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Teide Nationalpark - Mirador Minas de San José

Wie bereits bei der Teide-Wanderung erwähnt, hatten wir uns den im Zentrum Teneriffas gelegene Teide-Nationalpark noch einmal in aller Ruhe angeschaut. Während der Teide im Norden die Parkgrenze bildet, so sind es im Süden, Osten und Westen die steilen Felswände der Caldera de las Cañadas. Das Gelände liegt über 2000m ü.d.M. und erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 13.500ha. Die Klimaverhältnisse heben sich deutlich von den sonst auf der Insel herrschenden ab. Die intensive Sonneneinstrahlung bringt tagsüber außergewöhnlich hohe Temperaturen (im Sommer bis 40°C), die nachts stark absinken. Die relative Luftfeuchtigkeit ist gering (unter 50%, im Sommer manchmal unter 25%). Die Jahresniederschlagsmenge beträgt um die 400mm, die meisten Niederschläge fallen als Schnee in den Wintermonaten. In Anbetracht der Höhe und der ungünstigen Bodenverhältnisse findet man im Nationalpark aber eine reiche Vegetation vor. Ungefähr 45 verschiedene Pflanzenarten wachsen hier, viele von ihnen kommen ausschließlich in diesem Gebiet vor (Textquelle: Baedeker Reiseführer Teneriffa, 8. Auflage 2003).   

 

In der Caldera erstrecken sich Schlackenfelder (malpaises), andere Schlackenmassen türmen sich über kleinere Vulkane auf oder überdecken ältere ausgeflossene Lavaströme. Die Gesteinsschichten präsentieren sich  in den unterschiedlichsten Farbtönen: Die Skala reicht von fast schwarzem bis zu rötlichem Gestein. Sofern dieser Mangan enthält, ist die Verschiedenfarbigkeit auf die Oxidierung des Erzes zurück zu führen. Die jüngsten manganhaltigen Lavaschichten sind schwarz. Das Landschaftsbild bestimmen ferner ausgedehnte Felder aus Obsidian, einem glänzend schwarzen Gestein, und Zonen, in denen heller Bimsstein überwiegt (Textquelle: Baedeker Reiseführer Teneriffa, 8. Auflage 2003). 

 

Wir erreichten die Caldera de las Cañadas auf gut ausgebauter Straße (TF-21) über die Nordauffahrt und passierten bei El Portillo den Eingang in die Caldera.  Als erstes stießen wir auf das Besucherzentrum des Nationalparks, das in einer kleinen Ausstellung einen Überblick zur Entstehung der Caldera und des Teides sowie über Geologie, Flora und Fauna des Nationalparks gibt. Videovorführungen in mehreren Sprachen ergänzen das Informationsangebot. Lohnend ist der Rundgang durch den beim Besucherzentrum angelegten Botanischen Garten, in dem man sich mit der Flora vertraut machen kann.

Unser Weg führte uns mit dem Auto weiter, an der Montana Blanca vorbei, die ihren Namen dem hellen Lapilli-Gestein (Bimssteinzusammensetzung) verdankt. Hier beginnt der kürzeste Aufstieg zum Teide. Bei einer Wanderung in diesem Gebiet stößt man auf die sogenannten Huevos del Teide, die Teide-Eier, das sind zentnerschwere rundliche Gesteinsbrocken, die im Gelände verstreut liegen. Auf diesem Wegstück gibt es auch mehrere Aussichtspunkte, wie z.B. den Mirador de San José oder den Mirador del Tabonal Negro. Diese werden kurz bevor die Parkbucht erreicht ist mit großen Fotoapparat-Schildern angekündigt. Nach kurzer Fahrt passiert man die beschilderte Zufahrt zur Teide-Seilbahnstation.  

Ganz in der Nähe befindet sich der Parador de Cañadas del Teide, ein Hotel mit Cafeteria und gleichzeitig ein weiteres Besucherzentrum.

