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Pico do Arieiro

Die vierte Tour führte uns noch einmal in die gebirgige Inselmitte zum Pico do Arieiro und ins östliche Hochland nach Ribeiro Frio

 

Der Pico do Arieiro (auch Pico do Areeiro) ist mit einer Höhe von 1818 m der dritthöchste Berg Madeiras. Er ist im Gegensatz zu den zwei höheren Gipfeln Pico Ruivo (1861 m) und Pico das Torres (1851 m) mit einer vom Poiso-Pass ausgehenden Straße erschlossen und daher der meistbesuchte Gipfel der Insel. Unterhalb des Gipfels befinden sich zur Bewältigung der alltäglichen Touristenströme ein großer Parkplatz und eine Cafeteria mit Souvenirshop. Unmittelbar neben dem Gipfel befindet sich eine weithin sichtbare Radarstation der Portugiesischen Luftstreitkräfte. Vom Pico do Arieiro aus führt ein Wanderweg um den Pico das Torres herum, zum höchsten Gipfel der Insel, dem Pico Ruivo.

Wir hatten bei sehr gutem Wetter eine phantastische Aussicht über das Bergpanorama Madeiras, und konnten sogar die Umrisse der ca. 30 Seemeilen entfernt liegenden Nachbarinsel Porto Santo sehen.

 

Etwa in der Mitte zur Zubringerstraße auf den Pico do Arieiro befindet sich, etwas unterhalb der Straße, ein kleines Steiniglu mit dem Namen „Poço da Neve“. Es ist durch ein Schild markiert und über einen Trampelpfad gut zu erreichen. Der Schacht im Inneren des Iglus ist etwa dreimal so tief wie seine Höhe.

 

Übersetzt heißt Poço da Neve so viel wie Schacht oder Brunnen und Schnee. In einem Reisetipp auf einem Reisebuchungsportal im Internet heißt es, dass darin der früher am Pico do Arieiro gefallene Schnee gesammelt und in dem tiefen Schacht zu Eis verfestigt wurde. Dieses Eis wurde dann von Trägern, die es in Tierhäute und Stroh einwickelten, hinunter nach Funchal transportiert. Das Eis war in früheren Zeiten, als es noch keine Kühlschränke gab, in Funchal als Luxusartikel sehr begehrt, und entsprechend gut konnten die Träger daran verdienen.

 

Anschließend machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp in Ribeiro Frio, ein Ausflugsziel im östlichen Hochland Madeiras. Es liegt etwa in der Mitte der Straße ER 103, die Funchal und Santana entlang der Ostgrenze des zentralen Hochgebirges verbindet, und ist damit relativ nahe an den Gipfeln des Pico do Arieiro und Pico Ruivo. Hier wird eine staatliche Forellenzucht betrieben, ein für hiesige Verhältnisse ziemlich großes Ausflugslokal und ein Souvenirshop. Ribeiro Frio ist im Wesentlichen Ausgangs- oder Endpunkt für einige Wanderungen im östlichen Hochland sowie Station einiger Rundreisetouren über die Insel.

 

Auch wir bekamen diese Menschenmassen zu spüren. Als wir dort noch recht früh am Tage ankamen, bekamen wir noch ziemlich einfach einen freien Parkplatz. Doch schon während unseres kurzen Spazierganges von nur ca. 45min verwandelte sich die schmale Straße mit den wenigen Parkmöglichkeiten zu einem riesigen Chaos. Mehrere Busse brachten gleichzeitig ihre Menschenladungen zu den bereits überfüllten Restaurants und Cafés. Auf der Durchgangsstraße gab es kein Vor und kein Zurück mehr. Einfach Wahnsinn!

 

Unsere Kurzwanderung oder auch Spaziergang, je nachdem wie man die insgesamt ca. 3km Strecke nennen möchte, war recht einfach, entspannt und ohne Hindernisse zu gehen. Der schöne und dazu schattige Weg führte durch alten Waldbestand. Kaum glaubten wir, die Zivilisation hinter uns gelassen zu haben (wenn man die anderen Wanderer mal vergisst), schon gab es Andenken zu kaufen. Zuerst gab es einen Kiosk und ein Stück weiter saß eine alte Frau in ihrem Stand und strickte Madeira-Bommelmützen, die es natürlich auch zu kaufen gab. Weiter ging es an der Levada entlang, zwei Felsspalten wurden durchschritten und kurz darauf wies ein Schild schon den Weg zum Aussichtspunkt Balcoes. Von ihm hatten wir einen schönen Ausblick auf das Zentralgebirge, sowie in das Tal der Faja do Nogueira, bis hin zur Nordküste und seinem Adlerfelsen bei Faial und Porto da Cruz.

