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Golspie Dunrobin Castle

Nicht weit davon entfernt befindet sich der Sueno's Stone (HS), eine 7 m hohe und ca. 1,35 m breite flache Steinstele (Kreuzstein) aus Rotsandstein, die der Ära der Pikten entstammt. Der Stein steht an einer Straßenkreuzung im Nordosten der Stadt Forres und wird seit den 1990er Jahren zum Schutz gegen jede Art von Vandalismus und Erosion von einem Panzerglasgehäuse geschützt. Die Gravuren auf der östlichen Steinfläche stellen Kampf- und Kriegsszenen dar, auf der Westseite befindet sich ein keltisches Kreuz eingearbeitet. Die Schmalseiten sind mit Ornamenten verziert. Im Laufe seiner Existenz muss der Stein, gemessen am Zustand der Oberfläche, lange Zeit im Boden gelegen haben (Textquelle: Wikipedia). In der High Street von Forres legten wir einen kurzen Stopp ein, um uns den Tolbooth und das Mercant Cross genauer anzuschauen.

 

Natürlich durfte auch die Besichtigung von Brodie Castle (NTS) in etwa 8km Entfernung nicht fehlen. Den Kern des heutigen Schlosses mit drei Etagen bildet ein rechteckiger Wohnturm, der an zwei gegenüberliegenden Ecken runde Hängetürme mit fünf Geschossen besitzt und so einen Z-förmigen Grundriss darstellt. Ihm schließt sich im Westen und Osten je ein dreigeschossiger Gebäudeflügel unterschiedlicher Länge an. Die Küche im Kellergeschoss ist der älteste Teil des Gebäudes. Der so genannte Salon ist das Prachtstück der Innenräume. Seine Wände sind in dunklem Blau gehalten, das einen starken Kontrast zum Weiß der reich verzierten Stuckdecke in Form eines Tonnengewölbes bildet. Rund um das Schloss befindet sich ein 70 Hektar großer Park mit einem Teich, der in den 1730er Jahren angelegt wurde. Dort befindet sich auch der Rodney’s Stone, ein weiterer Piktischer Symbolstein mit Cross Slab (Kreuzplatte) und Oghaminschrift (Textquelle: Wikipedia). Das Schloss ist sehr schön gelegen und die Räume des Gebäudes sind sehr sehenswert und wurden vor nicht allzu langer Zeit noch bewohnt. Die Führungen durch das Schloss sind ebenfalls sehr zu empfehlen denn sie sind interessant und mit viel Charme und Humor gestaltet. 

 

Anschließend fuhren wir in Richtung der City Inverness, wo sich etwa 9km östlich vom Stadtzentrum an der B 5006 die weite Graslandschaft von Culloden Moor (Drumossie Hochmoor) erstreckt. Am 16. April 1746 wurde hier die letzte große Schlacht auf britischem Boden geschlagen, und gleichzeitig ging der Traum der Jakobitenarmee unter Bonnie Prince Charlie grausam zu ende. Nach einem Gewaltmarsch vollkommen übermüdet und vom schweren Boden erschöpft, marschierten die (schottischen) Soldaten auf die bestens vorbereitete Regierungstruppe (der Engländer) unter Befehlshaber William Earl of Cumberland zu. Die erste Linie der Rotröcke konnte noch durchbrochen werden, doch dann folgte das grausamste Blutbad in der Geschichte des schottischen Freiheitskampfes. „Macht keine Gefangenen“, lautete die Parole. Die flüchtenden Jakobiten, die Verwundeten und sogar unbeteiligte Bauern wurden niedergemetzelt. Fast 5000 Tote lagen bei Sonnenuntergang auf dem Schlachtfeld, während Prince Charlie die Flucht gelang. Es folgte die Phase der Demütigung und Unterdrückung (Textquelle: Michael Müller Verlag; Schottland; Andreas Neumeier; 4. Auflage 2005).

