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Trierer Dom

Der 7. TAG war leider ein Regentag und wir beschlossen, eine geplante Wanderung zu verschieben und lieber dafür noch eine weitere Stadt zu besichtigen. Dieses Mal war Trier an der Reihe, das wir ebenfalls zu Fuß erkundeten.

 

Unser erstes Ziel in Trier war der Frankenturm. Er entstand im 11. Jahrhundert in einer typischen Bauweise der römischen Zeit, nämlich im Wechsel zwischen Bruchstein- und Ziegelschichten.
Der Frankenturm ist der einzige in seiner Zweckbestimmung als Wohnturm noch gut erkennbare Bau. Seinen Namen hat er von dem im 14. Jahrhundert dort wohnenden Franco von Senheim. Vermutlich gab es zu Anfang keinen Eingang im Erdgeschoß. 1308 wurde das Gebäude bis zur Hälfte abgetragen und durch ein Pultdach ergänzt; 1938 wurde der Frankenturm wiederhergestellt und 2007 aufwändig renoviert und begehbar gemacht.

 

Danach kamen wir am Hauptmarkt an. Er ist der zentralste Platz und gleichzeitig einer der größten Plätze der Stadt. Die wichtigsten städtischen Geschäftsstraßen treffen hier zusammen. Noch heute stehen dort alte Häuser wie z.B. die Steipe, ein um 1430 errichtetes Bürgerhaus und heute das Repräsentationshaus des Stadtrats sowie das Rote Haus mit einer Inschrift über die sagenhafte Gründung Triers durch Trebeta. Übersetzt lautet sie: „Eher als Rom stand Trier eintausend und dreihundert Jahre. Möge es weiter bestehen und sich ewigen Friedens erfreuen.“

Auf dem Hauptmarkt befindet sich auch das Marktkreuz, welches auf einer alten römischen Säule steht. Diese diente ab 1200 als Pranger, der als Symbol für das Marktgericht stand. Mittlerweile befindet sich auf der Säule nur noch eine Kopie des mittelalterlichen  Marktkreuzes. Das Original, historisch für die Topographie des Hauptmarktes als religionspolitisches Hoheitszeichen sowie als Friedens- und Rechtsmal von großer Bedeutung, wird seit 1964 im Städtischen Museum Simeonstift ausgestellt.

 

Der Petrusbrunnen im südlichen Bereich des Platzes befindet sich etwa im Schnittpunkt von Grabenstraße und Dietrichstraße und wurde 1594/95 vom Bildhauer Hans Ruprecht Hoffmann erschaffen. Auf seiner Spitze steht eine Figur des Stadtpatrons Petrus, die dem Brunnen seinen Namen gab. 1982/83 wurde er aufwendig saniert, und erhielt 2004 einen neuen Anstrich. Jedes Jahr zum Beginn des Altstadtfestes bekommt die Figur des heiligen Petrus einen Blumenstrauß angesteckt, um für schönes Wetter an den Feiertagen zu sorgen.

 

Die Markt- und Stadtpfarrkirche, St. Gangolf, ist nur über ein Barocktor vom Markt aus zugänglich und ansonsten komplett umbaut. Nach dem Trierer Dom ist sie der älteste Kirchenbau der Stadt. Die heutige gotische Kirche wurde im 14. Jahrhundert an der Stelle  errichtet, an der bereits eine Kirche aus dem 10. Jahrhundert stand. Diese wurde von den Wikingern zerstört. Adelheid von Besselich (Witwe des Bürgermeisters) stiftete der Kirche 1507 die Erhöhung des Turms um zwei Stockwerke, so dass der Turm sogar den Domturm übertraf.

 

Weiter ging unsere Besichtigungstour am Dreikönigenhaus in der Simeonstraße vorbei in Richtung Porta Nigra. Das Dreikönigenhaus ist ein frühgotisches Wohnhaus, das aus einem romanischen Wohnturm entstand. Der Name stammt von einem Gemälde der Epiphanie (griechisch für „Erscheinung“ des Herrn), das einst in diesem Haus hing. Ursprünglich hieß das Haus "Zum Säulchen" und wurde 1230 erbaut. Der Haupteingang lag im 1. Obergeschoss (über dem heutigen rechten Eingang) und konnte nur über eine Zugtreppe erreicht werden. Im Falle von Gefahr konnte diese eingeholt werden und Hab und Gut war gesichert.

 

Die Porta Nigra (lateinisch für Schwarzes Tor) ist ein ehemaliges römisches Stadttor und ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt. Der Name Porta Nigra stammt aus dem Mittelalter. Ein anderer Name lautete Porta Martis (das Tor des Mars). Von den Trierer Einwohnern wird die Porta Nigra meist nur als „Porta“ bezeichnet.

