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 La Orotava - Blick von Casa del Turista /Convento Molina

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg, die Insel weiter zu erkunden. Unseren ersten Stopp legten wir in La Orotava ein. La Orotava sind eine Stadt und ein gleichnamiges Gemeindegebiet. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von einem kurzen Küstenzipfel an der Nordwestküste nördlich von Puerto de la Cruz größtenteils im Inneren der Insel bis zum Pico del Teide. Mit ca. 207 km² ist es das größte der 30 Gemeindegebiete von Teneriffa, von denen genau die Hälfte jeweils ein Stück gemeinsamer Grenze mit der Gemeinde La Orotava hat.

 

Das Stadtgebiet La Orotava liegt, auf einer Höhe von etwa 390 m über dem Meeresspiegel, etwa 30 km west-südwestlich von Santa Cruz de Tenerife und nordöstlich von Arona (Quelle: Wikipedia). Wir begannen, es zu Fuß zu erkunden, denn die Stadt zählt zu einer der schönsten und typischsten Orte auf den Kanarischen Inseln. Von jeher profitierte La Orotava von den günstigen klimatischen Gegebenheiten, die eine ertragreiche Landwirtschaft zulassen. Wichtigstes Ereignis in La Orotava sind alljährlich die Feierlichkeiten zu Fronleichnam. Auf dem Platz vor dem Rathaus werden dann kunstvolle Pflasterbilder aus bunter Lavaasche aus dem Nationalpark (Caldera de las Cañadas) gelegt. Die Feierlichkeiten finden eine Woche nach dem kalendarischen Fronleichnam statt. Dieses Ereignis hatten wir leider verpasst, da wir erst am Wochenende danach auf der Insel ankamen. Am Sonntag, der auf den örtlichen Feiertag des Corpus Cristi folgt, findet die „Romería de San Isidro“ statt, eine Feier zu Ehren des heiligen Isidro el Labrador, eines der Schutzheiligen der Stadt La Orotava. An diesem Tag ziehen die Bäuerinnen und Bauern in ihren Trachten mit ihren Tieren und Musikkapellen durch die Stadt. Dieses Fest haben wir zwar selbst nicht besucht, aber trotzdem „live“ mitbekommen, denn wir entdeckten die kleinere Variante mit den Kindern in Puerto de la Cruz.

 

Obwohl sich die Stadt La Orotava in den letzten Jahrzehnten weiter ausdehnte, hat sie ihren alten Kern mit dem repräsentativen Stadtbild doch weitestgehend bewahren können. Somit wurde La Orotava von der europäischen Union  in die Liste der erhaltenswerten europäischen Kulturgüter aufgenommen. Bei einem Bummel durch die mitunter steilen Sträßchen stießen wir immer wieder auf prächtige Fassaden sowie kunstvoll verzierte Balkone alter Adelshäuser. Eines der bekanntesten Häuser ist das Casa de los Balcones, das im Jahr 1632 erbaut wurde. Es fasziniert durch seinen Baustil, der typisch für die kanarischen Inseln ist und seinen vielen kleinen Holzbalkonen, die für die Namensgebung verantwortlich sind. Das Haus gegenüber, das Casa de Molina oder auch Casa del Tourista genannt, ist heute das bedeutendste Dokumentations- und Forschungszentrum über Kunsthandwerk von Spanien und Amerika. Von der Terrasse im hinteren Gebäudeteil soll man, laut einiger Reiseliteraturen, einen wundervollen Blick über das Orotava-Tal haben. Wir empfanden diesen Blick aber weitaus weniger spektakulär, als der Ausblick vom Innenhof des Gebäudes mit dem Schild „Hospital de la S. Trinidad“ in der Straße San Francisco.

 

Nachdem wir die Stadt ausführlich besichtigt hatten, fuhren wir auf der TF-21 Richtung Aguamansa.

Südlich des Ortes Aguamansa, auf etwa 1.000m Höhe, lassen sich Los Órganos bestaunen.  Die Basaltröhren der Los Órganos liegen senkrecht am Berghang der Moñtana de la Crucita. Die Risse in der Felswand müssen durch Erosion oder Abkühlen der Lava entstanden sein und haben den „Orgeln“ ihre heutige Form verliehen und dieser verdanken sie auch ihren Namen, denn sie erinnern an die Pfeifen einer Kirchenorgel. Das Gebirge liegt im Naturschutzgebiet Corona Forestal und zieht sich entlang der Cumbre Dorsal. Diese Bergkette liegt zwischen dem Riesenkrater der Las Cañadas im Westen und dem Anaga-Gebirge im Osten der Insel (Textquelle: http://teneriffa.gequo-travel.de).

 

Wir fuhren bis zum ausgeschilderten  Rastplatz „La Caldera“.  Es ist der Nebenkrater eines erloschenen Vulkans, aber leider absolut unspektakulär, da sich dort nur ein großer Kinderspielplatz und einige Stellen zum Grillen und Picknicken befinden. Man kann ihn umfahren oder in einem kurzen Spaziergang (etwa 10min) umrunden bzw. von hier aus zu den knapp 1,5km entfernten Los Órganos gehen. Ein sehr einfach zu bewältigender Spaziergang, von dem aus man bei gutem Wetter einen schönen Blick auf die Orgelpfeifen hat.

 

Als Abschluss des Tages besichtigten wir noch eine weitere Stadt im näheren Umkreis, La Laguna. Die Stadt San Cristóbal de La Laguna wie sie eigentlich in voller Länge heißt, ist Universitätsstadt (25.000 Studenten) und Bischofssitz mit 152.025 Einwohnern (Stand 1. November 2011).

Für viele ist La Laguna die „spanischste“ Stadt der Kanarischen Inselwelt. Nach wie vor wird sie geprägt durch ihre schachbrettartige Grundrissanlage und die zahlreichen prächtigen Bürgerhäuser und Adelspaläste, die den spanischen Kolonialstil des 16. und 17. Jh.s. eindrucksvoll demonstrieren. 1999 wurde La Laguna von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärt. Die hübsche Altstadt umzieht ein immer weiter ausuferndes modernes Häusermeer (Textquelle: Baedeker Reiseführer Teneriffa, 8. Auflage 2003). 

Als Ausgangspunkt für unseren Rundgang durch La Laguna hatten wir uns die Plaza del Adelantado ausgesucht. Dort fanden wir auch gleich einen bewachten, kostenfreien Parkplatz. Rings um den schattigen Plaza del Adelantado befinden sich schon die ersten sehenswerten Gebäude, wie z.B. das Casa Nava y Grimón oder das südlich benachbarte Santa-Catalina-Kloster. Vor jeder Sehenswürdigkeit steht ein Schild mit ausführlichen Informationen über das Objekt und das jeweils in drei Sprachen: Spanisch, Englisch und Deutsch. Außerdem gibt es auf jedem größeren Platz eine Übersichtstafel, auf der alle durchnummerierten Gebäude in einem Stadtplan aufgeführt sind, so dass man alles Sehenswerte schnell und einfach finden kann. Uns hat die historische Altstadt sehr gut gefallen, da noch viel alte Bausubstanz vorhanden ist. Darunter sind zwar einige vernachlässigte, nicht mehr bewohnte Gebäude, aber auch sehr schön  restaurierte oder, eher gesagt, Gebäude mit„ gepflegter Patina“. Aufgefallen war uns auch, wie wenig Nippes-Läden hier im Vergleich zu anderen touristisch erschlossenen Städten vorhanden waren. Eine wirklich sehr einladend und schön gestaltete Stadt.

 

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