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Blick vom Golf von Salerno auf die Stadt Amalfi

Nun war auch schon der letzte Tag unseres Urlaubes angebrochen und er sollte mit DEM Highlight überhaupt enden: einem Ausflug an die bekannte Amalfiküste.

 

Seit einiger Zeit herrscht an der berühmten, engen und kurvenreichen Küstenstraße eine strikte Reglementierung, welche Fahrzeuggröße überhaupt, und wann und in welche Richtung die zirka 40 km lange Strecke der SS 163 zwischen Vietri sul Mare und Positano benutzen darf. Fakt ist, dass unser bisheriger Touristenbus zu groß war und somit diesem Fahrverbot unterlag. So mussten wir alle auf einen kleineren Bus mit neuem Busfahrer ausweichen. Dafür hatten wir aber, neben unserer Reiseleiterin, trotzdem noch ein bekanntes Gesicht mit an Bord, nämlich den Führer vom Vortag aus Pompeji. Er wollte uns seine Lieblingsgegend zeigen.

 

Also fuhren wir gemeinsam mit dem kleinen Bus, auf der für uns vorgeschriebenen Richtung von Positano nach Vietri sul Mare, los. Die Amalfitana verläuft etwa 100m über dem Meer, außerhalb von Orten, am Fels entlang und bietet dabei Ausblicke auf die steil abfallende Küste und den Golf von Salerno. Die Straße durchquert kleine, zum Meer hin offene Täler, in denen sich die Orte der Amalfiküste wie Positano und Praiano befinden. So gelangten wir als erstes zu einer Stelle mit tollem Ausblick auf Positano. Der Ort ist aus einem kleinen Fischerdorf entstanden, dessen historischer Ortskern oberhalb der Staatsstraße SS163 liegt. Er wird von steilen Gassen und vielen Treppen durchzogen und erstreckt sich in die Höhe und nicht in die Breite. Somit schlängelt sich Positano inmitten einer kleinen Bucht die Hänge der Amalfiküste hinauf, wodurch das Ortsbild nachhaltig geprägt wird. Leider war es aus einem fahrenden Bus heraus nicht sonderlich gut möglich, schöne Bilder zu schießen. Die meisten Aufnahmen sind somit verwackelt oder haben Spiegelungen von Fensterscheiben oder anderen Fahrgästen. Schade!

 

Doch ein paar Kurven weiter, bei der Ortschaft Arienzo, gab es dann doch die Möglichkeit, einmal an einer Haltebucht anzuhalten und das Panorama zu genießen. Schon ging es auch weiter im schaukligen Bus zur nächsten Ortschaft Laurito und dann weiter nach Campo, bis wir in der „Via Gennaro Capriglione“ bei Praiano einen seltsamen Schmuck am Straßenrand entdeckten. Irgendein Künstler hat dort auf einem Felsen Häuser in Miniaturformat nachgebaut.

 

Bald darauf machten wir noch einmal einen Fotostopp. Dieses Mal waren wir auf dem Parkplatz bei der Smaragdgrotte „Grotta dello Smeraldo“ in der Ortschaft Conca dei Marini gelandet. Die Grotte selbst haben wir uns dabei aber nicht angeschaut.

 

Den nächsten Stopp mit Mittagspause legten wir in der Kleinstadt Amalfi ein. Hier bekamen wir eine Führung, die uns zuerst zu der Hauptsehenswürdigkeit des Ortes, den Dom aus dem 10. Jahrhundert führte.  Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert in den arabisch-normannischen Stil umgewandelt  und im 18. Jahrhundert erhielt sie die farbige Mosaikfassade. 1891 wurde der Dom nach den Entwürfen des Architekten Enrico Alvino fertiggestellt. Das Gesamtbauwerk besteht heute aus dem Paradieskreuzgang, der Kruzifixbasilika mit dem Diözesanmuseum, der Krypta und der eigentlichen Kathedrale. Zum Dom hinauf führt eine steile Freitreppe mit unzähligen Stufen. Vom Dom blickt man auf die Piazza mit dem Barockbrunnen des Heiligen Andreas, dem Stadtpatron von Amalfi.

