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Machico - Aussichtspunkt Miradouro do Senhor dos Milagres

Die zweite Tour führte uns in den Osten der Insel.

 

Wir starteten in der Gemeinde Camacha im Kreis Santa Cruz. Camacha liegt ein paar Kilometer landeinwärts auf einer Höhe von ca. 700m ü. M. an der Straße, welche die Inselhauptstadt Funchal mit Santo António da Serra verbindet. Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft. Das Gemeindegebiet grenzt an den Atlantik im Süden, nördlich schließt sich der gebirgige Teil Madeiras an.

 

Laut unserem Reiseführer hat man angeblich vom Dorfplatz (Achada da Camacha) aus einen herrlichen Blick über das Tal von Ribeira do Porto Novo. Wir empfanden diesen vorgeschlagenen Aussichtspunkt als wenig spektakulär. Er lohnt auf keinen Fall, extra dafür hin zu fahren.

 

Also fuhren wir weiter nach Santo (António) da Serra. Santo da Serra ist eine Gemeinde im Kreis von Machico, im Nordosten der Insel Madeira. Die Gemeinde ist international bekannt für ihren Golfplatz, zu dem wir dann auch gleich hinfuhren, wenn auch nicht zum spielen… Von der Plattform rund um das Hauptgebäude hatten wir eine atemberaubende Aussicht über die Insel, das Meer und die Landzunge Ponta de São Lourenço! Ein kleiner Tipp für zukünftige Besuche: Die beste Aussicht hat man gegen Nachmittag, denn dann steht die Sonne am günstigsten.

 

In manchen Reiseführer wird berichtet, dass man die „Quinta do Santo da Serra“ mit dem Aussichtspunkt „Miradouro dos Ingleses“ ebenfalls besichtigen könnte. Diese Information ist jedoch veraltet. Am Eingangstor zum Anwesen des Herrenhauses hängt ein, in mehreren Sprachen verfasstes, Schild, dass das Anwesen in Privatbesitz ist und der Eintritt verboten wäre! Also existiert dieser Ausblick nicht mehr für die Öffentlichkeit!

 

Wir fuhren weiter ins Tal von Machico hinunter. Vom historischen Gesichtspunkt aus ist Machico wahrscheinlich die interessanteste Stadt der Insel, da die Entdecker Madeiras in dieser Bucht landeten. Der Ort liegt ganz im Osten Madeiras. Auf dem Weg talwärts gelangten wir zu einem ausgeschilderten Aussichtspunkt, dem Miradouro Francisco Alvares de Nobrega, von dem aus wir ein tolles Panorama über die Stadt hatten. In der Altstadt angekommen, suchten wir uns einen Parkplatz in Hafennähe und besichtigten das Forte de Nossa Senhora do Amparo am Ende der Uferpromenade. Die einstige Festung hatte geöffnet aber es gab nicht wirklich viel zu sehen.

 

Wesentlich interessanter waren die Kirchen und Kapellen entlang der Uferpromenade:  

In Machico steht die älteste Kirche Madeiras, die Capela dos Milagres. Von historischem Interesse sind auch die Pfarrkirche Igleasia Matriz Nossa Senhora da Conceição (15. Jhd.) im Ortskern sowie die Kapelle von São Roque am Kai, mit ihren berühmten Kachelbildern.  

 

Das zweite Fort der Stadt (Forte de São João Baptista da Madeira), das heute ebenfalls noch von den Verteidigungsbemühungen der lokalen Bevölkerung gegenüber den vielen Piratenattacken auf das Dorf zeugt, liegt etwas außerhalb am Berghang. Vom eigentlichen Fort ist nicht mehr viel zu erkennen, denn es sieht so aus als hätte sich auf den ehemaligen Grundmauern des Forts ein Hotel niedergelassen, das nun ebenfalls nur noch als Bauruine vorhanden ist.

 

Wir fuhren auf der Seite zum ehemaligen Fort aus der Stadt hinaus und erklommen langsam den Berg, bis wir zu dem Aussichtspunk „Miradouro do Senhor dos Milagres“ mit Blick auf das Meer kamen. Anschließend erklommen wir die Spitze des Berges „Pico do facho östlich von Machico.