 

Heute werden auf dem Culloden Battlefield (NTS) die Gräber der gefallenen Clans von Steinpyramiden markiert. Auf dem Gelände wehen rote und blaue Fahnen, die die Positionen der Gegner anzeigen und immer wieder findet man im Gras verteilt Grabsteine der einzelnen Clans. Außerdem befindet sich dort noch das Old Leanach Cottage, das letzte Bauernhaus aus jenen Tagen, das weitestgehend original eingerichtet ist. Im angrenzenden modernen Gebäude des National Trust Visitor Centres gibt es eine mehrsprachige Multimedia-Show über die Hintergründe des schottischen Freiheitskampfes.

Wenn man die geschichtlichen Hintergründe der Schlacht kennt, ist es sehr beklemmend über das Feld zu laufen und zu sehen, auf welcher Fläche damals gekämpft wurde.

 

Als nächstes besuchten wir mehrere Steinringe, die sogenannten Clava Clains, die sich etwa 2,5km südöstlich des Schlachtfeldes von Culloden befinden. Clava Cairns sind eine lokal begrenzte Form endneolithischer Megalithanlagen in Schottland. Zwölf von diesen nur etwa 50 artifiziellen Rundhügeln liegen in der Grafschaft Inverness-shire. Die bekanntesten und namengebenden sind die drei nicht besonders großen Balnuaran of Clava (HS), östlich von Inverness. Innerhalb eines Kreises aus megalithischen Randsteinen wurde der Hügel aus Schotter aufgeführt, der an den Grundriss späterer Brochs erinnert. Im Inneren befindet sich die mittels Megalithen gebildete runde Kammer, zu der ein gefasster Gang führt. Regelmäßig sind Clava Cairns von einem äußeren Steinkreis umgeben, der den Cairn in 10–15 Metern Abstand umgibt (Textquelle: Wikipedia).

 

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Weiter ging es zum weltberühmten Loch Ness, wo wir auf einem wunderschön direkt am Ufer gelegenen Campingplatz übernachtet haben. Loch Ness hat die typisch langgezogene Form eines in der Eiszeit durch Gletscher entstandenen Sees und wirkt bei schönem Wetter bei weitem nicht so düster und unheimlich, wie er oft beschrieben wird. Er ist etwa 37km lang, aber im Mittel nur 1,5km breit. Seit Jahrhunderten wird immer wieder von Sichtungen eines Seeungeheuers im Loch Ness berichtet, das Nessie genannt wird. Aufgrund dieser Berichte ist Loch Ness ein beliebtes Ziel für Touristen (Textquelle: Wikipedia). Zentrum des Nessie-Tourismus ist Drumnadrochit, wo wir am nächsten Morgen das nicht minder berühmte Urquhart Castle (HS) besichtigten. Es wacht etwas außerhalb des Zentrums auf einer kleinen felsigen Halbinsel über dem Ufer des Loch Ness. Urquhart Castle ist ein beliebter Bestandteil von Schottland-Rundreisen, entsprechend gut besucht ist die Ruine. Von der oberen Plattform des Hauptturmes hat man einen guten Blick über die von dort aus richtig dunkel wirkende Wasserfläche des verwunschenen Sees. Wir empfanden die Ruine selbst als interessant aber sehr touristenmäßig aufgemacht. Die ganze Anlage wirkt sehr gekünstelt und überrestauriert und hat somit den typischen Charme einer zerfallenen Ruine komplett verloren.

 

Unser nächstes Ziel, die Stadt Strathpeffer, erreichten wir nach einer ca. dreiviertelstündigen Fahrt durch eine wunderschöne Heide- und Ginsterlandschaft über die A833 Richtung Norden. Im 19. Jh war Strathpeffer ein bekannter Bade- und Kurort, dessen schwefelhaltiges Wasser diverse Krankheiten linderte. Diese Ära ist jedoch schon lange vorbei; sogar die Eisenbahnlinie wurde mittlerweile stillgelegt. Im ehemaligen Bahnhof (Victorian Railway Station) macht das Highlandmuseum of Childhood mit den Kindertagen in früheren Zeiten vertraut und ein Craft and Visitor Centre zeigt Kunsthandwerk lokaler Anbieter und informiert über die Region. Auf einem Hügel nahe dem Ortseingang steht ein piktischer Bildstein, der Eagle`s Stone, auch Clach an Tiompain genannt (Textquelle: ADAC Reiseführer Schottland, Auflage 2006). Der Stein besteht aus blauem Gneis und ist 81cm hoch, 61cm breit und 25cm dick. Auf der Südostseite sind zwei Symbole in den Stein gemeißelt: ein bogenförmiges Hufeisen über einem Adler (Quelle: Wikipedia). Eine weitere Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Episkopalkirche St Anne, die einen ungewöhnlichen runden Kirchturm besitzt.

