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Fahrt durchs Glen Coe

Als letzten Punkt auf unserer Rundreise über Skye hatten wir uns bei Armadale das Armadale Castle and Gardens vorgenommen. Bis zu diesem Ziel mussten wir aber noch gut 75km zurücklegen, denn Armadale liegt fast am südlichsten Ende der Insel. Dort befindet sich auch die Autofähre, die uns zum Fischerörtchen Mallaig zurück auf das britische Festland bringen sollte. Da wir, in Armadale angekommen, noch keine Tickets für die Fähre hatten, erledigten wir zuerst am Pier die Formalitäten und erkundigten uns gleich nach der Abfahrtszeit der nächsten Fähre. Wir hatten noch ungefähr 40min Zeit bis wir auf dem Schiff einchecken konnten. Diese Zeit schien uns aber bei weitem zu kurz (und der Eintritt dafür zu teuer), um uns noch das komplette Castle samt zugehörigem 16 Hektar großen Garten anzuschauen. Also beschlossen wir, beim Restaurant des Schlosses eine Pause einzulegen und noch in Ruhe einen Kaffee zu genießen. Die Überfahrt nach Mallaig dauerte etwa eine halbe Stunde und von der Fähre aus konnten wir noch einmal einen guten Blick auf Armadale Castle werfen...

 

In Mallaig angekommen folgten wir einer kurvigen Panoramastraße, entlang der West-Highland-Route Richtung Fort William, wobei wir in Glenfinnan am Nordrand von Loch Shiel einen Stopp einlegten. Dort schauten wir uns das Glenfinnan-Viadukt, ein Eisenbahnviadukt an der Strecke der West Highland Line an. Das 380m lange Bauwerk besteht aus 21 Pfeilern, die bis zu 30m hoch sind. Das Viadukt war zum Zeitpunkt der Fertigstellung eine technische Pionierleistung, denn es ist eine der ersten großen (Stampf-) Betonbrücken überhaupt. In den Sommermonaten fährt darauf täglich (außer samstags) der Touristensonderzug „Jacobite Steam Train“ mit Dampflokomotive, der dem Viadukt zu einem hohen Bekanntheitsgrad verholfen hat (Textquelle: Wikipedia). Leider kam zu dem Zeitpunkt als wir das Viadukt angeschaut haben gerade kein Zug vorbei, das hätte sicherlich spektakulär ausgesehen.

 

Ein paar Schritte davon entfernt ragt am Ufer des Loch Shiel das Glenfinnan Monument (NTS) auf. Es wurde im Jahr 1815 nach Plänen des schottischen Architekten James Gillespie Graham erbaut, um den Platz zu markieren, an dem 1745 die Standarte von Prinz Charles Edward Stuart gehisst wurde. Damit beanspruchte er den schottischen und englischen Thron im Namen seines Vaters James Francis Edward Stuart. Dies war der Beginn der Rebellion, die acht Monate später in der Schlacht bei Culloden am 16. April 1746 niedergeschlagen wurde (Textquelle: Wikipedia). Den Turm kann man über eine Wendeltreppe mit hohen, kleinen Stufen besteigen. Über eine schwierig zu passierende Öffnung gelangt man auf eine Plattform, von wo aus man einen tollen Ausblick hat. Dort hält die Statue eines Kilt tragenden Highlanders Wacht. In unmittelbarer Nähe zum Monument befindet sich noch das zugehörige Museum mit einer Ausstellung des NTS.

 

Als nächstes fuhren wir weiter nach Banavie, einem kleinen Dorf, wenige Kilometer von Fort William entfernt. Dort befindet sich Neptune’s Staircase (Neptuns Treppenaufgang). Neptune’s Staircase ist die volkstümliche Bezeichnung einer Schleusenanlage im Kaledonischen Kanal, der früher Schiffen den Weg von der Nordsee zum Atlantik erleichterte. Sie besteht aus acht Schleusensegmenten hintereinander (Koppelschleuse) und ist die längste Schleusentreppe Großbritanniens. Der gesamte Hub in den acht Schleusen beträgt nur ca. 20m, da die Schleusentore bei der Anlage des Kanals im 19. Jahrhundert noch per Hand bewegt werden mussten, heute sind die Tore hydraulisch angetrieben und der Kanal dient hauptsächlich der Erholung und dem Tourismus. Ein Schiff benötigt etwa 90 Minuten, um die acht Schleusenkammern des Neptune’s Staircase zu passieren (Textquelle: Wikipedia). Ein aufwendiger Bau, der früher auch eine aufwendige Handhabung (Muskelkraft) benötigte. Heute geht das zum Glück viel einfacher und wir hatten das Vergnügen eine Schleusung von kleineren Booten mit anschauen zu können.

