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Monte Baldo - Blick auf Gardasee

Der Montag startete mit Sonnenschein und guter Fernsicht, deshalb nutzten wir die Chance den Monte Baldo, ein zwischen Gardasee und Etsch gelegener, etwa 30 Kilometer langer Bergrücken, der zum Gebirgszug der Gardaseeberge zählt, zu erkunden.

 

Als Aufstiegsmöglichkeit wählten wir eine bequeme Seilbahn, deren Talstation sich in Malcesine am Ostufer des Gardasees befindet. Die Bergfahrten von der Talstation Malcesine beginnen um 08:00 Uhr und zu dieser Uhrzeit sollte man, wenn man dem allgemeinen Menschenauflauf entkommen möchte, auch schon vor Ort sein. Denn je später am Tag, desto länger werden die Warteschlangen vor den Gondeln, so dass man schon einmal gut und gerne mehrere Stunden anstehen darf.

 

Wir waren unter den ersten Passagieren des Tages und mussten uns trotzdem schon wie in einer Sardinenbüchse in den Gondeln zusammenpferchen lassen. Bis zur Mittelstation passen angeblich 45 Personen in eine Gondel und nachdem wir dort in eine größere Gondel Richtung Gipfelstation wechseln mussten, durften wir uns den Platz mit über 80 Personen teilen…. Nicht gerade angenehm, aber zum Trost, die späteren Fahrten wurden noch voller.

 

In der Gipfelstation auf 1760m Höhe angekommen, mussten wir uns erst einmal unsere mitgebrachten Windjacken überziehen, da es zum einen um mehrere Grade kühler war als an der Talstation und zum anderen ein kräftiger Wind wehte. Dann machten wir uns zu Fuß in nördlicher Richtung auf, da es dort einen sehr schönen Aussichtsplatz mit herrlichem Panoramablick auf den See gibt. Außerdem konnten wir von dort oben aus auch das uns bereits bekannte Hotel „Albergo Rifugio Graziani“ auf der anderen Bergseite erkennen, wo wir ein paar Tage zuvor mit unserem Cabrio unterwegs waren.

 

Bei schönem Wetter ist der Monte Baldo wirklich ein lohnenswerter Ausflug und bei unserer Talfahrt mit der Seilbahn durften wir auch endlich den Komfort des 360° Blickes aus der sich um die eigenen Achse drehenden Gondel genießen, der uns wegen der hoffnungslosen Überfüllung am Morgen verwehrt blieb.

 

Den Nachmittag verbrachten wir in der Ortschaft San Martino di Arco, von wo aus wir eine kurze (ca. 5,4km), aber durchaus schöne Wanderung zu den berühmten Steinbrüchen und prähistorischen Rizzeichnungen in einer Felswand unternahmen.

 

Wir begannen unsere Wanderung in San Martino nahe beim alten Ortszentrum, wo wir uns zunächst ein altes steinernes Waschhaus und einen mit einer Uhr bestückten Torbogen anschauten. Danach verließen wir den Ort und unser Weg führte uns entlang eines Olivenhaines bergauf. Bei einer kleinen Kapelle, der „Chiesa di San Martino“ legten wir noch einmal einen kleinen Besichtigungsstopp ein. Die Kirche liegt idyllisch über dem Sarcatal. Unser Weg führte uns weiter bergauf über die bewaldete Westflanke „Prato del Corno” des Monte Stivo. Schon von weitem konnten wir die berühmten Kletterwände "Falesia Policromuro“ mit den darin herumkletternden Personen erkennen.

 

 Unmittelbar hinter einer Infotafel begann ein grob gepflasterter Weg in nordöstlicher Richtung (Wegweiser „668 Troiana, Monte Stivo“). Wir wanderten den Weg entlang auf die Felswände zu. Warnschilder wiesen auf die Steinschlaggefahr hin, die durch die zahlreichen Kletterer drohte. Der Weg führte unterhalb der Felswände in einem weiten Bogen nach Osten bergauf. Er war von Busch- und Buchenwald umgeben, der ab und an den Blick auf die Felsen freigab. Etwa nach 10min stetigem bergauf wies uns ein Schild nach links auf den „Sentiero Naturalistico“, unseren weiteren Wanderweg. Wir folgten dem Schild und standen nach wenigen Metern am Südrand eines stillgelegten Kalksteinbruchs. Ein Pfad führte unter den ausgehöhlten Felswänden hindurch bis er uns nach ca. 200m am Nordende wieder ans Tageslicht brachte.