 

Danach fuhren wir über die A9 nach Golspie. Etwa 2km nördlich des Örtchen Golspie liegt hoch über dem Meer eines der prachtvollsten Schlösser Schottlands, Dunrobin Castle, bis heute Residenz der Familie Sutherland. Das Prunkschloss hat 189 Zimmer, von denen die schönsten im Rahmen eines Rundgangs zu besichtigen sind. Der Kern des Gebäudes geht auf einen Wohnturm des 13. Jahrhunderts zurück, dessen Überreste noch heute im Innenhof des Schlosses sichtbar sind (Quelle: Wikipedia). Das Schloss mit seinen Türmen, Zinnen und Erkern ist vor allem von der Gartenseite her prächtig anzuschauen.

Das gesamte Gelände ist nur gegen ein, wie wir finden, recht hohes Eintrittsgeld zu besichtigen. Diese Ausgabe fanden wir dann doch nicht lohnenswert, sondern folgten vom Parkplatz aus einem öffentlichen Spazierweg am Schloss entlang hinunter zum Ufer. Von dort unten hatten wir eine recht freie Sicht über die Gartenmauern hinweg auf das Schloss.

 

Immer der Küste entlang auf der Fernstraße A9 Richtung Norden folgend, gelangten wir anschließend nach Brora wo wir uns den eisenzeitlichen Broch Carn Liath (HS) (grauer Hügel) genauer anschauten. Der Broch besitzt eine separate Außenmauer. Ein Gang führt vom Zugang in der Mauer zum Brocheingang. Eine Öffnung im Zugang führt zu einer Treppe, die innerhalb der zweischaligen Brochmauer verlief. Die einst beinahe völlig abgetragenen Mauern sind bis in eine Höhe von 3,5m wiederhergestellt worden. Weitere Gebäude wurden in den engen Zwischenraum zwischen dem Broch und der äußeren Mauer gezwängt. Einige waren zeitgenössisch, andere stammen aus einer Zeit, in der der Broch aufgelassen worden war. Diejenigen, die westlich des Ganges lagen, sind besonders gut erforscht (Textquelle: Wikipedia). In Brora selbst legten wir einen kurzen Stopp am War Memorial ein. Das Kriegsdenkmal, das dem Tower von Big Ben nachempfunden ist, wurde um 1920 errichtet, um derjenigen zu gedenken, die ihr Leben während des 1. Weltkrieges verloren. Später wurden die Namen der Gefallenen des zweiten Weltkrieges und des Golfkriegs hinzugefügt.

 

Angeblich sollte es in unmittelbarer Nähe zu Brora noch einen zweiten sehenswerten Broch, den Broch von Cinn Trolla (auch Cill Trolla oder Kintradwell genannt) geben. Wir hatten ihn, obwohl er sehr schlecht ausgeschildert war, doch tatsächlich gefunden und waren mehr als nur enttäuscht. Die Anlage ist leider nicht mehr für einen Besuch geeignet, denn sie ist mehr als nur ungepflegt und zugewachsen. Die spärlichen Überreste des Brochs machten auf uns den Eindruck als wären sie vor nicht allzu langer Zeit völlig zusammengebrochen. Überall lagen Steintrümmer herum und von den in manchen Reiseliteraturen beschriebenen Kammern, Gängen und Treppen war überhaupt nichts mehr zu erkennen. Schade!

 

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