 

Die fünfte Tour führte uns in den Norden und Nordwesten der Insel sowie auf das zentralen Hochplateaus Paúl da Serra

 

Wie am ersten Tag unserer Rundtouren starteten wir die Fahrt Richtung Norden nach São Vicente. Doch dieses Mal fuhren wir nicht über die Schnellstraße durch den Tunnel, sondern wählten die längere, aber dafür aussichtsreichere Variante über den 1004 m hohen Pass Encumeada. Die Straße über den Pass beginnt an der Südküste bei Ribeira Brava, windet sich hoch über Serra d’Água (das war das erste Wasserkraftwerk der Insel) und führt dann auf die Passhöhe, von wo aus wir eine unbeschreiblich schöne Aussicht sowohl auf die Nordküste, auf São Vicente sowie auf die Südküste und auf das Tal der Ribeira Brava hatten.

 

In São Vicente angekommen, bogen wir nördlich des Dorfes auf die Straße nach Porto Moniz ein. In unserer doch schon etwas älteren Reiseliteratur hatten wir einen Tipp gelesen, der sagte, dass man auf dieser Strecke die „alte Küstenstraße“ benutzen sollte, da diese mit tollen Wasserfällen und Ausblicken auf die Küste und auf das Meer viel interessanter sei als die „neue Straße“ durch die Tunnelröhren.

 

Dies können wir durchaus bestätigen, müssen doch leider ergänzen, dass die alte Küstenstraße (Antigo Traçado da ER101) komplett gesperrt ist. Teils durch Ketten, über die man als Fußgänger hinwegsteigen kann, aber teils auch durch massive Mauern immer mit Warnschildern versehen. Das hat, wie wir bald schon mit eigenen Augen sehen konnten, seine berechtigten Gründe: nicht nur dass auf dieser Straße, die an der Steilküste entlangführt, Steinschläge zu erwarten sind (es lagen dicke Brocken auf dem Weg) nein, es fehlten zwischendurch sogar komplette Straßenabschnitte. Diese waren durch Erdrutsche abgebrochen und lagen nun als große Schuttberge im Meer. Wir hatten schon ein etwas mulmiges Gefühl, als wir den Zustand der ehemals einzigen Verbindungsstraße entlang der Küste sahen.

 

Wir folgten also brav der neuen Straße durch den Tunnel und hielten immer mal wieder zwischendurch, wo es möglich war, an den tunnelfreien Abschnitten vor den Absperrungen mit den Ketten oder an offiziell markierten Parkplätzen an, um noch Blicke auf die ehemalige Küstenstraße, mit ihren unzähligen Wasserfällen, erhaschen zu können.

 

So sahen wir an unserem ersten Stopp an der Absperrung mit der Kette einige kleinere Wasserfälle, die an der Steinküste hinab auf den Weg plätscherten. Ein schon recht imposantes Naturspiel, aber nicht zu vergleichen mit dem Wasserfall am offiziellen Aussichtspunkt „Véu da Noiva“. Dieser donnerte doch schon richtig kräftig auf die alte Küstenstraße nieder, so dass wir uns gut vorstellen konnten, dass Autofahrer früher diesen Wasserfall als kostenfreie „Autowäsche“ nutzten. Weniger lustig war aber die abgebrochene Straße gleich nebenan, die man nur noch als Trümmer im Meer liegen sah....  Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, vom Parkplatz des Aussichtspunktes, gab es noch einen weiteren Wasserfall. Dieser war aber wenig interessant, denn er war recht „trocken“.

 

Auf dem weiteren Weg nach Porto Moniz viel uns noch ein Felsen im Meer auf, der eine interessante Form mit einem „Loch“ hatte. Die in unserer Reiseliteratur noch zusätzlich erwähnten Aussichtsstellen mit Wasserfällen waren leider nicht mehr zugänglich.

 

Porto Moniz ist eine Ortschaft im Nordwesten der Insel Madeira, benannt nach dem portugiesischen Adligen Francisco Moniz. Erwerbszweige in Porto Moniz waren früher Walfang und Fischerei, heute sind es Weinbau und Tourismus. Der Ort hat einen Hafen, einen Hubschrauberlandeplatz, eine moderne Uferpromenade und ist bekannt für die natürlich entstandenen Badebassins im Vulkangestein.

 

Früher waren die von bizarren Lavafelsen umgebenen Naturschwimmbecken (Piscinas naturais) ein beliebter Badeort der Einheimischen, doch heute bietet nur noch eines der Lavabecken, das weniger naturbelassen wirkende, Badefreuden. Das Becken, das früher sicherlich am schönsten und natürlichsten war, ist heute nur noch ein sehr trauriger und trostloser Anblick. War es einst mit kristallklarem Meerwasser gefüllt, das durch die Flut täglich ausgetauscht wurde, ist es heute fast ausgetrocknet, eklig schlammig und riecht nicht unbedingt angenehm. Wir sahen ein paar mutige Touristen in den einst mit Wasser gefüllten Becken umherklettern, doch an Badespaß dachte da wohl schon lange niemand mehr...

 

 

 

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