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Blick über den Fluß Our in Vianden auf das Schloss Vianden

Unser erstes Ziel am VIERTEN TAG waren eine Burgruine und ein bewohntes Vogthaus in Bettingen. Auf dem Weg dorthin sahen wir, wie schon zuvor versprochen, wieder ein freilebendes Tier. Dieses Mal rannte vor uns ein Fuchs, mit Beute im Maul, über die Straße. Schön, so etwas sieht man auch nicht alle Tage.  Die Fahrt zur Burgruine gestaltete sich dann auch etwas schwieriger als zuerst gedacht denn die letzten Meter auf der Burgstraße waren extrem steil und eng. Gut, dass uns da kein anderes Fahrzeug entgegen kam.

  Die restaurierte Burgruine und das bewohntes Vogthaus in der Burgstraße 25 wurden wahrscheinlich von den Herren von Falkenstein erbaut.  Die ganze Anlage galt als ein burgartiges Oppidum (so bezeichneten die Römer bedeutende befestigte Siedlungen) mit Türmen und verstärkter Ringmauer, der Ursprung des heutigen Ortes Bettingen. Wir besichtigten die Ruine und bewunderten die darin perfekt integrierten modernen Wohnhäuser.

 

Das nächste Ziel an diesem Tag war das Schloss Kewenig in Körperich. Auf einem älteren Foto, das wir zuvor im Internet gefunden hatten, war ein schön gepflegtes Schloss zu sehen, das im 18. Jahrhundert auf den Grundmauern einer früheren Wasserburg errichtet wurde. Vor dem Gebäude befand sich damals ein sehenswerter Garten.  Heute ist es ein verfallenes, leer stehendes Gebäude mit einer wüsten Unkrautfläche davor. Am Zaun hängt ein Schild „videoüberwacht security“ aber wir vermuten, dass diese Warnung auch schon der Vergangenheit angehört, denn das ganze Gelände ringsherum sieht ziemlich verdreckt, verlassen und „vergessen“ aus. Das Bauwerk selbst wirkt durch seine Türme, die den Eingangsblock umschließen, noch immer sehr robust. Trotz des abbröckelnden Putzes und der mit Brettern vernagelten, ehemals sehr schönen und großen Fenster, lässt sich mit ein bisschen Fantasie immer noch das  damals als Villa anmutende Schloss erkennen. Schade nur, dass die angrenzenden Wirtschaftsgebäude ebenfalls total heruntergekommen sind. Dort klaffen große Löcher in den Wänden und die Dächer sind teilweise komplett abgedeckt.

 

Ein wenig enttäuscht fuhren wir weiter Richtung Luxemburg, um auch dort gleich wieder etwas Pech zu haben, denn die geplante Besichtigung des Pumpspeicherwerkes in Vianden musste ab diesem Montag wegen Bauarbeiten leider ausfallen. Das Pumpspeicherwerk ist das größte seiner Art in Europa und wird zurzeit noch um eine zusätzliche Turbine erweitert d.h. die Zufahrtsstraße und das Besucherzentrum der SEO (Société Electrique de l'Our) waren für Besucher gesperrt. Aber nichts destotrotz konnten wir die große Staumauer und einen Teil des Stausees doch noch besichtigen.


Der Stausee ist 8km lang und umfasst mehr als 6 Mio. m³ Wasser. Er reicht von der Ourtalsperre bei Vianden bis nach Stolzemburg. Während der Nacht wird mit billigem Nachtstrom das Wasser des Stausees in zwei Oberbecken gepumpt, die in 509m Höhe auf der Spitze des Nikolausberges liegen. Während des Bedarfs an Spitzenstrom fließt das Wasser auf zehn Maschinengruppen, die je eine Turbine, einen Motor-Generator und eine Pumpe begreifen. Sie produzieren hochwertigen Spitzenstrom.
Nun soll mit den gerade stattfindenden Umbauten in absehbarer Zeit der Ringdamm um das Oberbecken aufgestockt und damit die Speicherkapazität um 500 000 m³ vergrößert werden. Im Nikolausberg entsteht eine neue Kaverne mit einer Pumpturbine von 200 MW Leistung (Maschine Nr. 11). Die Bauarbeiten laufen bis Ende 2012. Statt 6,8 Mio. m³ Wasser werden zukünftig dann 7,3 Mio. zwischen Unter- und Oberbecken pendeln.

 

Nachdem wir uns die Staumauer angesehen hatten wollten wir noch etwas mehr von der Stadt sehen und beschlossen deshalb mit einem Sessellift, dem einzigen Sessellift Luxemburgs, einen Berg zu erklimmen und von oben, in einer Höhe von 440m, das herrliche Panorama des Ourtals zu genießen. Von der Plattform aus hatten wir dann auch schon eine tolle Sicht auf unser nächstes Ziel, das Schloss Vianden, teilweise auch Burg Vianden genannt.

 

Die Burg Vianden wurde vom 11. bis 14. Jahrhundert auf den Fundamenten eines römischen Kastells und eines karolingischen Refugiums gebaut. Geprägt von den Hohenstaufen, handelt es sich bei dem Schlosspalast um eine der größten und schönsten feudalen Residenzen der romanischen und gotischen Zeit in Europa.