 

Dort befindet sich der Aussichtspunkt Pico do Facho (322 m ü. M.). Von hier aus schweift der Blick über die Landebahn des Flughafens Santa Catarina im Westen und die Bucht von Machico, über den Ort Caniçal hinweg bis hin zur Ostspitze Madeiras, der Landzunge Ponta de São Lourenço.

 

Die Landzunge Ponta de São Lourenço stand nun auch als nächstes auf unserem Plan. Ursprünglich wollten wir eine dreistündige Wanderung in der wüstenartigen Vegetation unternehmen, entschlossen uns aber dagegen, da die Tour in der prallen Sonne stattfindet und wir uns diese Strapazen ohne Schatten dann doch nicht antun wollten. Stattdessen fuhren wir bis zu einem ausgeschilderten Aussichtspunkt mit Picknickplätzen. Von dort aus hatten wir eine spektakuläre Sicht auf die imposanten Felsenklippen, auf das Meer und auf die einmalige Vegetation dieser Landspitze. Von einem zweiten  Aussichtspunkt, der etwas erhöhter lag und zu Fuß erreichbar war, hatten wir sogar eine Sicht bis nach Santa Cruz. Sehr lohnenswert.

 

Als letztes Ziel an diesem Tag hatten wir noch Santa Cruz auf dem Schirm. Mitten im schönen Ortsbild von Santa Cruz steht die 1533 erbaute Kirche São Salvador, die wir uns anschauten. Sie zeigt Steinmetzarbeiten aus manuelinischer Zeit. Im Chor liegt das Grab von João de Freitas, einem Lehnsherrn, der das Gotteshaus für die durch Zuckerexport reich gewordene Gemeinde in Auftrag gab.

 

Die dritte Tour führte uns in die gebirgige Inselmitte zum Nonnental (Curral das Freiras) und an die Südküste zum Kap der Umkehr (Cabo Girao).

 

Verlässt man Funchal in nordwestlicher Richtung, gelangt man auf die ER107, die einen durch Eukalyptus- und Kiefernwälder immer bergauf  nach Eira do Serrado führt. Zunächst fuhren wir zu mehreren Aussichtspunkten, die einen fantastischen Ausblick auf die Socorridos-Schlucht und zum Teil auch schon in das Nonnental (Curral das Freiras) bieten.

 

Am Parkplatz zum Aussichtspunkt Eira do Serrado angekommen, gelangten wir, an der gleichnamigen Aparthotel-Anlage vorbei, über einen etwa 8 minütigen Fußweg mehrere Treppenstufen hinauf zu einer Plattform mit atemberaubenden Ausblick auf das Bergpanorama und in die Tiefe (ca. 400m senkrecht hinunter) des Talkessels von Curral das Freiras.

 

Von der Plattform aus konnten wir, an einem Steilhang entlang in den Felsen gehauen, auch noch gut die „alte Passstraße“ in den Talkessel hinunter sehen. Ein gruseliger Gedanke, dass sich bis vor kurzer Zeit auf dieser engen, kaum absturzgesicherten Straße noch sämtlicher Verkehr bewegte. Zum Glück ist die alte Passstraße inzwischen für den Straßenverkehr wegen Steinschlaggefahr gesperrt und ersetzt worden. Der Ort ist nun bequem über einen 2,4 km langen Tunnel erreichbar.

 

Das Nonnental wollten wir natürlich auch besichtigen, aber zuvor hatten wir noch ein weiteres Hinweisschild an einer neugestalteten Straße entdeckt, die steil bergauf in Richtung des Berges Ariero führen sollte. Das machte uns neugierig und wir folgten dieser Einladung prompt. Nachdem wir uns mehrere Serpentinen, im ersten Gang unseres Autos, den Berg hinauf geschlängelt hatten, gelangten wir an einen großen Parkplatz mit einem Schild zu dem Aussichtspunkt Miradouro do Paredão. Von diesem recht neu angelegten Aussichtspunkt hatten wir ebenfalls einen tollen Ausblick in den Talkessel von Curral das Freiras. Da der Punkt aber viel höher lag als der erste Aussichtspunkt, hatten wir nun eine ganz andere Perspektive und außerdem dazu noch ein wunderschönes Panorama auf die umliegende Bergwelt. Dieser ungeplante Abstecher hatte sich wirklich gelohnt!