 

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Danach folgten wir der A82 immer entlang des Loch Linnhe bis wir in dem kleinen Weiler Inchree, am nördlichen Ende des Dorfes Onich, ankamen. Dort schauten wir uns einen Wasserfall an. Der sehenswerte Inchree-Wasserfall schlängelt sich zwischen Mischwald über mehrere Terrassen und stürzt dann beherzt einige Meter in die Tiefe (Textquelle: Michael Müller Verlag; Schottland; Andreas Neumeier; 4. Auflage 2005). Ein kurzer Spaziergang führt entweder direkt zum Wasserfall, er kann aber auch als Zwischenstopp auf mehreren Rundwanderwegen besichtigt werden. Ausgangspunkt ist jeweils der Parkplatz der Forestry Commission am Ende des Ortes Inchree. Die einzelnen Wege werden dort auf einem Schild beschrieben. Sie sind farblich markiert und können leicht verfolgt werden. Wir wählten den roten Rundweg (Dauer ca. 40min), der uns zuerst über einen recht eintönigen, langweiligen, geschotterten Forstweg bergauf und dann über einen Bogen und den tollen Abschnitt mit dem Wasserfall wieder zurück zum Parkplatz führte. Der Blick auf den Wasserfall war über mehrere Ebenen (Aussichtsplattformen) möglich und wirklich lohnenswert.

 

Unsere weitere Reise führte uns durch das wunderschöne Glen Coe (gälisch Gleann Comhann), einem Tal (glen) in den schottischen Highlands. Glen Coe wird auch das „Tal der Tränen“ genannt, zurückzuführen auf eine ungeheure Mordtat der Engländer, das Massaker von Glencoe. Einziges Dorf am Rande des Tals ist Glencoe, das nächstgelegene Unterzentrum ist Ballachulish. Der Fluss Coe mündet hier in die Meeresbucht Loch Leven – ein Seitenarm des Loch Linnhe. Das Glen Coe entstand, wie der größte Teil der schottischen Berge, durch vulkanische Aktivitäten. Die Vulkankegel wurden während mehrerer Eiszeiten durch Gletscher geschliffen und sind durch Witterungseinflüsse weiter erodiert. Das Tal liegt so zwischen hohen Bergrücken und wird vom River Coe durchflossen, in den viele kleine Bäche münden, die in Wasserfällen von den Bergen herabkommen. Im Sommer ist das Tal ein tolles Wandergebiet und im Winter ein beliebter Ort für den Skisport. Die A82 führt durch das Tal, das sich zum überwiegenden Teil im Besitz des National Trust for Scotland befindet (Textquelle: Wikipedia).

 

Auch wir beschlossen, ganz früh am Morgen eine kleine Wanderung in Glencoe, dem Ort am Rande des Tals, zu unternehmen. Dazu wählten wir den Glencoe Lochan Trail, einen wunderschönen Weg rund um den noch von Nebel überzogenen See. Die morgendliche Stimmung mit dem Nebel, den Geräuschen der Tiere, jeder Menge Vogelstimmen, und das Schwappen des Wassers  hatte etwas Besonderes. Rings um den See gab es mehrere Sitzbänke und auch Pontons, von denen aus wir eine schöne Aussicht hatten.  Ein wirklich gelungener Start in den Tag. Als nächstes durchfuhren wir das Glen Coe und hielten immer mal wieder an vorgesehenen Haltebuchten für Fotostopps an. So sahen wir z.B. die Berggruppe der„3 Sisters“, warfen einen Blick in das Seitental Glen Etive, sahen mehrere Wasserfälle und weitere typische Landschaftsformen mit sehr üppigen und leuchtenden Farben.

Außerdem besichtigten wir das „Glencoe Mountain Resort“. Das Resort befindet sich auf einem Berg in einem Gebiet von außergewöhnlicher natürlicher Schönheit und bietet einen atemberaubenden Blick auf Rannoch Moor und den legendären Buachaille Etive Mor.

Im Sommer ist der Berg ein angesagter Platz für Mountainbiker, die über mehrere Routen verschiedener Schwierigkeitsgrate den Berg hinab sausen. Laut mehrerer Informationsbroschüren sollte das Gebiet auch für (erfahrene) Wanderer viel Spaß bereiten und im Winter sollten vor allem Skifahrer, Snowboarder und Rodler voll auf ihre Kosten kommen. Das klang ja ziemlich vielversprechend also fuhren wir mit dem Sessellift auf die erste Station hinauf (die zweite war außer Betrieb!). Wir hatten wirklich eine wunderbare Aussicht auf die Weite des Glen Coe, die (Wander-)Wege oben waren jedoch miserabel: grob geschottert und total durchpflügt und ramponiert. Die Cafés hatten alle geschlossen und das angeblich hervorragende Wandergebiet, mit zwei Aussichtspunkten, ließ sich uns trotz Karte nicht so ganz erschließen. Also waren wir bis auf die tolle Aussicht eher enttäuscht.

 

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