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Innsbruck - Blick vom Stadtturm

Zum Glück ließ das miese Wetter am nächsten Tag etwas nach, und obwohl sich die grauen Wolken nicht ganz verziehen wollten, hörte es zumindest auf zu Regnen.

 

Für uns ein guter Anlass, die Stadt Innsbruck näher zu erkunden. Dazu besorgten wir uns die Innsbruck-Card, die es an jeder Sehenswürdigkeit mit Eintrittskasse zu erwerben gibt. Diese gibt es mit 24Std, 48Std oder 72Std Gültigkeit und sie ermöglicht es für recht wenig Geld sämtliche Museen, Sehenswürdigkeiten, öffentliche Verkehrsmittel und auch die Bergbahnen der Region zu benutzen bzw. zu besichtigen… Die Karte lohnt sich somit schon, sobald man nur die Bergbahnen und zwei bis drei Sehenswürdigkeiten der Stadt machen möchte….

 

Wir starteten unseren Stadtrundgang am Domplatz, wo der Dom leider voll eingerüstet und somit von außen nichts zu erkennen war. Wir konnten ihn aber von innen besichtigen. In der Kirche befindet sich das Grabmal von Maximilian III. Deutschmeister, Landesfürst von Tirol 1612−1618. Besonders interessant sind die Salomonischen Säulen, die unter anderem mit Pflanzen, Schnecken, Vögeln und Heuschrecken verziert sind. Die vergoldete Kanzel ist ein Werk von Nikolaus Moll um 1724. Die Kanzel wird gestützt von den personifizierten drei göttlichen Tugenden: Glaube (Engel mit Kreuz), Liebe (Engel, der auf das Herz zeigt), Hoffnung (Engel mit Anker). Die Deckenfresken stammen von Cosmas Damian Asam, der Stuck von Egid Quirin Asam. Es handelt sich dabei um barocke Illusionsmalerei. Bildnis Maria mit dem Kind von Lukas Cranach dem Älteren am Hochaltar (Textquelle: Wikipedia).

 

Uns hat die Kirche sehr gut gefallen, da sie zwar prächtig und mit vielen Details ausgestattet ist dabei aber trotzdem nicht zu „überladen“ wirkt.

 

Im Dom konnte man sich eine „Fotoerlaubnis“ für private Zwecke erwerben. Diese erlaubt aber nicht die Bilder im Internet, sprich auf unserer Homepage, zu zeigen. Auf unsere Nachfrage hin wurde uns mitgeteilt, dass wir hierfür eine „gesonderte schriftliche Vereinbarung“ anfordern müssten, und das ist uns ehrlich gesagt die Mühe nicht wert….

 

Unweit des Doms befindet sich die Kaiserliche Hofburg“. Die Hofburg in Innsbruck ist eine von den Habsburgern errichtete und bewohnte Residenz. Ursprünglich eine Burganlage aus dem Spätmittelalter, wurde sie in der Frühen Neuzeit zu einem Schloss ausgebaut und Sitz der Tiroler Landesfürsten sowie Wohnsitz verschiedener Angehöriger der Dynastie bis zu deren Ende. Der heutige Zustand beruht auf den Ausbauten unter Kaiserin Maria Theresia im Rokokostil und ist teilweise zu besichtigen. Die Hofburg hat eine verbaute Fläche von circa 5000 Quadratmetern, es gibt etwa 400 Räume, unter anderem noch über 30 Privatwohnungen. Der Bau ist viergeschossig, Kapelle und zwei größere Säle sind mehrere Geschosse hoch.

 

Der große Burghof wird durch das südliche Burgtor erschlossen, weiter geht es in den westlich gelegenen, kleineren Küchenhof. Zu besichtigen sind auch die Prunkräume, u. a.: der Riesensaal (Festsaal) mit Porträts Maria Theresias, ihres Gatten und ihrer 16 Kinder. Den Gardesaal (Empfangsraum für den Riesensaal), die Kaiserappartements (Lothringerzimmer, Kapitelzimmer, Ferdinandszimmer), die Hofburgkapelle mit Vorraum und Sakristei sowie den Andreas-Hofer-Saal. Außerdem kann man verschiedene Zimmer besichtigen: Gelbes Zimmer, Weißer Salon, Rosa Salon, Rondellzimmer, Passagezimmer, Schlafzimmer, Eckkabinett, Chinesenzimmer, Audienzzimmer (Textquelle: Wikipedia).

