmal und Hauptattraktion des Ortes ist der etwa 90 m hohe Burgfelsen. Er ist in der für die Region Kappadokien typischen Art von Höhlen und Gängen durchzogen, die der Bevölkerung in byzantinischer Zeit als Schutz vor Angreifern dienten.

 

Weiter fuhren wir nach Uçhisar. Der Ort hat über 1000 Einwohner und wird ebenfalls von einem 60m hohen Burgfelsen dominiert, der weithin sichtbar ist. Dieser Felsen ist durchzogen von zahlreichen unterirdischen Gängen und Räumen, die heute größtenteils zugeschüttet oder unpassierbar sind. Sie dienten als Wohnräume, in byzantinischer Zeit auch als Kloster. Ursprünglich lebten im Burgfelsen selbst etwa 1000 Menschen, heute ist dieser unbewohnt. Ortsbildprägend sind auch die aus Tuffstein bestehenden Feenkamine. Von Uçhisar aus kann man in das Taubental (Güverçin Vadisi) schauen oder es auch durchwandern. Wir besichtigten außerdem noch eine inzwischen nicht mehr bewohnte aber immer noch komplett eingerichtete und ausgestattete Höhlenwohnung. Der recht lustige Besitzer lädt gerne Gäste in sein ehemaliges Zuhause ein, serviert Tee und freut sich dabei über eine kleine Spende…

 

Anschließend stand noch ein Besuch bei einer Töpferei in der Ortschaft Avanos auf dem Plan, dem wir aber nicht beiwohnten.

 

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