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Mondlandschaft Paisaje Lunar - Wanderweg

Auf dem kurzen Straßenabschnitt der TF-21 zwischen der Ausfahrt vom Nationalpark und der Kiefer zweigt linkerhand eine Piste zu einem interessanten Wanderweg ab. Diese Rundwanderung zu den Tuffsteinsäulen „Paisaje Lunar“ unternahmen wir gleich am nächsten Tag.

 

Der offizielle Einstieg zur Wanderung beginnt im Dorf Vilaflor, etwas unterhalb der erwähnten Stelle. Es soll angeblich die weitaus schönere, aber auch anspruchsvollere Wegvariante sein. Dort folgt man dem schon von den Ureinwohnern genutzten Camino de Chasna, der in den Chroniken Teneriffas immer wieder Erwähnung findet. Am unteren Ende des Marktplatzes findet der Wanderer eine große Schautafel mit Wegeplan und wichtigen Hintergrundinformationen zum Camino.

 

Nachdem man den Aufstieg von Vilaflor geschafft hat und kurz bevor man in den Kieferwald eintaucht beginnt ein Weg mit weiß-gelben Markierungen, dem eigentlichen Wanderweg zur Paisaje Lunar.

 

Wem der Auf- und Abstieg von und nach Vilaflor zu schwer erscheinen, der kann auch die gut begehbare Piste wählen, die wir bereits am Straßenabschnitt an der TF-21erwähnt haben. Bei dieser Variante steigt man dann an der Stelle in die Normaltour ein, wo der Weg mit den weiß-gelben Markierungen beginnt.

Eigentlich sollte man schon an der Straße TF-21 parken (am besten auf dem Parkplatz der großen Kiefer), aber wer sich die erste doch recht eintönige Etappe von jeweils einer Stunde hin und zurück bis zum eigentlichen Tourenstart ersparen möchte, kann die nur im Schritttempo mit dem PKW befahrbare, abzweigende Piste auch mit dem Auto zurücklegen. Man parkt dann in einer Waldzone, die eigentlich schon ein Schutzgebiet für seltene Pflanzen und Vögel darstellt, und innerhalb des Naturparks Corona Forestal liegt. Also beim Parken immer respektvoll mit der Natur umgehen.

 

Der alte, steinige Weg durch den Kiefernwald (markiert mit weiß-gelben Zeichen), führte uns zunächst in Kehren aufwärts und war vorbildlich restauriert und nicht zu verfehlen. Nach etwa 30min lichteten sich die Kiefern und brachliegende Terrassenfelder mit Bimsauflage rückten näher, die von der längst vergangenen Tradition des Trockenfeldbaus zeugen. Der Aufstieg wurde immer beschwerlicher, schenkte uns aber auf einer Höhe von ca. 1600m einmalige Ausblicke auf die farbenreichen Aschehänge der Montana de las Arenas und auf das Felsmassiv der Caldera-Randberge. Knapp einen halben Kilometer später ging der Weg über einen felsigen und schönen Abschnitt in den Baranco de las Mesas hinab. Wir durchquerten den Baranco und stiegen auf der anderen Talseite wieder auf. Bald darauf folgten wir einem zunächst über Basalttreppen aufwärtsführenden Wanderpfad. Der aufwärtsstrebende und mit Lavasteinen eingefasste Pfad führte uns nun weiter in gut einer Stunde Gehzeit im Urzeigersinn zu unserem Ziel der Paisaje Lunar.

Schon beim ersten Aussichtspunkt hatten wir eine tolle Sicht auf die wunderbaren Tuffsteinsäulen, die tief unten im Baranco de las Arenas zu bestaunen sind. Bei der zweiten Aussichtsplattform, nach einem weiteren kurzen Abstieg, informierte uns eine Bildtafel über die Entstehung dieser einmaligen Vulkanlandschaft, die auch als „weiße Mondlandschaft“ bezeichnet wird.

Um den Rückweg nach Vilaflor (oder dem verkürzten Ausgangspunkt) anzutreten, folgten wir dem Pfad, der sich von den Aussichtsterrassen in Serpentinen durch den lichten Kieferwald bergab windet. Der Weg war hier nicht zu verfehlen, da er rechts und links von Steinen flankiert wurde. An Kreuzungspunkten standen gut sichtbare Hinweisschilder mit der Aufschrift Vilaflor (Wegbeschreibung tlw. aus dem Wanderführer „Teneriffa“ – Michael Müller Verlag entnommen).

