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Friedrichskoog Trischendamm

Als nächstes machten wir einen kurzen Halt in der Gemeinde Barlt. Sie liegt in der Marsch im südlichen Dithmarschen an der Bundesstraße zwischen Meldorf und Marne. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Nordsee bis an den Geestrand. Dort befindet sich in der Mühlenstraße die Windmühle Ursula. In Schleswig-Holstein und dem Norden Deutschlands gab es noch vor ca. hundert Jahren eine große Anzahl an Windmühlen, jedoch mit dem Einzug der neuen Zeit wurden sie nicht mehr gebraucht und so begann ab den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts das große Mühlensterben. Doch einige „Windmüller“ wollten ihre treu gedienten Kraftmaschinen nicht so einfach aufgeben. Dieser Gegebenheit ist es zu verdanken, das heute in Schleswig-Holstein noch ca. 100 Windmühlen stehen. Eine davon ist die Windmühle Ursula. Sie ist ein zweistöckiger Galerieholländer von 1875 mit Jalousieflügeln und Windrose.

 

So nun kommen wir zu unserem eigentlichen Ferienort Friedrichskoog.

Seit 1985 besteht in Friedrichskoog die Seehundstation Friedrichskoog. Sie ist die einzige zur Aufzucht von Heulern autorisierte Stelle an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Ihr Aussehen wurde zahlreichen Fernsehzuschauern durch die Fernsehserie „Hallo Robbie!“ bekannt, von der große Teile in der Station gedreht wurden. Diese Seehundstation haben wir jedoch nicht besucht, genauso wenig wie den 2008 am Hafen erbauten 2.500 m² großen Indoor-Spielpark in der architektonisch interessanten Form eines Wals. Von außen betrachtet sieht der Spielpark wirklich gigantisch und witzig aus und ist für Kinder sicherlich eine willkommene Abwechslung zu den „Sehenswürdigkeiten“, die uns die Küstenlandschaft bot. Der Hafen ist mit den meisten registrierten Krabbenkuttern, nach Büsum und Husum der drittwichtigste Fischereihafen der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Hier findet jährlich eine Kutterregatta statt, die einen hohen touristischen Wert hat. Auf Landesebene gibt es dennoch Bestrebungen zur Schließung dieses Tidehafens.

 

An der „Spitze“ von Friedrichskoog befindet sich der 1935/36 erbaute Trischendamm, ein Küstenschutz-Bauwerk von 2200 m Länge. Der Damm führt von der Deichkrone erst einmal geradeaus, um dann eine leichte Kurve nach rechts zu beschreiben. In der Höhe weist er zwei Stufen auf und wird bei normaler Flut nicht überspült. Die Außenseite des Dammes besteht aus großen Basaltblöcken. Lag der Damm noch 1975 fast auf ganzer Strecke im Watt, so sind heute auf seiner Südseite (der von Land ausgesehen linken Seite) mehrere hundert Meter Vorland gewachsen und auch auf der Nordseite sind die ersten diesbezüglichen Anzeichen erkennbar. Vom gesamten Damm aus herrschen – witterungsabhängig – gute bis sehr gute Sichtmöglichkeiten über die Elbmündung nach Cuxhaven und in der anderen Richtung bis nach Büsum mit dem markanten Hochhaus. Einige Kilometer hinter dem Ende des Dammes befindet sich die Öl-Bohr- und Förderinsel „Mittelplate“ und ganz in der Ferne, etwa 12 km vom Trischendamm entfernt, lässt sich die Trischen, eine unbewohnte (Vogel-)Insel vor der Meldorfer Bucht entdecken. Ursprünglich sollte der Trischendamm die wandernde Vogelinsel mit dem Festland verbinden, was er aber nicht tut. Dafür hat er eine andere Aufgabe: er schützt das Land vor den Strömen eines Priels. Wir konnten in der tief über dem Meer stehenden Morgensonne, bei einem Spaziergang hinaus auf den Trischendamm, die gesunde Luft der Nordseeküste und die verschiedenen Spuren auf dem, vom derzeit herrschenden Niedrigwasser (Ebbe), freigelegten Boden genießen.

Eine weitere Attraktion in Friedrichskoog, vor allem für Brautpaare,  ist eine alte Windmühle, die Hochzeitsmühle Vergißmeinnicht. Sie dient heute als romantische Kulisse für standesamtliche Trauungen und kann nur noch zu diesem Anlass betreten bzw. besichtigt werden.

 

 

Die Stadt Marne ist Zentrum der Dithmarscher Südermarsch und ein Karnevalszentrum im ansonsten eher karnevalsfernen Schleswig-Holstein. So finden nicht nur in der Saison diverse Karnevalsveranstaltungen statt, sondern die Kleinstadt beherbergt auch den größten Rosenmontagsumzug des Bundeslandes. So nahmen beispielsweise im Jahr 2008 mehr als 50 Wagen und Gruppen am Umzug teil, der mehr als 15.000 Besucher anzog. Die Stadt an sich hat einen recht hübschen Stadtkern mit einem majestätisch wirkenden Rathaus zu bieten. Das Rathaus wurde in neugotischem Stil in 1914/15 erbaut. In ihm befinden sich eine große Anzahl an wunderschönen alten Bauernschränken und Truhen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Wenige Schritte entfernt befindet sich die Maria-Magdalenen-Kirche und etwas bergab beherrscht das prächtige Gebäude der Sonnenapotheke das Straßenbild. Auf dem Platz rund um die Maria-Magdalenen-Kirche stehen weitere gepflegte Häuser mit wunderschönen Giebelseiten.

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