Sie hat eine Höhe von fast 30m. Ein viergeschossiger Westturm und ein um ein Geschoß verkürzter Ostturm flankieren das Doppeltor, die einzige Öffnung im unteren Geschoß. Die beiden Fensterreihen über den Toren stellten die Wehrgänge dar, die in den Türmen zu Räumen werden.

Das Gebäude stammt aus einer Zeit (ca. 180 n.Chr.), als die Römer öffentliche Gebäude gerne aus großen Quadern (die größten wiegen hier sechs Tonnen) errichteten. Die Sandsteinquader aus dem nahen Kylltal wurden von mühlengetriebenen Bronzesägen zurechtgeschnitten (einige Sägespuren sind noch sichtbar) und ohne Mörtel aufeinandergesetzt. Allerdings verband man je zwei Steine horizontal durch Eisenklammern, die in Blei ausgegossen wurden. Eine solche Klammer ist noch im Inneren des Tores nahe der östlichen Wendeltreppe sichtbar; Rostspuren vieler ehemaliger Klammern sind noch außen zu sehen, denn im Mittelalter meißelte man tiefe Löcher, um das Metall zu rauben und einzuschmelzen.

Auf der Landseite schien man bemüht, die Ansicht ästhetischer zu gestalten; hier springen die Türme hervor, so dass ihr Grundriss zu einem Halbkreis wird. Durch die Tore tritt man in einen zwingerartigen Hof, der landseitig durch Fallgitter und stadtseitig durch Holztore verschließbar war. Der Feind, in der Falle, konnte von den innenliegenden Galerien aus bekämpft werden. Im Jahre 1028 ließ sich der Mönch "Simeon" in der Porta Nigra nieder und lebte dort als Einsiedler bis zu seinem Tode im Jahre 1035. Nach seinem Ableben bestattete man ihn im Erdgeschoss und sprach ihn heilig. Anschließend baute man das Tor zur Kirche "St. Simeon" um - und riss, da man nur einen Turm benötigte, den zweiten Turm kurzerhand ab. Dem heiligen St. Simeon zu Ehren wurde zudem der gegenüber liegende Simeon-Stift gebaut.

Die Porta Nigra kann zusammen mit den anderen römischen Bauwerken in Trier sowie der Villa Otrang in Fließem und der Klause Kastel mit einem Kombiticket besichtigt werden.

Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Trier. 


Die Porta Nigra ist wirklich ein imposanter Bau, den man entweder auf eigene Faust oder in einer geführten Gruppe besichtigen kann. Der Clou bei der Führung ist, dass sie von Legionären und/oder Gladiatoren durchgeführt wird. Für Kindergruppen und Schulklassen ist das sicherlich eine interessante und lustige Einlage, aber für alle anderen Besucher doch sehr nervig, da nicht jeder an den lautstark nachgespielten römischen Riten und Gepflogenheiten seinen Spaß findet. Von der Porta Nigra aus, hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. So entdeckten wir die Mariensäule, ein Denkmal zu Ehren Marias, der Mutter Jesu. Denkmal und Sockel sind zusammen 40m hoch und stehen auf der linken Moseltalseite in einer Höhe von 300m auf dem Markusberg, oberhalb des Stadtteils West-Pallien. Die Mariensäule ist damit der am höchsten aufragende Bau Triers.

 

Als nächstes machten wir uns auf in die Domstadt und dort natürlich auch zum Trierer Dom. Mitten im Trierer Stadtzentrum gelegen steht der Trierer Dom heute über einer ehemaligen konstantinischen Palastanlage, die im frühen 4. Jahrhundert durch die größte christliche Kirche der Antike überbaut wurde. Mit einer Länge von 112,5m und einer Breite von 41m ist das bedeutende sakrale Bauwerk abendländischer Baukunst das größte Kirchengebäude der Stadt Trier.

Die Häuser und Straßen um und speziell hinter dem Dom bezeichnet man als Domstadt. Mit ihren engen Gässchen zwischen den hohen Kurien der Domkapitulare ist sie auf jeden Fall sehenswert. Das Straßenbild ist geprägt von hohen Mauern aus wiederverwendetem römischem Baumaterial, verzierten Toren, Wappen, lateinischen Inschriften und Gebäuden aus acht Jahrhunderten.

