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Calanche - zwischen Porto und Piana

Porto  ist - wie es der Name schon sagt - der Hauptort des Golfes und liegt an der Mündung des gleichnamigen Flusses, in dem man schöne Badestellen findet. Überragt wird alles von einem Genuesenturm, der auf dem roten Felsen ruht. Einen alten Dorfkern gibt es nicht und so bleibt der Turm der einzige Zeuge aus vergangener Zeit.

 

Der genuesische Turm hat - und das ist eine Besonderheit - einen viereckigen Grundriss. Daher wurde er fälschlicherweise meist der pisanischen Zeit zugeordnet. In der Tat wurde er aber 1551 errichtet. Der Turm kann besichtigt werden. Im Inneren gibt es eine Ausstellung über die Torregiana, der Befestigung der Küste zur Zeit der Genuesen. Wir erhielten einen Flyer mit deutschen Übersetzungen der Ausstellungstexte. Die Sicht von der Aussichtsplattform hinunter aufs Dorf, auf den Strand und über den Golf ist sehr lohnenswert.

 

Von Porto aus fuhren wir auf der D81 Richtung Piana. Auf den kommenden Kilometern nach Piana hatten wir immer wieder herrliche Ausblicke auf Porto. Die Straße steigt stetig an und führt auch über zwei enge Spitzkehren. Kurz bevor man die Calanche erreicht hat (7 km ab der Brücke in Porto), parkt man das Auto in einer starken Linkskurve. Ein Fels, der die Form eines Hundekopfes (Tête du Chien) hat, markiert den Startpunkt einer sehr lohnenswerten Wanderung zum Château. Leider war der Parkplatz, als wir dort ankamen, brechend voll, so dass es keine Chance gab unser Auto dort sicher zu parken, ohne andere Fahrzeuge zu behindern. Mehrere Fahrzeuge hielten schon wartend am Straßenrand, um noch irgendeine noch so enge Parkmöglichkeit zu erhaschen. Schade, denn diese Wanderung hätten wir doch sehr gerne unternommen.

 

Die D81 führt schließlich durch die Calanche. Die Schönheit dieses Gebietes ist kaum in Worte zu fassen. Man würde mit Superlativen nur so um sich schmeißen. Rote, vom Wind und Wetter zerfressene Granitfelsen ragen in den Himmel und haben alle möglichen Formen. Der Kontrast zur grünen Macchia und dem tiefblauen Meer ist unglaublich schön. Fotomotive gibt es hier zuhauf. Das beliebteste ist wohl das Loch in Herzform aber auch Figuren wie die „Tortue“ (Schildkröte) und der „Aigle“ (Adler), der „Évêque“ (Bischof), der „Tête de Poincaré“ (Kopf von Poincaré) und der „Tête d'Indien“ (Indianerkopf) sollen dort zu finden sein. Der Phantasie sind wohl keine Grenzen gesetzt. Je nachdem von welchem Blickwinkel aus man auf die Felsen schaut und wie der Sonnenstand und Schattenwurf ist, lassen sich die schönsten Formen erkenne. Der Straßenabschnitt durch die Calanche ist nur 1,5 km lang und es ist ratsam, den fahrbaren Untersatz vor der Calanche, zwischendrin oder danach abzustellen und die Landschaft zu Fuß zu erkunden. Ein phantastisches Erlebnis!

 

Hat man die Calanche durchquert so erreicht man nach wenigen Kilometern die Ortschaft Piana. Piana soll, so behauptet es zumindest ein Schild am Ortseingang, zu den schönsten Dörfern ganz Frankreichs gehören. Dies ist vielleicht etwas übertrieben, die Lage aber ist einmalig. Unser Ziel in Piana war ein schöner Aussichtspunkt oberhalb des Ortes, den man bequem per Auto erreicht: Vis-à-vis des Hotels Scandola führt eine Straße zum Belvédère de Saliccio, auf dem eine große Antenne aufragt. Von dort aus genossen wir eine wunderbare Aussicht auf den ganzen Golf von Porto.

 

Unser Weg führte uns nun, ohne weiter anzuhalten, immer der Küstenstraße folgend über Cargèse und Sagone bis kurz vor Ajaccio. Dort stößt die D81 auf die Nationalstraße N194, die weiter auf die N193 übergeht und in das Gravona-Tal führt. Unser Ziel war dort eine Menhirstatue. 2,5 km nach dem Abzweig nach Ucciani parkten wir nach einer Rechtskurve das Auto auf einem Randstreifen der N193. Hier ist der Start zum Menhir von Tavera mit einer Tafel markiert. Wir benötigten eine gute Viertelstunde und folgten dabei immer den Markierungen (Pfosten mit orangenem Blech darauf). Die schön ausgearbeitete Statue wurde 1961 entdeckt und ist angeblich 2,42 m hoch. Anscheinend ist sie dabei aber ein gutes Stück in die Erde eingegraben, denn sie schien uns bei weitem nicht so groß zu sein. Deutlich zu erkennen sind die Schultern, das Kinn und die Ohren. Das Gesicht ist leider etwas verwittert. Sie stammt aus der letzten Phase des Megalitikum III, ist also rund 3000 Jahre alt. Auf dem kleinen Hügel, der Punta di u Castellu, stehen noch Überreste einer mittelalterlichen Festung.

 

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