 

Bei unserem Besuch war eine Etage komplett gesperrt, die anderen Etagen durften aber erkundet und die einzelnen Räume selbstständig angeschaut werden. Als Informationsquelle für die einzelnen Ausstellungsstücke gab es eine App, die man sich auf sein Smartphone laden durfte (wir hatten kein geeignetes Phone zur Hand, somit blieb uns diese Möglichkeit verwehrt), also mussten wir uns mit den Beschreibungstafeln in den einzelnen Räumen zufrieden geben. Diese waren aber recht gut und anschaulich gestaltet, so dass wir neben den Gegenständen, die sich in den Zimmern befanden, auch erfuhren, was eigentlich zur Zeit Maria Theresias noch da gewesen war, aber zwischenzeitlich „verloren“ gegangen ist.

 

Das einzige an der Besichtigung, was uns ziemlich gestört hat war, dass es nicht ersichtlich war in welcher Reihenfolge man eigentlich durch die Räume hätte gehen sollen. Obwohl wir an etwa 4-5 Personen des Aufsichtspersonals vorbeigelaufen waren, hat es bis auf eine Dame niemand für nötig gehalten, uns darauf aufmerksam zu machen, dass der Rundgang eigentlich andersherum gedacht war, als wir ihn gegangen sind. Egal, auch wenn wir die Räume falsch herum besichtigt haben, bekamen wir doch einen recht guten Eindruck über das Leben und den Geschmack der damaligen Zeitgenossen.

 

Leider war in sämtlichen Räumlichkeiten absolutes Fotografier-Verbot, so dass wir euch von der Hofburg leider keine Bilder mitbringen konnten.

 

Weiter gingen wir am berühmten Wahrzeichen der Stadt vorbei, dem Goldenen Dachl“, einem Prunkerker am Neuen Hof in der Herzog-Friedrich-Straße und gelangten zum alten Rathaus mit dem 56m hohen Stadtturm. Dieser durfte über 148 Stufen einer Wendeltreppe bestiegen werden, was wir auch taten. Auf einer recht engen Plattform angekommen, konnten wir anschließend einen schönen Ausblick über die Dächer der Innsbrucker Altstadt genießen.

 

Die Herzog-Friedrich-Straße war bis in die Neuzeit die bedeutendste Innsbrucker Straße, durch die der gesamte Verkehr von Süden (Wilten, Brenner) zur Innbrücke (bis Ende des 16. Jahrhunderts die einzige Innquerung im Raum Innsbruck) und weiter ins Ober- und Unterinntal floss. Insbesondere der Platz vor dem Goldenen Dachl diente häufig für öffentliche Darbietungen und Kundgebungen. Heute findet man dort noch ein paar sehr sehenswerte Gebäudefassaden. Darunter z.B. die Haus-Nr. 10, das Helblinghaus (auch Hölblinghaus genannt) mit seiner barocken Stuckfassade oder die Nr. 16, das Katzunghaus mit seinen Erker mit figürlichen Reliefs.

 

Beim Goldenen Dachl knickt die Herzog-Friedrich-Straße annähernd im rechten Winkel ab und führt weiter nach Süden, wo sie an der Querung von Markt- und Burggraben (dem ehemaligen Stadtgraben) in die Maria-Theresien-Straße übergeht. Benannt nach Kaiserin Maria Theresia, ist sie eine breit angelegte, leicht gekrümmte Pracht- und Geschäftsstraße. Den südlichen Abschluss der Straße sowie die Grenze zu Wilten bildet die Triumphpforte an der Kreuzung mit Maximilianstraße und Salurner Straße. Der Nordteil der Maria-Theresien-Straße wurde zum größten Teil zur Fußgängerzone umgestaltet. Dort befindet sich heute u.a. die Annasäule. Zu dem bekanntesten Gebäude entlang der Maria-Theresien-Straße zählen die Spitalskirche zum Heiligen Geist, die Servitenkirche mit dazugehörigem Kloster, das Neue Rathaus und das dreigeschossige Alte Landhaus sowie diverse Palais.