 

Die Liebfrauenkirche befindet sich unmittelbar neben dem Trierer Dom im Zentrum der Stadt. Sie gilt zusammen mit der Elisabethkirche in Marburg als älteste gotische Kirche in Deutschland und als bedeutendster und frühester gotischer Zentralbau des Landes. Im Rahmen umfangreicher Innenrenovierungsmaßnahmen ist die Kirche aber seit Anfang 2008 geschlossen, so dass während dieser Zeit keine Besichtigungen möglich sind. Die Wiedereröffnung ist für den Spätsommer/Herbst 2011 geplant.

 

Unsere Stadtbesichtigung führte uns zum Turm Jerusalem, der sich ebenfalls in der Domstadt befindet. Dieser Turm ist das älteste Gebäude der Baugruppe "Palais Walderdorff" und zählt zu den wichtigsten mittelalterlichen Bauwerken in Trier. Der Bau gehörte zur später untergegangenen "Kurie Jerusalem". Der Name "Jerusalem" ist seit dem Hochmittelalter üblich, seine Herkunft oder Bedeutung jedoch unklar.

Errichtet wurde der Turm im 11. Jahrhundert. Im Mittelalter gab es in Trier wie auch in vielen anderen bedeutenden Städten mehrere solcher Wohn- und Wehrtürme, zumeist aus dem 11. und 12. Jahrhundert. In Trier sind durch schriftliche und bauhistorische Zeugnisse neun dieser Türme bekannt (z.B. der schon erwähnte Frankenturm), es ist jedoch davon auszugehen, dass es noch weitere gab.

 

Unser Weg führte uns weiter in Richtung Kurfürstlichen Palast. Bereits 1615 ließ Kurfürst Lothar von Metternich die heutigen Nord- und Ostflügel errichten, West- und Südflügel entstanden unter Philip Christoph von Sötern, abgeschlossen wurde der Bau schließlich von Caspar von der Leyen.
Da das Kurfürstliche Palais als Verwaltungsgebäude genutzt wird, sind Besichtigungen von Innenhof, Foyer, Treppenhaus und Barocksaal nur an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten möglich.

 

Das Kurfürstliche Palais war vom 17. Jahrhundert bis 1794 die Residenz der Trierer Kurfürsten, d. h. der Trierer Erzbischöfe. Der Renaissance- und Rokokobau war teilweise auf der Grundfläche der römischen Konstantinbasilika gebaut worden. Im 19. Jahrhundert wurde deswegen der Westflügel des Palais niedergelegt, um auf seinem Grund die Basilika wieder zu errichten. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Palast schwer beschädigt. Anschließend wurden die Wirtschaftsgebäude, das sogenannte Niederschloss, mit Ausnahme des Roten Turms und eines Portals vollständig abgerissen.

Nach der Enteignung der Kurfürsten unter Napoleon wurde das Kurfürstliche Palais im 19. und am Anfang des 20. Jahrhundert von französischen und preußischen Truppen als Kaserne genutzt. Heute beherbergt der Bau verschiedene Behörden. Teile des Nordflügels werden von der evangelischen Gemeinde verwendet, Teile des Südflügels dienen repräsentativen Zwecken.

Der angrenzende Palastgarten im Süden des Palais steht seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts der Öffentlichkeit als Park zur Verfügung.

 

Neben einem Spaziergang durch diesen Park besichtigten wir auch die Konstantinbasilika. Die Basilika - der Thronsaal Kaiser Konstantins - ist der größte Einzelraum, der aus der Antike überlebt hat. Die Römer wollten durch die Architektur Größe und Macht des Kaisers ausdrücken, was Ihnen hier besonders eindrucksvoll gelang: die riesige Halle ist so groß, dass ein 7-Sekunden-Nachhall auf die große Orgel antwortet! Der Innenraum des Bauwerks ist 67m lang, 27,2m breit und 33m hoch. Im Jahre 1856 wurde die Basilika "auf ewige Zeiten" der evangelischen Kirchengemeinde übergeben und wird seitdem als Kirche genutzt.

 

Vom Palastgarten aus hatten wir schon einmal Gelegenheit einen Blick auf die Mauerreste der alten Kaiserthermen zu werfen. Die Kaiserthermen sind die Überreste einer großflächigen römischen Badeanlage, die heute noch als eindrucksvolle Ruine besichtigt werden kann. Die erhaltenen Apsiden zeigen noch die römische Bauweise aus Lagen von hellem Stein und roten Ziegeln (sog. Ziegeldurchschuss), die neben Stabilität auch ästhetischen Zielen diente.

