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Güimar - Pyramiden und Botanischer Garten

 

Der für uns schönste Abstecher an diesem Tag war der westlichste Punkt von Teneriffa, an der Punta de Teno. Von Buenavista del Norte aus gelangt man auf der schmalen Zufahrtsstraße TF-455 zum dortigen Leuchtturm. Auf der Straße gilt es, Vorsicht walten zu lassen. Nicht umsonst warnen Schilder am Wegrand die Autofahrer vor Steinschlag und Erdrutsch. Bei schlechtem Wetter ist die kurvige Straße, die zum Teil durch unbeleuchtete Tunnel führt, gesperrt.

 

Die Punta de Teno ist eine Landzunge am nordwestlichsten Punkt der Insel und befindet sich etwa 11 Kilometer westlich von Buenavista del Norte. Sie entstand, indem Lavaströme ins Meer hinein flossen, dort erkalteten und dadurch schließlich erstarrten. Beherrscht wird die Küste von steilen Klippen und einer bergigen Landschaft.

 

Der 1976 errichtete Leuchtturm Faro de Teno thront an der Spitze der Landzunge. Sein 1893 erbauter Vorgänger steht nur wenige Meter davor. Rings um die Leuchttürme und auf den Klippen sind schöne beplankte Wege angelegt, auf denen die Besucher unbeschwert alle sehenswerten Stellen erreichen können. Das einzige Manko dieses schönen Landzunge ist der kaum abbrechen wollende Massenansturm an Touristen, die ihre Fahrzeuge kreuz und quer parken….

 

Natürlich wollten wir uns auch die Ostseite der Insel näher anschauen und so fuhren wir nach Candelaria, etwa 20km südöstlich von Santa Cruz. Der Küstenort ist die bekannteste Wallfahrtsstätte der Kanarischen Inseln. Wichtigstes sakrales Bauwerk für die Kanarier ist die direkt am Meer, am Rande eines großen Platzes, aufragende Basílica de Nuestra Señora de la Candelaria. Sie beherbergt das meistverehrte Heiligtum der Kanarischen Inseln, die Virgen de Candelaria (Jungfrau von Candelaria), eine Madonnenstatue.

Leider konnten wir das daneben liegende Dominikanerkloster und die sich dahinter befindende Grotte von San Blas nicht besichtigen, da der Zugangsweg durch einen großen Bauzaun abgesperrt war.

 

Eine weitere Attraktion bilden neun Skulpturen an der Uferseite des Platzes bei der Kirche. Sie stellen die Guanchenkönige (Menceys) dar. Jeder einzelne Mencey wurde mit seinem typischen Attribut nachgebildet und steht noch heute für die jeweilige Region, in der er damals regierte.

 

Wir fuhren weiter Richtung Süden und gelangten zu der Ortschaft Güimar.

Güimar ist vor allem durch den Parque Etnográfico Pirámides de Güimar mit seinen Steinpyramiden auf der ganzen Insel und international bekannt geworden.

 

Die Pyramiden von Güimar wurden von Einheimischen entdeckt und zuerst nicht beachtet. Man dachte zuerst, dass die Pyramiden dadurch entstanden sind, dass die Bauern bei der Aufbereitung der Felder die störenden Steine auf einen Haufen geworfen haben. Diese Theorie ist natürlich absurd, wenn man die geometrische Genauigkeit und die Präzision der Pyramiden beachtet.

 

Trotzdem existieren über den Ursprung und Zweck dieser Stufenkonstruktionen unterschiedliche Theorien, wenngleich ihr ethnologischer Wert als Beispiel für die Gebräuche und Traditionen ihrer Erbauer unumstritten ist.

 

Im Park sieht man Details zur Konstruktion der Pyramiden, die astronomische Ausrichtung des Hauptkomplexes, die Ergebnisse diverser archäologischer Ausgrabungen bis heute, sowie eine Darstellung der Theorien des Gründers des Parks, des anerkannten norwegischen Anthropologen und Naturforschers Dr. Thor Heyerdahl (*1914, † 2002).

 

Die Bauweise und Form der Pyramiden erinnert stark an die bereits bekannten Bauwerke von Sizilien, Mexiko, Mesopotamien, Polynesien und Peru.

Mit seinen spektakulären Reisen über die Weltmeere auf selbst gebauten, aus Binsen gefertigten Schiffen, konnte Heyerdahl beweisen, dass die uralten Kulturen die Meere schon lange vor Kolumbus-Zeiten überqueren und somit das Wissen, die Gebräuche und Traditionen verbreiten konnten.

 

Auf dem Parkareal befinden sich das Museum „Casa Chacona“ mit alten Fundstücken und ein Auditorium, in dem die Entstehung und Geschichte der kanarischen Pyramiden genauer vorgestellt wird. Eindrucksvoll ist der Schiffssaal mit den aus Pflanzenbündeln nachgebauten Schiffen.

 

Auf dem Außengelände befindet sich eine Panoramaterrasse, von der aus der Besucher einen schönen Blick auf den Pyramidenkomplex mit den wunderschön angelegten Kanarischen Gärten drum herum hat.

 

Über einen schön angelegten Rundweg gelangten wir entlang den sehr sehenswerten Gärten mit einheimischen Pflanzen recht nah an den Pyramiden vorbei, so dass wir sie von allen Blickwinkeln aus gut betrachten konnten. Zwischendurch hatten wir die Gelegenheit, an einem Picknickplatz oder auf Bänken eine Pause einzulegen und die Eindrücke zu genießen.

Zusätzlich zu diesem Rundgang konnten wir noch Eintrittskarten für zwei Erweiterungen erwerben: zum einen für eine Ausstellung der Stiftung Mata Ki Te Rangi (Osterinsel) und zum anderen für einen Geheimgarten.

 

Wir entschieden uns für letzteres und gelangten in einen Garten mit mehr als 70 giftigen Pflanzenarten aus aller Welt. Es handelt sich somit um eine einzigartige Ausstellung auf den Kanaren, auf 1.500m² konnten wir einige der gefährlichsten Pflanzen weltweit kennenlernen. Der Geheimgarten entstand unter anderem, um die Kenntnisse, die Erhaltung und die Nutzung der Botanik zu vermitteln, aber auch, um auf eine spielerische Weise zu lehren und die Menschen über die Gefahren von Giften in unserer Pflanzenwelt aufzuklären.

Alle Wege des Geheimgartens sind mit attraktiven Schildern und Informationstafeln versehen. Darauf werden Mythen und Legenden über das Gift dargelegt, die medizinische Nutzung einiger Pflanzenarten, der Giftigkeitsgrad und die geografische Herkunft sämtlicher botanischen Exemplare. Vor Ort werden die gefährlichsten Pflanzen ausgewiesen. (Textquelle: http://www.piramidesdeguimar.es)

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