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Krimmler Wasserfälle - Wasserfallweg - Regen Kanzel

Ein Blick aus dem Fenster bestätigte die erfreuliche Wettervorhersage, die ankündigte, dass es sonnig und schön werden sollte. Super, somit konnten wir uns auf die geplante Panoramafahrt über die Gerlos-Alpenstraße machen.

 

Diese Nordtirol (Zillertal) mit Salzburg verbindende Alpenpanoramastraße wurde zwischen 1960 und 1962 erbaut. Die Strecke führt von der so genannten Pinzgauer Höhe (Gerlospass), knapp östlich des Speichers Durlaßboden hinunter zur Gemeinde Krimml. Die Pläne dazu wurden bereits 1949 von Franz Wallack angefertigt, dem genialen Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße.

Vermutlich war der Weg über den Gerlos schon vor Jahrtausenden ein nicht ungefährlicher, aber dennoch beliebter. Goldsucher, Saumhändler und Abenteurer wählten diese kürzeste Verbindung zwischen dem Salzach- und dem Zillertal. Die Errichtung der modernen Alpenstraße hatte mehrere Gründe: Zum einen wollte man den touristischen Aufschwung im 20. Jahrhundert weiter ankurbeln, zum anderen eine ganzjährig befahrbare Straße bereitstellen, die mit dem Auto zu bewältigen war (Textquelle: www.gerlosstrasse.at).

 

Wer heute über die Gerlos Alpenstraße fährt, macht dies hauptsächlich zu seinem Vergnügen. Die von Franz Wallack mit ihren eleganten Kehren sanft in die Geländestruktur eingepasste Straße weist eine maximale Steigung von neun Prozent auf. Eine traumhaft schöne Tour zum Gleiten und Staunen, denn von allen Parkplätzen entlang der zwölf Kilometer kann man eine Hauptattraktion der Region, die Krimmler Wasserfälle, betrachten. Außerdem  lohnt sich der Rundumblick auf zahlreiche Bergspitzen im Norden und im Süden (Textquelle: www.gerlosstrasse.at)

 

Nachdem wir im Vorfeld diese Beschreibung gelesen hatten, fuhren wir mit einer entsprechend großen Erwartung zu dieser mautpflichtigen Passstraße. Doch bei uns wollte sich dieser Wow-Effekt leider nicht ganz so überwältigend einstellen. Die Straße ist ohne Zweifel landschaftlich sehr schön gelegen, aber weit aus unspektakulärer als beschrieben. Interessant fanden wir jedoch zwei Parkplätze, an denen wir tatsächlich einen tollen Blick auf die Krimmler Wasserfälle und die umliegenden Berge hatten. Wie schon einmal zuvor erwähnt, waren wir zum Glück nicht in der Haupturlaubszeit unterwegs. Denn dann wären die Parkplätze mehr als nur überlaufen und die spektakulären Ausblicke durch dicht gedrängt parkende Reisebusse verstellt gewesen. Bei unserem Besuch waren es hingegen nur zwei Reisegruppen, die sich um die Informationstafeln an den schönsten Aussichtspunkten drängten…

 

Am Ende der Passstraße erreichten wir schließlich unser eigentliches Ziel an diesem Tag: Die wirklich überaus spektakulären Krimmler Wasserfälle.

 

Die Krimmler Wasserfälle sind mit einer gesamten Fallhöhe von 385 m die höchsten Wasserfälle Österreichs und die fünfthöchsten der Welt. Sie liegen am Rand des Ortes Krimml (Salzburg) im Nationalpark Hohe Tauern. Gebildet werden sie durch die Krimmler Ache, die am Ende des hoch gelegenen Krimmler Achentals in drei Fallstufen hinunterstürzt. Der Fluss fließt dann in die Salzach, die den Pinzgau entlang weiter Richtung Salzburg und zur Mündung in den Inn fließt (Textquelle: Wikipedia).

 

Im Jahr 1900 wurde ein „Wasserfallweg“ mit zahlreichen Aussichtspunkten und

Kanzeln errichtet und bringt seither naturbegeisterte Menschen hautnah an die Krimmler Wasserfälle heran. Der Weg ist gut befestigt und wird laufend gepflegt und gewartet. Er verläuft sehr nahe am Wasserfall und windet sich in engen und steilen Serpentinen stetig bergauf. Dabei überwindet er auf einer Streckenlänge von 4,15km den Höhenunterschied von 431m. Daher sollten die Besucher etwas Kondition mitbringen, wenn sie den Wasserfall komplett aufsteigen wollen.

