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Ischia Porto - Hafeneinfahrt

Den kommenden Tag verbrachten wir auf der Insel Ischia. Dazu wurden wir wieder früh am Morgen mit dem Bus zum Hafen nach Neapel gebracht, um von dort aus in etwa 1,5Std. mit einer Autofähre zur Insel am Nordbogen des Golfs von Neapel geschippert zu werden.

 

Ischia ist vulkanischen Ursprungs und mit 46 km² die größte Insel im Golf von Neapel. Die höchste Erhebung ist der Monte Epomeo mit 789 m. Die Insel zählt, laut mehreren Informationsseiten im Internet, mit zu den beliebtesten Urlaubsorten vieler deutscher Touristen - darunter auch etliche Stammgäste. So erfuhren wir auch, dass die Insel angeblich einiges zu bieten hat: Lange Sandstrände, exotische Thermalgärten und Wanderwege mit atemberaubenden Panoramen, alles, was eben viele Bade- und Wellnessurlauber anzieht. Das machte uns neugierig, die Insel einmal selbst kennen zu lernen.

 

Schon während der Fährfahrt hatten wir einige schöne Ausblicke auf die Küstenlinie und das Meer. So sahen wir zuerst den Hafen Neapels und auf dem Hügel im Hintergrund entdeckten wir das Castel Sant’Elmo und das Kloster „Certosa di San Martino“, die wir schon vom Vortag her kannten.

Bald darauf kamen wir an dem westlichen Teil der Phlegräischen Halbinsel, am Capo di Miseno (Kap Miseno) vorbei, und erkannten dort im gleichnamigen Ort „Capo Miseno“ einen weißen Leuchtturm. Nachdem wir das Festland endgültig verlassen hatten, konnten wir auf der recht kurzen Meeresstrecke Möwen beobachten, die erwartungsvoll über der Fähre kreisten. Kein Wunder, wenn sie auch ständig von den Passagieren gefüttert werden… Nach einer kurzen Fahrzeit passierten wir die Insel Procida und bald darauf konnten wir schon den ersten Blick auf unser Ziel, die Insel Ischia werfen. Besser gesagt auf die kleine Felseninsel an der Ostseite der Insel, auf der sich das Castello Aragonese, befindet. Die Felseninsel ist durch eine gemauerte, 200 Meter lange Brücke mit dem alten Ort Borgo di Celsa verbunden, der heute mit der Festung dem Ortsteil Ponte der Gemeinde Ischia angehört.

 

In Ischia Porto, einem natürlichen, fast kreisrunden Hafen angekommen, gingen alle Besucher an Land. Diesen ehemals geschlossenen Kratersee ließ Ferdinand II von Bourbon 1854 zum Meer hin durchstechen und sicherte so der Insel einen großen windgeschützten Hafen, der von Fähren und Schnellbooten angelaufen werden kann und dem Ort den Namen "Porto" gab. 

 

Am rechten Ufer "Riva Destra" unmittelbar an den Liegeplätzen vieler Yachten hat sich mit einer bunten Reihe von Restaurants und American Bars eine hübsche Vergnügungsmeile entwickelt. Entlang der Fußgängerzone entdeckt man charmante Hotels, reizvolle Gärten und zahlreiche Geschäfte und namhafte Boutiquen, bevor man die Altstadt erreicht: Ischia Ponte, einst Borgo di Celsa genannt. Der Ortsteil "Ponte" ist mit seinen kleinen Gassen, den alten Häusern, vielen kleinen Läden, Kunstgalerien, dem Meeresmuseum und den für Ischia wichtigen Kirchen ein eher beschaulicher Ort.

Wir schlenderten vom Hafen aus in Richtung Osten und kamen über die „Corso Vittoria Colonna“ zur Kirche „Santa Maria delle Grazie e delle Anime del Purgatorio“, die wir uns aber nur von außen anschauten. Ein kurzer Fußmarsch mit unserer Reiseleiterin, die selbst auf Ischia heimisch geworden ist, führte uns zu einem großen Parkplatz, an dem schon ein kleinerer Bus für eine Inselrundfahrt auf uns wartete.