Die Kapelle, der kleine Palas und die bemerkenswertesten Räume des Schlosses, wurden gegen Ende des 12. und während der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert gebaut. Der Jülicher Bau (der heute nicht mehr existiert) westlich des Großen Palastes,  ging auf den Anfang des 14. Jahrhunderts zurück, der Nassauer Bau wurde erst Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet. 1820, unter der Herrschaft von König Wilhelm I der Niederlande, Prinz von Oranien-Nassau, Graf von Vianden, führte der Verkauf des Schlosses, und die anschließende Zerlegung in seine Einzelteile, zum Ruinenzustand.
Im Jahre 1890 fiel das Schloss an Großherzog Adolf, der älteren Linie des Hauses Nassau, und blieb im Besitz der großherzoglichen Familie. Nach der Übernahme der Burg in Staatsbesitz im Jahre 1977 wurde sie entsprechend ihrer ehemaligen Pracht restauriert und zählt heute zu den bedeutendsten Baudenkmälern Europas.

    Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Les Amis du Château de Vianden.

 

Wir hatten für diesen Tag noch weitere Schlösser bzw. Burgen geplant und so führte uns unser Navigationsgerät zur Ortsgemeinde Prümzurlay, wo auf einem vorspringenden, steil abfallenden Sandsteinfelsen die Anlage der im Jahr 1337 erstmals erwähnten Ruine Prümerburg liegen sollte. 1658 brannte die Burg teilweise ab. Nach erfolgten Sicherungs- und Sanierungsarbeiten sind heute der fünfeckige Bergfried, Teile des Palas und ein Keller erhalten geblieben. So lauteten jedenfalls unsere Informationen und dazu hatten wir auch noch ein Foto im Internet gefunden.

Doch auf dem beschriebenen Berg angekommen, gab es weit und breit weder die  Ruine selbst, noch ein Wegweiser zu ihr, zu finden. Den einzigen Hinweis, dass wir eigentlich richtig sein mussten, gab uns ein Schild, das den Ortsteil Prümerburg anzeigte. Also machten wir uns zu Fuß auf den Weg, die Gegend an der Felswand zu erkunden. Doch leider hatten wir uns zuerst in der Richtung vertan und landeten auf einer Aussichtsplateau mit dem Namen „Prümtal-Blick“, die von mächtigen, imposanten Felsen umgeben ist und von der aus wir einen wunderschönen Blick ins Tal hatten. Aber von der Ruine selbst fehlte weiterhin jegliche Spur. Also beschlossen wir doch noch einmal in die andere Richtung zu laufen, um dort in einer kleinen Siedlung nach dem richtigen Weg zu fragen. Nachdem wir endlich die richtige Wegbeschreibung herausgefunden hatten, wunderten wir uns überhaupt nicht mehr, warum wir die Ruine nicht finden konnten. Wie auch, wenn der Hauptzugangsweg und die dazugehörigen Wegweiser durch Baustellenfahrzeugen und Baumaterial zugestellt sind? Toll, wir haben auch wieder ein Glück! Doch zu guter Letzt konnten wir doch noch quer über die Baustelle klettern und zur Ruine gelangen. Gut, dass wir die Suche nicht vorzeitig beendet hatten, denn ein Besuch der Ruine Prümerburg ist wirklich lohnenswert.

 

Auf dem Weg zurück in unsere Ferienwohnung hielten wir noch an dem Schloss Niederweis in Niederweis an. Das Schloss wurde 1751 für Franz Eduard Anton Baron von der Heyden erbaut. Von der dreiflügeligen Anlage sind heute nur noch zwei Flügel erhalten.
Im Zuge der Restaurierungsarbeiten wurden bereits 1984 im Vorgelände des Schlosses neue Wege angelegt, die alte Einfriedungsmauer saniert und die Außenfassade Instand gesetzt. Heute bietet Schloss Niederweis ein stilvolles Ambiente für Veranstaltungen und standesamtliche Trauungen. In der rustikalen Zehntscheune findet ein Restaurant seinen Platz und bietet auch für kleinere Familienfeiern, Taufen oder Geburtstage eine gemütliche Umgebung. Insgesamt stehen den Gästen 120 Sitzplätze zur Verfügung, davon 30 auf einer Galerie.

  Doch als wir dort ankamen, war von dem beschriebenen Schloss und Restaurant nichts zu besichtigen. Die Tore zur Schlossanlage waren verschlossen und im Schaukasten des Restaurants hing noch das „Aprilmenü“. April? Wir haben Mitte Juni! Sehr merkwürdig, da im Innenhof mehrere, für Gäste dekorierte, Tische zu sehen waren. Wir vermuten, dass an diesem Tag das Anwesen für eine geschlossene Gesellschaft reserviert war, denn einige Tage später kamen wir noch einmal zufällig am Schloss vorbei und da waren  zumindest die zuvor geschlossenen Tore weit geöffnet. Aber wir hatten dann doch keine Lust mehr auf einen weiteren Besuch.  Also warfen wir nur einen kurzen Blick auf das Gelände und machten uns daraufhin gleich wieder auf den Weg.

 

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