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Kaffeehaus Riquet und Speck`s Hof

Als nächstes gelangten wir zum Museum „Zum Arabischen Coffe Baum“. Dieses weltweit älteste erhaltene Kaffeehaus wurde bereits um 1500 erbaut, aber erst 1694 gegründet. Ab 1718 durfte der kurfürstlich-sächsische Hofchocoladier das erste Mal Kaffee ausschenken. Es war das Stammlokal berühmter Persönlichkeiten wie Goethe, Lessing, Liszt, Wagner, Schumann, Gellert, Napoleon, usw. Heute gibt es dort neben einem Café auch ein Restaurant. In der dritten Etage wird das Museum „Zum Arabischen Coffe Baum" beherbergt und lässt die 300-jährige Kaffee-Kulturgeschichte wieder aufleben. Vor dem Café befindet sich der Lipsia-Brunnen von Max Lange aus dem Jahr 1913.

Von diesem Platz aus überquerten wir abermals den Markt und machten uns auf den Weg zu einem zweiten, interessant ausschauenden Kaffeehaus, dem Kaffeehaus Riquet. Das 1908/09 im Auftrag der Firma Riquet & Co vom Architekten Paul Lange errichtete Geschäftshaus gehörte seinerzeit mit zu den modernsten und zweifellos originellsten Neubauten Leipzigs.
Die bis ins Jahr 1745 zurückreichende Handelstradition der Firma Riquet mit Ostasien und dem Orient setzte der Architekt auf einfallsreiche Weise um. Das doppelstöckig geschweifte Dachtürmchen entlehnte er der klassischen chinesischen Baukunst. Brüstungen, Pfeiler, Hauptgesims und Rundgiebel sind mit wunderschönen farbigen Mosaiken in Jugendstilmanier geschmückt. Zwei die Eingangstür zum Kaffeehaus flankierende, kupfergetriebene Elefantenköpfe stellen das Markenzeichen der Firma Riquet dar.  Nach der Restauration ist auch der denkmalgeschützte Innenraum des Eckladens in voller Schönheit wiedererstanden.

Nach dem Kaffeehaus gelangten wir zur Nikolaikirche. Sie ist neben der Thomaskirche die bekannteste Kirche Leipzigs, denn sie war zentraler Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in der DDR im Herbst 1989 mit anschließendem Mauerfall in Berlin und der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990. Die Umgestaltung und Ausstattung des Innenraumes der Nikolaikirche ist eine bedeutende Schöpfung des Klassizismus.

Die Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai wurde ab 1165 nach der Verleihung des Stadt- und Marktrechtes an Leipzig im romanischen Stil erbaut. An der Westseite der Kirche ist der romanische Ursprung bis heute sichtbar. Im 15. und 16. Jahrhundert erfolgten Erweiterungen und der vollständige Umbau zur dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche.  Im Zuge der Aufklärung und Revolutionsarchitektur wurde der Innenraum der Kirche zwischen 1784 und 1797 nach dem Ideal der Urhütte (Bäume = Säulen, Blätterdach, usw.) umgestaltet. Darauf weist auch die 1999 errichtete Palmsäule (Nikolaisäule oder auch Friedenssäule genannt) vor der Kirche hin. Die Nikolaisäule erinnert an die montäglichen Friedensgebete mit den anschließenden Demonstrationen des Herbstes 1989. Dem Kirchhof angeschlossen sind noch die Alte Nikolaischule und das Gebäude des Nikolai-Ecks, welches die Diakonie und eine Begegnungsstätte für behinderte Menschen beinhaltet.

 

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