 

Ob wir die Kirche besichtigen wollten, wurde uns freigestellt. Wir entschieden uns dagegen und folgten unserem Führer lieber in die etwas verborgenen und recht unbekannten Ecken der Stadt. Die Besonderheit der kleinen Altstadt sind die mit Häusern überbauten Bogengänge (supportico), unter denen es im Sommer angenehm kühl ist. Dort leben unter recht beschwerlichen Umständen Familien dicht gedrängt aufeinander. Die einzelnen Wohnungen haben meist nur eine begrenzte Stromleistung von 3KW zur Verfügung, so dass die Hausfrau überlegen muss, ob sie nun die Waschmaschine oder den Staubsauger benutzen möchte. Alle Einkäufe müssen ebenfalls von den Frauen immer mühevoll die vielen engen Stufen hinaufgeschleppt werden… ein Leben, das sich keiner von uns so richtig vorstellen kann und auch möchte. Auf alle Fälle bekommt diese Seite von Amalfi kaum einer der vielen Touristen bei ihrer Durchreise zu sehen. Meistens verweilen sie lieber auf der lichtdurchfluteten Domplatte oder unter einem der zahlreichen Sonnenschirme der Cafés…

 

Wir hatten in Amalfi noch ein Zusatzpaket gebucht. Dies beinhaltete eine Schiffsfahrt entlang der Amalfiküste, so dass wir damit die Möglichkeit hatten, alles bisher vom Bus aus Gesehene nun auch von einer anderen Perspektive, also vom Meer aus, zu betrachten. Die Schifffahrt war wirklich ein Erlebnis, mit tollen Eindrücken, die man bei einem Urlaub an der Amalfiküste auf keinen Fall verpassen sollte.

 

Wieder zurück an Land und im Bus fuhren wir weiter ostwärts und verließen nun die direkte Küstenstraße, um über die SS 373 zur Ortschaft Ravello zu gelangen. Der kleine, rund 300 m hoch über dem Meer gelegene Ort ist Ziel zahlreicher Touristen und Sitz des jährlich in den Sommermonaten stattfindenden Ravello Festivals (1953 zu Ehren Richard Wagners ins Leben gerufen). Wir hatten dort nun einen weiteren etwas längeren Aufenthalt und konnten uns auf eigene Faust entweder die Villa Rufolo mit Parkanlage (12. Jhdt.) anschauen, bzw. nur den Blick von der Terrasse der Villa genießen (denn mehr war nicht zugänglich!?!), oder uns in der Ortschaft umschauen. Der Blick von der Villa kam für uns wegen des horrenden Eintrittspreises nicht in Frage, lieber hätten wir uns die Postkarte für 50 Cent mit demselben Ausblick darauf gekauft (wenn er denn so schön gewesen wäre...).

 

 

Also stiefelten wir durch die Gassen der Stadt und fanden eine Eisdiele, die leckeres Eis zu fast noch erschwinglichen Preisen anbot. Sehenswert war auch in der Ortsmitte von Ravello die Kirche „Duomo San Pantaleone“, die wir aber nur von außen besichtigten. Ansonsten konnten wir neben schön gestalteten Gassen auch einige Mauerreste der ehemaligen Stadtbefestigung und eine Terrasse mit Ausblickmöglichkeiten finden.

 

Dies war nun der letzte  Ausflugsort in diesem Urlaub und wir fuhren über Straßen im Hinterland der Region zurück zu unserem Hotel. Am nächsten Morgen erwartete uns dann der wider Erwarten nun reibungslos und pünktlich verlaufende Heimflug. 

 

Unsere Reiseunterlagen und Textquellen:

 

Golf von Neapel -Ischia - Capri - Amalfi - Cilento; Michael Müller Verlag; Michael Machatschek; 5. aktualisierte und komplett überarbeitete Auflage 2011

 

Neapel- Amalfiküste - Cilento mit Ischia - Capri- Procida; DuMont Reiseverlag, Köln; Gabriella Vitiello, Frank Helbert;2. aktualisierte Auflage 2004

 

www.ischiawandern.com

 

Portanapoli  "Das Tor zu Neapel und Kampanien" - www.portanapoli.de/

http://www.sorrent.info/sorrent.htm

 

und natürlich auch Wikipedia

 

  

 

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