 

Zu guter Letzt besichtigten wir noch die Hofkirche am Rand der Altstadt. Sie wird auch Franziskanerkirche oder Schwarzmander-Kirche (Schwarzmander = schwarze Männer) genannt und wurde in den Jahren 1553 bis 1563 als Aufstellungsort für das Grabmal Kaiser Maximilians I. erbaut. Der 1519 verstorbene Monarch hatte sich allerdings in der Burg von Wiener Neustadt begraben lassen. Somit wird der Innenraum der Kirche heute vom leeren Grabmal Kaiser Maximilians I. dominiert, um das 28 überlebensgroße Bronzefiguren, die  Schwarzmander, gruppiert sind. Sie stellen die Verwandtschaft Maximilians und seine Vorbilder dar. Marmorreliefs mit Szenen aus dem Leben des Kaisers schmücken das „leere Grab“. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Hofkirche sind die über 450 Jahre alte Ebert Orgel, das Grabmonument Andreas Hofers sowie die silberne Kapelle mit dem Sarkophag Philippine Welsers.

 

Nachdem wir uns die Kirche angeschaut hatten, wunderten wir uns, warum im schön angelegten Kreuzgang im Innenhof noch eine weitere Tür mit der Aufschrift „Hofkirche“ zu finden war, die aber definitiv nicht in das Kircheninnere zu führen schien. Seltsam! Als wir uns der Tür näherten wurden wir durch eine Aufsichtsperson darauf aufmerksam gemacht, dass man sich dort eine Multimedia-Show über Kaiser Maximilians I anschauen könnte. Die man sich von der Logik her eigentlich VOR der Besichtigung der Kirche hätte anschauen sollen. Na, wenn uns das mal jemand ZUVOR erzählt hätte…. Aber mit solchen Informationen wurde in Innsbruck, den Besuchern gegenüber, leider eher sparsam umgegangen.

 

Die Veröffentlichung der Bilder geschieht mit freundlicher Genehmigung von Tiroler Volkskunstmuseum / Hofkirche (https://www.tiroler-landesmuseen.at)

 

Nachdem wir uns die Altstadt angeschaut hatten, stellten wir erleichtert fest, dass sich die grauen Wolken etwas verzogen hatten, so dass wir das Abenteuer „Innsbrucker Bergwelt“ doch noch in Angriff nehmen konnten. Diese waren wie bereits erwähnt ebenfalls in der Innsbruck-Card inkludiert.

 

So gingen wir zur Talstation der Standseilbahn „Hungerburgbahn“, die uns vom „Congress Zentrum“ Innsbruck mit mehreren Zwischenhaltestellen, wie z.B. dem Alpenzoo, auf die „Hungerburg“ (860m Höhe) brachte. Dies war die erste Aussichtsmöglichkeit. Doch wir wollten noch höher hinaus. Deshalb wechselten wir in die „Seegrubenbahn“, die uns auf die nächste Ebene auf 1905m brachte. Dort hingen bereits dicke Wolken auf der Bergstation. Doch das ließ uns nicht davon abbringen noch einmal umzusteigen und die dritte Bergbahn, die „Hafelekar-Bahn“ nach ganz oben auf 2256m zu nehmen.

 

Auf dem Hafelekar angekommen, war es deutlich kälter als in der Stadt und auch dort hingen dichte Wolken um die Bergstation. Von der gewünschten Aussicht war zuerst gar nichts zu erhoffen. Es waren auch kaum Besucher mit nach ganz oben gefahren. Viele hatte wohl bereits die wolkenverhangene Mittelstation abgeschreckt. Trotz Nebel machten wir uns auf den kurzen Fußweg von der Bergstation Richtung Aussichtspunkt mit dem Namen „Karwendelblick“.  Zuerst sahen wir gar nichts, doch schon nach wenigen Minuten lockerte sich die Nebelwand und nach und nach tauchten die Berge des Karwendel hinter den Nebelschleiern hervor. Ein gespenstischer Anblick – die Berge ganz klar aber die Spitzen immer noch von Nebel verhangen. Ein tolles Schauspiel! Nach mehreren Minuten und etlichen Bildern war die Vorstellung plötzlich wieder vorbei und der Nebel verschluckte das schöne Bergpanorama. Wir gingen zurück zur Bergstation, wo es eine weitere Ausblickstelle gab – den „Innsbruckblick“. Auch dort dasselbe Phänomen. Zuerst eine dichte Nebelwand und plötzlich wie von Geisterhand riss ein Spalt im Nebel auf und ließ nach und nach immer klarere Blicke hinunter auf die Stadt Innsbruck zu. Selbst die gegenüberliegenden Berge waren deutlich und klar sichtbar, so dass wir sogar bis zur Europabrücke und zum Brenner blicken konnten. Wie für uns arrangiert -- kurze Zeit später zog wieder eine dichte Nebelwand auf. Aber wir hatten den perfekten Rundumblick! Was wollten wir mehr.

