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Brela - Strand

Im Anschluss daran brachte uns der Reisebus zu einer weiteren Bauernfamilie, die ein kleines ethnographisches Museum besitzt, und in ihrem dazugehörigen Laden ebenfalls selbstgebrannten Schnaps, Likör, getrocknete Feigen und Gebäck zur Verkostung und zum Kauf anbot.

 

Gegen Nachmittag hatten wir genügend Zeit, uns auf eigene Faust unseren Ferienort Baška Voda genauer anzuschauen. Naja, was sollen wir von diesem, fast wie ausgestorben wirkenden Ort schon großartig erzählen?

 

Der Ort Baska Voda existiert bereits seit der Antike und wurde unter dem Namen "Biston" im 7. Jahrhundert erstmals erwähnt. Das Zentrum der damaligen Siedlung bildete der Gradina-Hügel, der heute nordwestlich des Hafens und der Uferpromenade liegt.

 

Laut einer großen Stadtkarte, die als Informationstafel an der Hauptstraße, in der Nähe des Hafens aufgestellt ist, gibt es angeblich in und um Baska Voda eine Menge zu entdecken, auch wenn viele Besucher das angesichts der geringen Größe des Ortes kaum für möglich halten. So zeigt die Karte zum Beispiel einige historische Denkmäler und zwei kleinere Museen. Eine Archäologische Sammlung, die leider nur bis Mitte September zu besichtigen ist, präsentiert Amphoren, Münzen aus der Antike und andere Funde vom Gradina-Hügel und aus der Umgebung. Außerdem sollte es im Ort ein Muschelmuseum geben, das eine kostbare Meeresfauna-Sammlung in Privatbesitzt zeigt. Klingt ja wirklich interessant, doch leider hatte das Museum ebenfalls nur in der Hauptsaison geöffnet. Pech gehabt!

 

Da der Ort bis auf zwei Kirchen, auf die wir keine Lust hatten, für unseren Geschmack nichts weiter zu bieten hatte, und selbst die Touristeninformation keinerlei Alternativen für uns im Angebot hatte (diese schickte uns nur zu einem ebenfalls geschlossenen Reisebüro), mussten wir uns etwas einfallen lassen.

 

So beschlossen wir einem merkwürdig aussehenden Symbol auf der Informationskarte zu folgen, und uns den „Gradina Hügel“ einmal genauer anzuschauen. Wir folgten dazu einem unscheinbar wirkenden Schild, das zu einer Treppe hinter einer Häuserzeile führte. Diese stiegen wir hinauf und kamen zu einer kleinen Terrasse, auf der ein seltsames Kriegsdenkmal steht. Noch ein Stück weiter stießen wir auf eine kleine Ansammlung an Steinen und Mauerresten… Laut den Beschreibungen in diversen Reiseführern handelt es sich dabei um die Spuren einer Siedlung und einer alten Festung, die aus der Spätantike stammt. Am südlichen Hang der Anhöhe konnte ein Teil der Wehrmauern bis heute erhalten werden. Am nördlichen Hang befinden sich Grabstelen. Sie stammen aus der Zeit zwischen dem 2. und dem 4. Jahrhundert.  Aha, na dann…

 

Zumindest hatten wir von dort oben einen schönen Blick auf den geschützten Hafen, der bei Bootsbesitzern großen Zuspruch findet. Die weitläufigen Kies-Strandabschnitte sind bei Sonnenhungrigen, Schwimmbegeisterten aber auch bei Campingfreunden sehr beliebt.

 

Uns begeisterte eher der schön angelegte betonierte Uferweg, über den man fast durchgehend einen kurzweiligen Spaziergang nach Brela im Norden sowie über Baska Polje nach Promajna und weiter über Bratuš-Krvavica bis zur Stadt Makarska in südlicher Richtung unternehmen kann.

 

Auch wir spazierten entlang des Uferweges Richtung Norden nach Brela, wobei wir auf dem ersten Teilstück zwischen dem Hafen von Baška Voda und dem Randgebiet zu Brela leider keinen vernünftigen Weg vorfanden und somit gezwungen waren, zwischen den Badegästen durch den Kiesstrand zu stapfen. Nicht so angenehm, aber es wurde zum Glück, als wir den betonierten Weg erreichten, deutlich besser. Wir liefen auf gepflegten Promenaden entlang der weißen Kiesstrände Brelas, die von Pinien und Kiefern gesäumt und für den Ort prägend sind. Dabei hatten wir fantastische Ausblicke über das tiefblaue Meer, über die grüne Küste und auf die graue Bergwelt. Am Wahrzeichen des Ortes, dem Brela-Stein vor dem Strand von Punta Rata, einem grün bewachsene Felsbrocken, der aus dem Meer ragt, machten wir kehrt.

 

Am nächsten Morgen entschieden wir uns für den Küstenweg nach Süden. Dieser ist ebenfalls sehr schön angelegt mit Olivenhainen und Pinienwäldern und führte uns, fast immer am Meer entlang, nach knapp 4km zu dem hübschen, ruhigen und kleinen Fischerort Promajna. Dieser liegt von einem dichten Piniengürtel gesäumt an einer geschwungenen Bucht mit schönem Kiesstrand und einem besonders beeindruckenden Blick auf das Biokovo-Massiv. Doch das war noch nicht das Ziel unseres Spaziergangs, denn der Weg führte uns weiter nach Bratuš- Krvavica, wobei beide Namen auf dem Ortsschild auftauchen, obwohl es sich anscheinend um zwei getrennte Orte handelt.

 

Kern von Bratuš ist die kleine, von Palmen gesäumte Strandpromenade des 100-Seelen-Dorfes. Anders als die meisten Orte an der kroatischen Adriaküste konnte Bratuš seinen dörflichen Charme und Ruhe bewahren. Auf der autofreien Promenade gibt es ein Café, ein Restaurant, eine Strandbar und einen kleinen Laden.

 

Auf dem Rückweg hatten wir plötzlich unfreiwillige Begleitung durch einen recht gepflegt wirkenden, kleinen Hund mit Halsband. Dieser folgte uns fast ununterbrochen und trollte sich, mal rechts und links schnüffelnd, immer in unserer Nähe. Schließlich setzten wir uns auf eine Bank, woraufhin der Hund regelrecht ungeduldig wurde und uns zum Weiterlaufen drängen wollte. Als wir nicht auf sein Betteln reagierten, schloss er sich kurzerhand einem anderen Spaziergänger-Paar an, bis diese sich ebenfalls eine Pause gönnte… Glück für den Hund und Pech für uns, dass wir dann gerade wieder entlang seines Wegs kamen, so konnte er uns erneut adoptieren. Kurz vor Baška Voda war er dann aber plötzlich endgültig verschwunden….

 

Für den Nachmittag hatten wir eigentlich eine Bootsfahrt entlang der Küste Richtung Makarska geplant. Diese musste aber wegen eines heftig aufkommenden Windes, vielleicht sogar der erste Vorbote des in dieser Region besonders gefürchteten Sturmes Bora, abgesagt werden. Schade, wir hatten uns sehr darauf gefreut.

 

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