 

Mit dem Bus fuhren wir von Ischia Porto aus entlang der grünen Nordküste. Wir kamen über die Ortschaft Casamicciola mit den wohl meisten Thermalquellen der Insel und fuhren dann weiter Richtung Westen. Ganz im Westen angekommen, lernten wir die ehemalige Künstlerenklave Forio kennen. Forio ist die größte Gemeinde auf Ischia und nimmt die gesamte Westküste der Insel ein. Zum Ort gehören sowohl die Ortsteile San Francesco und Citara, wo sich die beiden gleichnamige Strände befinden, als auch Cuotto und Panza, das ländliche Weinbauerndörfchen im Südwesten. Das Ortszentrum wird geprägt von seinen maurischen Bauelementen, Innenhöfen voller Blumen, den vielen Kirchen und Türmen und malerischen, engen sowie verwinkelten Gassen. Auch von diesen angeblich sehenswerten Flecken bekamen wir, außer einem kurzen Blick aus dem Busfenster, weiter nichts zu sehen. Stattdessen legten wir in einem sehr abgelegenen Lokal -- ohne den zuvor beschriebenen charakteristischen Charme der Ortschaften --  unsere erste längere, total unnütze und vor allem extrem langweilige Pause ein. Den Sinn dieses Zwischenstopps konnten wir uns nicht so ganz erschließen, da wir bereits erfahren hatten, dass wir in der nächsten Gemeinde nochmals eine längere Pause hätten…

 

So ging unsere Fahrt endlich weiter nach Serrara Fontana / Sant Angelo`, wo wir nun noch einmal ca. 1 Std  Aufenthalt hatten. 

 

Die Doppelgemeinde befindet sich auf der Südseite der Insel und ist mit Ausnahme von dem Fischerdorf Sant`Angelo, das eingemeindet wurde, vom Tourismus weitestgehend unberührt geblieben. Der Ortsteil Fontana liegt auf 440m über dem Meeresspiegel und ist mit dieser Höhe die höchst gelegene Gemeinde der Insel.

 

Am Südzipfel der Insel, direkt am Meer, liegt der Fischerort Sant`Angelo, der den meisten Deutschen wohl dadurch bekannt geworden ist, das dort die Bundeskanzlerin Angela Merkel oft ihren Urlaub verbringt. Sant`Angelo ist eine autofreie Zone, hier dürfen nur Elektrokarren mit einer speziellen Genehmigung verkehren. Wir hatten in diesem kleinen Nest, wie bereits erwähnt, nun eine einstündige Pause und besuchten die malerische, gepflegte Piazza direkt am kleinen Hafen, die tatsächlich eine idyllische südländische Atmosphäre verbreitet. Von dort aus konnten wir gut das Treiben der kleinen Boote und Luxusjachten beobachten. Viel mehr gab es allerdingt nicht zu entdecken und so verbrachten wir die meiste unserer noch totzuschlagenden Zeit in einem Café.   

 

Die Inselrundfahrt führte uns anschließend weiter nach Barano d’Ischia, von wo aus wir noch einmal einen Abstecher nach Lacco Ameno in den Norden der Insel machten. Lacco Ameno ist die kleinste und die wohl am dichtesten besiedelte Gemeinde auf Ischia. Diese kleine Ortschaft wird als eine der Perlen der Insel genannt, da sie in sich die wichtigsten Ausgrabungen, die luxuriösesten Hotels, einen reizvollen Stadtkern und schöne Strände vereint -- so zumindest die Beschreibung im Internet. Ob das nun wirklich zutrifft, konnten wir nicht beurteilen, da wir von all dem wieder einmal so gut wie nichts zu Gesicht bekamen…

 

Nun war es nicht mehr weit bis zu unserem Ausgangsort in Ischia Porto. Von dort aus brachte uns eine Fähre wieder zurück zum Festland. Von diesem Ausflugstag waren wir beide sehr enttäuscht, da wir zwar einen vollen Tag auf der Insel verbrachten, aber trotzdem dabei immer das Gefühl hatten, die wirklich schönen Ecken gar nicht zu Gesicht bekommen zu haben. Wenn wir die Insel nur nach den Eindrücken von unserem Besuch beurteilen sollten, müssten wir eher sagen, dass sie sich für unseren Geschmack her absolut nicht für einen längeren Urlaub eignet. Das, was wir dort gesehen und erlebt  haben, hat uns definitiv nicht davon überzeugt noch einmal hinzureisen. 

 

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