 

Zurück zur Mittelstation, der Seegrube. Zuerst ebenfalls Nebel, aber dann begann dasselbe Spiel wie zuvor – die Nebelwand riss für eine kurze Zeit auf und erlaubte uns einen tollen Ausblick ins Tal und auf die hinabführenden Wanderwege.

 

Nun fuhren wir zur Hungerburg, der untersten Bergstation. Dort hatten wir dann prächtigen Sonnenschein und totalen Panoramablick – ganz ohne Nebel. Ein herrliches Erlebnis und Pech für alle, die sich nicht bis ganz nach oben getraut hatten.

 

Anschließend kehrten wir zurück zur Talstation und machten uns auf den Weg zur Pension. Doch da es noch recht früh am Nachmittag war, beschlossen wir noch einen weiteren Besichtigungsstopp einzulegen. Wir besichtigten die SWAROVSKI Kristallwelten in Wattens, etwa 13 km östlich von Innsbruck. Diese waren ebenfalls in der Innsbruck-Card inkludiert und bildeten somit für uns einen entspannten Ausklang des Tages.

 

Die Swarovski Kristallwelten sind eine von André Heller im Auftrag des Kristallglasherstellers Swarovski konzipierte Erlebniswelt, bestehend aus einer großen Parkanlage, einem Museum mit mehreren ineinander übergehenden Hallen (die sogenannten Wunderkammern), einem Verkauf und einem Restaurant. „Das ursprüngliche Prinzip dieser Wunderkammern basiert auf der historischen Wunderkammer im Schloss Ambras, die im 16. Jahrhundert als Universalsammlung das gesamte Wissen ihrer Zeit zu erfassen versuchte. In den Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten interpretieren international und national renommierte Künstler, Designer und Architekten Kristall auf ihre eigene Art. Sie schaffen aus dem funkelnden Material Raum- bzw. Erlebniskonzepte“ (Quelle: kristallwelten.swarovski.com).

 

Als wir bei Swarovski Kristallwelten ankamen, standen bereits mehrere Busladungen an Besuchern an der Kasse und warteten auf Einlass. Diesem Besucherstrom schlossen wir uns zwangsläufig an und liefen mit der Gruppe von einer glitzernden und funkelnden Wunderkammer zur nächsten. Das Stimmengewirr und das euphorische Jubeln bzw. Kommunizieren der vielen Menschen, war von der Lautstärke her, fast nicht zu ertragen. Das Schönheitsempfinden verschiedener Kulturen ist bekanntlich ebenfalls verschieden. So erfreute sich die Gruppe an Ausstellungsstücken, die für uns einfach nur „kitschig“ und total überladen waren. Dahingegen übersahen sie Kunstwerke, die wir ganz ansprechend empfanden…

 

Die Gruppe verweilte anschließend im Shop, der für uns aber uninteressant war, und so konnten wir ganz in Ruhe im großflächigen Garten spazieren gehen. Dort sahen wir u.a. eine funkelnden Kristallwolke, schlenderten entlang eines Spiegelwassers und entdeckten noch weitere Kunstgegenstände sowie einen Alpengarten.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wer Funkeln, Glitzern und Kristalle aller Größen und Formen mag, sich wohl bei Swarovski Kristallwelten wohl fühlen wird. Doch für uns war das nicht ganz so unsere Welt.   

 

Die Veröffentlichung der Bilder geschieht mit freundlicher Genehmigung von D. Swarovski Tourism Services GmbH (swarovski.com/kristallwelten)

 

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