 

Dem Weg weiter folgend ging es nun über einige steinige Stufen bergauf bis zu einem weiteren, kleinerer Steinbruch. Von dort oben bot sich uns ein schöner Blick hinab in den Wald Bosco Caproni am Fuß der Felswände unter uns. Im Süden lagen der Monte Brione und der Gardasee. Nach diesem Steinbruch führte der Weg eben und schattig durch dichten Wald. Wir folgten weiter der Beschilderung „Percorso Naturalistico“. Der Weg erreichte bald nach einem Abzweig einen weiteren Kalksteinbruch auf der linken Seite, der vor einem großen Haus, bzw. einer Ruine im Wald, endete. Hier gabelte sich der Weg erneut. Wir folgten dem Schild „Dosso Grande/Dro“ nach rechts und liefen erst ein Stück bergab, dann wieder bergauf durch dichten Wald. An einer Gabelung folgten wir wieder dem „Percorso Naturalistico“ nach rechts. Nach etwa 5 Min. erreichten wir eine weitere Kreuzung an einem Holzgatter, das wir durchquerten und ab nun  in östlicher Richtung weiter auf einem betonierten Weg durch Laubmischwald bergauf wanderten. Der Weg mündete in die Fahrstraße nach Pianaura. Dieser Straße folgten wir und nach etwa 100 m erblickten wir zur Linken die wenigen Häuser von Pianaura. Bald sahen wir einen Picknickplatz und eine Infotafel. Wenige Meter dahinter ragte bereits eine etwa 10 m hohe und 50 m breite Felswand aus dem Wald. Hier befanden sich die Ritzzeichnungen von Pianaura.

 

Die „incisioni rupestri“, wie die Ritzzeichnungen auch genannt werden, stammen aus verschiedenen Epochen: der Eisenzeit, dem Mittelalter und der Neuzeit. Der überhängende Fels, an dem sie sich befinden, diente vermutlich vor etwa 7000 bis 8000 Jahren als Initiationsort für junge Männer sowie als Tempelstätte. Es finden sich Tiersymbole (Falken und Schlangen), Kreuze und magische Zeichen auf der Felswand – ein Ort, dessen Wirkung sich erst beim Verweilen richtig erschließt. Als wir hier oben ankamen, fing es – wie könnte es anders sein – fürchterlich an zu regnen. Es goss wie aus Kübeln und wir mussten uns notdürftig unter den überhängenden Felswänden unterstellen. Zum Glück hielt der Regenschauer nicht allzu lange an, so dass wir schließlich doch noch ohne zu Duschen, die Felszeichnungen anschauen konnten. Diese waren aber nur noch sehr schwer erkennbar, da irgendwelche „moderne“ Idioten ihre Hinterlassenschaften dort mit eingraviert haben.

 

Zurück ging es bis zur Kreuzung am Holzgatter.  Dort hielten wir uns nun links und folgten einer rot-weißen Markierung. Auf einer sehr alten Pflasterung ging es nun durch den Wald bergab. Immer wieder waren Schleifspuren alter Räder in den Felsplatten am Boden zu erkennen. Nach einer Weile stießen wir auf eine von Felswänden umgebene Wiese.

 

Am Ende der Wiese verengte sich der Weg und führte zwischen zwei Felswänden hindurch. Dichter Baumbewuchs sorgte für Schatten. An den Wänden hangelten sich meterlange Luftwurzeln weiter oben wachsender Bäume herab. Etwa 10 Min. ging es auf diese Weise zwischen den Felsen hindurch. Dann öffnete sich der Wald und der Pfad führte eben und von dichtem Gebüsch fast überwachsen am östlichen Rand einer Wiese entlang. Am Ende der Wiese wurde der Weg breiter. Nach etwa 20 m zweigte rechts rot-weiß markiert ein gepflasterter Weg ab, den wir einschlugen (geradeaus endete der Weg nach 10 m an der Fahrstraße nach Pianaura). Er führte uns nach rechts bergab und nach etwa 50 m an die Gabelung, die wir bereits vom Hinweg kannten. Zur Rechten sahen wir den Beginn des unteren Steinbruchs. Ab hier wanderten wir dem bekannten Weg folgend in etwa 30min. zurück zum Ausgangspunkt nach San Martino.

 

(Wegbeschreibung zum großen Teil entnommen aus dem Wanderführer „Gardasee MM-Wandern; Michael Müller Verlag; Florian Fritz“; Gratiswanderung zum Download als pdf auf der Homepage des Verlages)

 

Die Beschreibung des Wanderführers ist wirklich gut gemacht und leicht zu finden, vor allem, da nicht mehr alle Wegweiser an der Wanderstrecke vorhanden sind. Die Wegführung ist abwechslungsreich, interessant und sehenswert sowie mit tollen Aussichtspunkten ausgestattet, so dass die Wanderung trotz einiger anstrengender Passagen recht kurzweilig erscheint.

 

Doch wegen des Hinweises, dass der Weg auch für Kinder geeignet ist, möchten wir noch darauf hinweisen, dass der Wegverlauf teilweise sehr steil bergauf geht und auch schwierige, rutschige Passagen über Steine zu bewältigen sind, die für kleinere Kinder eher ungeeignet sind. Für ältere Kinder und Erwachsene aber definitiv lohnenswert.

 

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