Der Eingang im Westen führte durch einen weitläufigen, von Säulengängen umrahmten Sportplatz für Ballspiele und gymnastischen Übungen (Palästra) zu einem Brunnenhaus (Nymphäum). Dahinter erreichte man die eigentlichen Bäderanlagen, die von West nach Ost in der üblichen Abfolge angeordnet waren: Frigidarium (Kaltbad), Tepidarium (lauwarmes Bad) und Caldarium (Warmbad). Die Hallen waren gewölbt und müssen zum Teil gewaltige Decken getragen haben – wie die bis zu sieben Meter starke Fundamente vermuten lassen. Im Innern waren die Wände mit farbigem Putz und Marmor versehen.

Das Gebäude war wie alle Thermenanlagen mit einer Hypokausten-Heizanlage ausgestattet. Das unterirdische Bedienungssystem dieser Warmluftheizung hat wegen der Größe der Anlage den Charakter eines riesigen Labyrinths. Die weit verzweigten, noch heute gut erhaltenen und begehbaren Kanal-, Wartungs- und Bedienungsgänge hatten einen reibungslosen Betrieb der Anlage ermöglicht.

Die Kaiserthermen können zusammen mit den anderen römischen Bauwerken in Trier sowie der Villa Otrang in Fließem und der Klause Kastel mit einem Kombiticket besichtigt werden.

Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Trier.

In Trier gibt es noch weitere Thermen zu besichtigen. So auch die Barbarathermen, die wir nur im Vorbeifahren gesehen haben und die Thermen am Viehmarkt. Ihren Namen haben diese Thermen von dem Platz, unter dem sie entdeckt wurden, dem sogenannten „Viehmarkt“.

Die Viehmarktthermen und die Überreste der auf ihrem Gelände errichteten Gebäude eines Kapuzinerklosters werden heute von einem Bau des Architekten Oswald Mathias Ungers geschützt und sind ebenfalls für Besichtigungen und Veranstaltungen zugänglich.

Die Thermen am Viehmarkt können zusammen mit den anderen römischen Bauwerken in Trier sowie der Villa Otrang in Fließem und der Klause Kastel mit einem Kombiticket besichtigt werden.

Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Trier.

Nach den Thermen wollten wir noch unbedingt das Amphitheater besichtigen.

Das Amphitheater in Trier ist ebenfalls ein Bauwerk aus der Römerzeit, das nach der Fertigstellung um 100 nach Christus, 18.000 Besuchern Platz bot.

Unter der Arena lag ein Keller, der heute noch erhalten ist. Hier gab es versteckt angebrachte Aufzüge, um die Akteure auftreten zu lassen. Es war deswegen nicht möglich, die Arena mit Wasser zu fluten. Das Amphitheater war Teil der römischen Stadtmauer und liegt unterhalb des Petrisberges. Einer der Gründe, warum das Amphitheater am Petrisberg gebaut wurde war, dass durch die Hänge des Berges keine Erde für Zuschauertribünen aufgeschüttet werden musste. Die Arena ist nach Norden ausgerichtet und hat einen Nord- und einen Südausgang.

 

Als wir dort ankamen, mussten wir leider feststellen, dass dort gerade Vorbereitungen für eine Opernaufführung stattfanden. Aus dem antiken Bauwerk wurde kurzerhand eine moderne Bühne mit Orchesterpodium, Lichtanlagen, Musikinstallationen und Zuschauertribünen gezaubert, so dass wir leider von der antiken Atmosphäre, des ansonsten sehr beeindruckenden Amphitheaters, nichts mehr mitbekamen. Das komplette Flair des Bauwerkes war völlig kaputt und wir konnten kaum etwas von der Arena erkennen. Auch der an sich sicherlich sehr sehenswerte Keller war durch eine Unzahl von zur Verstärkung eingebrachten Drehstützen nicht in seiner Ursprünglichkeit erkennbar. Schade!

Das Amphitheater kann zusammen mit den anderen römischen Bauwerken in Trier sowie der Villa Otrang in Fließem und der Klause Kastel mit einem Kombiticket besichtigt werden.

Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Trier.

Dafür schauten wir uns auf dem Heimweg noch eine Römische Villa in Mehring an, eines der größten Herrenhäuser (Villa rustica) des Trierer Landes. Der Grundriss entspricht dem weitverbreiteten Villentyp "Bollendorf" mit zwei Eckrisaliten (Ecktürmen) und dazwischenliegendem Portikus (Säulengang). Gut erhalten sind ein Präfurnium (Feuerungsstelle), daneben Reste von Mosaiken, einer Fußboden- und Wandheizung sowie einer Badeanlage mit Latrine. Uns hat dabei sehr gut gefallen, wie viele Gebäudeteile noch zu  sehen und wie gut diese durch umfangreiche Infotafeln beschriftet sind.

 

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