Wir bogen gegenüber der Zufahrt zum Parador rechts zu den Roques de Garcia, oder einfach kurz Los Roques ab. Los Roques sind vermutlich Reste des Urvulkans, die wohl eindrucksvollste Felsformation in der Caldera. Am markantesten präsentiert sich der 30m hohe Roque Chinchado, den die einheimischen als „steinernen Baum“ oder auch „Finger Gottes“ bezeichnen und der als Wahrzeichen der Insel gilt.

 

Dort begannen wir mit einer Rundwanderung um die Felsformation „Los Roques“. Gemäß der Informationstafel am Beginn des Rundwegs hat der Wanderweg Nr. 3 eine Länge von 3,5 km. Er bewegt sich in einer Höhenlage von 2.050 bis 2.200 m ü NN. Die Wegzeit ist mit 1,5 Stunden angegeben. Der Weg ist hervorragend instandgehalten und ein Verlaufen ist kaum möglich.

 

Wir gingen zuerst den von leicht beschuhten Touristen bevorzugten Weg nach rechts an den Felsen vorbei und folgten dem sehr gut erkennbaren Rundweg, zuerst an einer Absperrkette entlang bis wir zu einem großen Lavafeld kamen. Von dort oben hatten wir einen schönen Blick über die Llano de Ucana, einer weiten Ebene, in der sich im Winter nach der Schneeschmelze meist kleine Seen bilden. Zu dieser Ebene wollten wir als nächstes hinabsteigen. In der Regel war der Pfad gut zu erkennen. Auf dem schwarzen Lavafeld sind wir jedoch etwas von den Markierungen abgekommen. Doch da wir die weiterführenden Wege deutlich in der unter uns liegenden Ebene erkennen konnten, schafften wir es doch, den richtigen Pfad wiederzufinden. Dort in der Ebene konnten wir die Wanderer an einer Hand abzählen. Der Trampelpfad war wieder recht leicht zu finden, denn zwischendurch erkannten wir Schilder mit der „3“ darauf. An Stellen, bei denen sich mehrere Wanderwege kreuzten standen meist größere Infotafeln und Wegweiser.

An dem sogenannten Felsen „ La Catedral“ begann der etwas anstrengendere Part unserer Wanderung, der staubige Aufstieg zur Aussichtsplattform Mirador de la Ruleta an der Abbruchkante zur Llano de Ucana. Von dort waren es nur noch wenige Meter bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

 

Wir fuhren auf der TF-21 weiter und sahen von der Ferne schon die Felsen Los Azulejos grün inmitten der Braun- und Schwarztöne leuchten. Die ungewöhnliche grüne Färbung erklärt sich durch die Tatsache, dass das Gestein eisenhydrathaltig ist.

 

Auf dem Weg dorthin gelangten wir noch an einigen Aussichtspunkten vorbei, unter anderem auch an dem südlich der Straße zur Boca de Tauce aufragenden Felsen „Zapato de la Reina“, was zu Deutsch „Schuh der Königin“ heißt. Diesen Namen erhielt der Felsen aufgrund seiner wie einem hochhackigen Damenschuh ähnelnder Form.  Leider war der Schuh-Felsen nicht ausgeschildert und selbst von der dafür vorgesehenen Haltebucht aus war er nicht auf Anhieb zu erkennen. Wir mussten erst ein paar Schritte einen Trampelpfad folgen, um den richtigen Blickwinkel zu haben.

 

Nun führte die Straße an den schon erwähnten grünen Felsen vorbei und verließ dann nach einigen hundert Metern den Nationalpark.

 

Wir folgten weiterhin der TF-21 und gelangten nach wenigen Minuten zu einer Aussichtsplattform Mirador del Pino Gordo“. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Panoramablick über die Insel, die Küste und den Atlantischen Ozean. Dort befindet sich noch eine weitere Attraktion, nämlich die größte Kiefer der Insel, die sogenannte Pino Gordo. Vom Parkplatz führen Treppen zum Baum hinab. Es lohnt sich die gigantische Kiefer mit ihrem Drillingsstamm anzusehen, denn sie besitzt die Maße von 45m Höhe und 11m Umfang.

 

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