 

Nun wollten wir doch endlich hinunter, in das von oben jetzt schon so ausführlich bestaunte Tal der Nonnen, ein kleines abgeschiedenes Dorf im Herzen der Insel, wo im 16. Jahrhundert die Nonnen Zuflucht vor den Piraten suchten, die Madeira häufig überfielen. Also folgten wir dem neugebauten Tunnel in Richtung Curral das Freiras.

 

Von der Plattform oberhalb der Kirche bot sich uns ein schöner Ausblick auf den unteren Teil des Tals und hoch hinauf zum Aussichtspunkt „Eira do Serrado“, von wo wir bereits hinuntergeschaut hatten. Es war interessant, alles einmal aus der Talperspektive zu sehen.

 

Auch die Kirche Igreja de Nossa Senhora do Livramento selbst war ein Besuch wert.

 

Als nächstes hatten wir die Gemeinde Quinta Grande mit dem Fajã dos Padres auf dem Programm. Fajã dos Padres liegt an der Südküste Madeiras am Fuße der berühmten Steilklippe Cabo Girão, der zweithöchsten der Welt. Der Name kommt von „Fajã“ (portugiesisch für eine Erdansammlung am Fuß einer Klippe, die einen Strand formt) und „Padres“ (portugiesisch für Priester, da dieses Land damals Priestern des Jesuitenordens gehörte).

 

Der Aussichtspunkt von Fajã dos Padres lag auf einer Steilküste an der Bergstation eines Panoramaliftes auf circa 350 Metern Höhe, und bot einen schönen Ausblick über Fajã dos Padres. Wir sahen eine fruchtbare Landfläche am Meer, die einen Zugang zum Schwimmen im kristallklaren Wasser bot.

 

Heute gibt es dort einen modernen, gläsernen Panoramalift, mit 350m der höchste in Europa, was diesen idyllischen Ort, leichter erreichbar macht.

 

Auch wir nahmen den Lift und hatten schon während der Abfahrt einen tollen Blick auf die imposante Steilküste und auf das Meer. Unten angekommen gab es einen kleinen Garten mit verschiedenen Pflanzen, ein Restaurant und ein paar Ferienhütten zum Anmieten. Außerdem befand sich dort ein Steg, an dem kleinere Ausflugsboote anlegen konnten. Die Aussicht vom Steg war noch interessanter, denn nun hatten wir genug Abstand zur Steilküste, um diese besser und vor allem in voller Pracht sehen zu können.

 

Das Cabo Girão (Kap der Umkehr) ist eine Steilküste zwischen den Gemeinden Camara de Lobos und Quinta Grande. Mit einer Höhe von 589 m gehört es zu den höchsten Steilküsten Europas, dessen Wand fast senkrecht zum Meer abfällt.

 

Einer Legende nach brachen die portugiesischen Entdecker der Insel unter João Gonçalves Zarco hier ihre Erkundung der Küstenlinie ab (deshalb Kap der Umkehr), weil die imposanten Klippen ihnen zu unwirtlich für eine Landung erschienen.

 

Nun wollten wir die Steilküste noch etwas ausführlicher von oben betrachten. Dazu gab es auf der Klippe selbst eine Aussichtsplattform, die ebenfalls Cabo Girao bezeichnet wird.

Sie wurde mittlerweile von einer durch Steinmauern bewehrten Terrasse zu einem modernena Skywalk umgebaut. Er wurde Ende 2012 eingeweiht und gewährt mit seinem Glasboden schwindelerregende Ausblicke in die Tiefe. Unten am Meer bieten heute einige Anbauflächen einen Blickfang, die jedoch in früheren Zeiten eine nur beschwerlich zu erreichende Grundversorgungsmöglichkeit der Bevölkerung darstellten.

 

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