 

So oder so ähnlich lauten die Beschreibungen des Wanderweges, den wir uns für den heutigen Tag ausgesucht hatten. Wir begannen am Parkplatz der „Wasser Welten Krimml“ wo sich zum einen das Wasserfallzentrum befindet. Dort wird alles rund um das „Element Wasser“ vorgestellt. Darin integriert ist ein Shop und Souvenirbereich. In einem weiteren Gebäude befindet sich die „Haus des Wassers – Ausstellung“ und dahinter der Außenbereich mit dem Namen „Aquapark“. Doch diese Wasserwelten interessierten uns weniger. Wir wollten schließlich die eigentlichen Wasserfallkaskaden erklimmen.

 

Der Eintritt zu unserem geplanten Wasserfallweg befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Parkplatzes. Ein kurzer Fußweg führt an diversen Kiosken, Souvenirshops und Restaurants vorbei zur Kasse des Wasserfallweges, wo man eine „Wegnutzungsgebühr“ entrichten muss.

 

Danach sind es nur noch wenige Schritte bis zum „untersten Wasserfall“, der sich am so genannten Kürsingerplatz auf 1070 m befindet. Bis dahin ist der Weg barrierefrei, behindertengerecht gestaltet und somit fast ohne Mühen für Jedermann in 10-15min zu erreichen. Dies ist auch meist der einzige Wasserfallabschnitt, den Gruppen mit Reisebusunternehmen zu sehen bekommen. Entsprechend viele Menschen halten sich dort gleichzeitig auf. Der Ausblick auf die unterste Wasserfallkaskade ist schon imposant, aber es sollte noch beeindruckender werden…

 

Auf der Beschilderung zum Aufstieg zur Mittleren Kaskade und dann weiter bis ganz nach oben wird eine Zeitangabe von 90min veranschlagt. Dies ist aber unserer Meinung nach nur für sehr geübte Wanderer machbar, die sich keine Pausen mit Ausblicke auf den Wasserfall gönnen. Wenn man zwischenzeitlich, so wie wir, die einzelnen Aussichtskanzeln ansteuern und dabei auch mehrere Fotos machen möchte, dann sollte man mindestens 2-2,5 Std für den kompletten Aufstieg einplanen. Dahingegen kann man für den Abstieg von deutlich weniger Zeit als die ebenfalls veranschlagten 90min ausgehen.

 

Die Begehbarkeit des Weges ist trotz der steilen Serpentinen wirklich hervorragend. Die meiste Zeit wandert man unter schattigen Bäumen und zwischendurch sind immer mal wieder einige Bänke aufgestellt, die sehr gerne von erschöpften Wanderern als Erholungspause genutzt werden. Bei unserem Aufstieg nutzten wir jeden Aussichtspunkt und wirklich jede hervorragend ausgerichtete Aussichtskanzel, um einen spektakulären Blick auf den tosenden Wasserfall zu erhaschen. Meist kombiniert mit einer erfrischende kleinen Dusche der aufgewirbelten Gischt und deutlich sichtbaren Regenbögen, die sich über den Wasserfall spannten. Ein wunderschönes Naturschauspiel, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

 

Nach acht beeindruckenden Aussichtspunkten gelangten wir zur Mittelstation, dem „Gasthaus Schönangerl“ auf 1306m, wo wir uns eine kurze Pause gönnten. Wer möchte, kann sich am Gasthaus Speisen und Getränke, aber auch einen kleineren Imbiss, Souvenirs sowie Eiscreme kaufen. Die Anzahl der wasserfallbegeisterten Wanderer hatte zwischenzeitlich schon merklich abgenommen. Trotzdem war die Gaststätte noch gut besucht.    

 

Frisch gestärkt machten wir uns anschließend auf die letzten 160 Höhenmeter bis zum obersten Wasserfallanfang, die es wirklich in sich hatten. Auf diesem noch recht kurzen, aber dafür umso steileren, Stück gab es nur noch drei Aussichtskanzeln, die kaum noch belagert waren, so dass wir die Ausblicke nun deutlich länger genießen konnten.

 

Am oberen Ende angekommen, sahen wir die Schettkanzel auf 1460m Höhe, sowie eine Plattform mit diversen Informationstafeln und Wegweisern. Ein paar Schritte weiter befand sich die sogenannte „Schettbrücke“. Wer Lust hatte, konnte von hier oben aus in wenigen Stunden einige Almhütten erwandern oder sich, so wie wir, über denselben Weg auf den Abstieg machen.

 

Unser Heimweg führte uns wieder über den Gerlospass. Dabei konnten wir von einem Restaurant mit dem Namen „Seeblick“ und einer Aussichtsplattform, einen kurzen Blick auf den Stausee  Durlaßboden werfen, der aber erschreckend wenig Wasser hatte und somit recht unspektakulär wirkte. Beeindruckend hingegen war die riesige, vollständig begrünte Staumauer, an der wir vorbei fuhren und die wir zuerst gar nicht als „Staumauer“ erkannten.

 

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