 

An einem weiteren Urlaubstag beschlossen wir die Westseite Teneriffas zu erkunden. Zuerst fuhren wir Richtung Los Realejos, das etwa 5km westlich von Puerto de la Cruz liegt. Hoch über Los Realejos, folgten wir der TF-342 immer weiter bergauf  und bogen dann auf die Calle el Lance ab. Wir fuhren auf dieser geteerten Straße weiter bis zum Ende, wo sich ein paar Gebäude mit mehreren Sendemasten befanden. Auf dem Parkplatz stellten wir unser Auto ab. Zuerst sahen wir gegenüber den Masten eine kleine Empore, von der aus die Sicht eher bescheiden war, doch als wir dem Weg an den Gebäuden vorbei noch etwas weiter folgten, entdeckten wir, als wir links um die Ecke bogen, eine Empore mit einer kleinen Gedenkstätte darauf, den Mirador de la Corona. Von dort aus hatten wir einen fantastischen Rundumblick über das komplette La Orotavatal.

 

Unser nächster Stopp war in der Ortschaft Icod de los Vinos, etwa 20km westlich von Puerto de la Cruz, die wegen ihrer Weine berühmt ist. Sie besitzt auch einen alten, sehenswerten  Stadtkern, der sich rund um die Kirche „Iglesia de San Marco“  befindet. Berühmt ist diese Kirche wegen ihrer aus Kanarischer Kiefer gearbeiteten Decke, einem Barockaltar mit silbergetriebenen Ornamenten, Rokokoschnitzereien in der Capilla de Animas, mehreren Statuen aus dem 17-19. Jh. sowie einem aus Mexiko stammenden filigranen Silberkreuz.

An die Kirche angrenzend befindet sich die Plaza de la Constitution, oder auch Plaza de Pila genannt. Ein Platz eingerahmt von mehreren vollständig erhaltenen Stadthäusern aus dem 18. Jh.

Eine weitere Attraktion ist der älteste und schönste Drachenbaum (Dracaena draco) der Kanarischen Inseln.  Er ist fast 20m hoch und hat einen Stammumfang von 6m. Der Baum befindet sich in einem sehr schön angelegten botanischen Garten mit vielen einheimischen Pflanzen und einem nachgebauten Guanchendorf. Wer den „Parque del Drago“ nicht besichtigen möchte, kann den Drachenbaum auch perfekt von der gegenüberliegenden Kirche aus sehen und fotografieren.

Wir haben uns den botanischen Garten Parque del Drago natürlich angeschaut. Den ausführlichen Bericht und die Bilder dazu findet ihr wie gewohnt unter der Rubrik Naturbilder.

 

Nach weiteren 7km Fahrt erreichten wir den Ort Garachico, dessen Wahrzeichen ein der Küste vorgelagerter Felsen mit dem Namen „Roque de Garachico“ ist. Knapp 6000 Einwohner hat diese kleine Stadt mit einer großen Geschichte. Der Vulkanausbruch in der "Montaña Negra" im Jahre 1706 veränderte die Stadt, den Hafen und die gesamte Landschaft. Der Hafen von Garachico war bis dahin einer der bedeutendsten auf Teneriffa. Unglaubliche Lavamassen strömten damals auf die Stadt herab und bildeten im Meer eine neue Insel: die "Isla Baja", die "flache Insel", wo sich heute die Orte "Los Silos" und "Buenavista del Norte" befinden.

 

Zum Glück wurden von den Lavamassen einige der wunderschönen Stadtpaläste und einige Kirchen verschont. So ist die Altstadt von Garachico eigentlich als Museum erhalten geblieben, so dass die kanarische Regierung den Ortskern 1994 in seiner Gesamtheit zum „historischen Baudenkmal“ erklärt hat. Man muss es gesehen haben!

 

Natürlich wollten wir auch die vom Vulkan erschaffene „Isla Baja“ besuchen, und so machten wir uns auf zu unserem nächsten Zwischenstopp, dem Ort Los Silos.

Im Nordwesten von Teneriffa liegt die kleine Ortschaft Los Silos, 2km von der Küste entfernt und 6km westlich von Garachico.

Mittelpunkt des Ortes ist der von Bäumen umgebene Platz des Lichtes, die "Plaza de la Luz". In seinem Zentrum stehen ein kleiner Pavillon und etliche Bänke, die zu einer kleinen Pause einladen und dem Besucher einen atemberaubenden Blick auf die Bergwelt schenken. Alte kanarische Häuser mit ihren typischen Holzbalkonen und gemütliche Cafés säumen den Platz. Neben der Plaza de la Luz ragt die schneeweiße Pfarrkirche Nuestra Señora de La Luz in die Höhe. In ihrem Inneren befinden sich eine wertvolle geschnitzte Jesusstatue, der "barmherzige Christus", und ein wunderschönes Marienbildnis aus dem 16. Jahrhundert.

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