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Montana Amarilla - An der Felsk├╝ste

Zu guter Letzt erkundeten wir noch den Süden Teneriffas.

In der Nähe der Costa del Silencio befindet sich das Naturschutzgebiet Montaña Amarilla“.  Hier kann man schöne Wanderungen und Spaziergänge unternehmen. Der so genannte gelbe Berg beeindruckt mit Felsformationen, die die Spuren von Erosionen durch Wasser und Wind sichtbar machen. Dieser Vulkankegel bezaubert durch die gelblichen Töne des Felsens, die auch der Grund für die Namensgebung waren.

 

Die „Montaña Amarilla“, übersetzt der „gelbe Berg“, ist das Ergebnis einer phreatischen Eruption, also einer Wasserdampfexplosion, zu der es kam, als Meerwasser auf die Magmakammer des Vulkans traf und so überhitzt wurde. Durch die Explosion entstand ein Gebilde aus hellgelben und erdfarbenen Materialien. Besonders sehenswert ist die silbern schimmernde, versteinerte Düne aus dem Eiszeitalter, die sich in sanften Wellen dem gelben Gestein anpasst. Diese einzigartige Felsformation kann man nur bei Ebbe besichtigen und begehen, wohingegen der Wanderweg auf dem Vulkankrater an sich natürlich gezeitenunabhängig ist. Vom Kraterrand hat man einen wunderbaren Ausblick nordostwärts auf die nahe gelegene Feriensiedlung Amarilla Golf und über die weite Küste bis zur „Montaña Roja“ bei El Médano sowie landeinwärts auf kleinere und größere Vulkankegel.   

 

Auch wir unternahmen eine Wanderung rund um diesen gelben Berg und da wir zuvor den Tidenkalender studiert hatten, kamen wir rechtzeitig zum Wasser-Tiefststand an der Costa del Silencio an und konnten somit die Tour direkt am Fuß der „Montaña Amarilla“ auf Meeresniveau absolvieren. Der Weg verläuft immer dicht am Wasser entlang, an eindrucksvollen vulkanischen Formationen vorbei, bis zur versteinerten Düne, über die wir auf den Küstenpfad trafen. Von dort aus folgten wir dem Weg zum Krater hinauf. (Beschreibungen tlw. aus dem Wanderführer „Teneriffa“ – Michael Müller Verlag entnommen).

 

Unsere letzte Tagestour widmete sich noch einmal dem Nordosten der Insel.

Aber zuerst wollten wir uns noch die Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife näher anschauen. Sie liegt in einer geschützten Bucht am Fuße des Anaga-Gebirges.

Obwohl der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftszweig auf Teneriffa ist, spürt man in Santa Cruz wenig davon. Zahlreiche repräsentative Bauten sind in den letzten Jahren im Zentrum entstanden. So beherrschen nun moderne Verwaltungs- und Geschäftshäuser die Plaza de España und die Fußgängerzone Calle de Castillo. Hier und am Hafen herrscht fast immer ein hektisches Getriebe. Geruhsamer geht es in der Gegend um den Parque Municipal Garcia Sanabria zu. Die wohlhabenden Bewohner der Hauptstadt haben dort ihre Domizile. Dass ein weit größerer Teil der Bevölkerung mit weniger Reichtum gesegnet ist, demonstrieren die immer weiter ausufernden Randbezirke von Santa Cruz. Die Inselmetropole wächst allmählich mit La Laguna zusammen (Textquelle: Baedeker Teneriffa).

 

Wir begannen unseren Stadtrundgang an der Plaza de España, in dessen Mittelpunkt das Denkmal „Monumento a los Caídos“ für die im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) Gefallenen steht. Daneben befindet sich das Gebäude des „Cabildo Insular de Tenerife“. Es beherbergt die seit dem frühen 20. Jh. bestehende Inselverwaltung.

 

Im Westen wird die Plaza de España von der Plasa de la Candelaria begrenzt. Den Mittelpunkt des Platzes ziert die Skulptur „Triumph der Candelaria“ ( El Triunfo de La Candelaria). Sie stellt die Madonna de la Candelaria, die Schutzheilige des Archipels, und vier Guanchenfürsten zu ihren Füßen dar.

 

Über die Avenida de Bravo Murillo gelangten wir von der Plaza de España zur Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción. Die Kirche stammt aus den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts. Nach einem Brand am 2. Juli 1652 wurde sie neu aufgebaut.

 

Unser nächstes Ziel war die Mercado de Nuestra Señora de Africa, eine 1943 im kolonialen Stil erbaute Markthalle. Man betritt den Markt durch ein breites Tor unter einem zierlichen Uhrenturm und befindet sich in einer Art Karawanserei mit kleinen Innenhöfen, die um einen großen Haupthof gruppiert sind. Der Markt ist unterkellert, sodass auch im Souterrain Marktstände Platz finden. So werden auf zwei Etagen Fleisch- und Wurstwaren, Obst und Gemüse, Fisch, Blumen, Gewürze und weitere Waren des täglichen Bedarfs angeboten.

 

Nun legten wir einen kurzen Fußmarsch in nordwestlicher Richtung zum Plaza de 25 de Julio (Platz des 25. Juli) zurück. Es ist ein runder Platz mit einer Fläche von etwa 1300 m² der von Palmen und Blumenbeeten umrahmt ist. Der Name bezieht sich auf den Angriff auf Santa Cruz de Tenerife (1797) durch die britische Marine. Der Platz ist allgemein als „Plaza de los Patos“ (Entenplatz) bekannt. In seiner Mitte befindet sich ein gekachelter Brunnen. Auf dessen Rand sitzen acht wasserspeiende Frösche aus grün glasiertem Keramikmaterial. In der Mitte des Beckens befindet sich die Plastik einer Schildkröte auf deren Rücken ein wasserspeiender Vogel mit Schwimmhäuten steht. In den Zugängen zum Platz und an den Innenseiten der Pflanzenbeeten befinden sich Bänke, die ebenfalls komplett mit Fliesen verkleidet sind.

 

Unser Rückweg führte uns durch den Parque Municipal Garcia Sanabria, ein etwa 6ha großer Park mit wunderschönen Arkaden und Brunnen, uralten Bäumen sowie einer interessanten Bepflanzung und dazwischen immer wieder bemerkenswerte Statuen. Danach kamen wir an der Iglesia del Pilar vorbei und weiter zum Plaza del Príncipe de Asturias, ein als Park angelegter Platz mit einer Fläche von etwa 6000 m². Hierbei handelt es sich um den Garten eines ehemaligen Franziskanerklosters, in dem alte Lorbeerbäume Schatten spenden und Bänke zum Verweilen einladen.

 

Bevor wir wieder unseren Ausgangspunkt, den Plaza de España erreichten, kamen wir noch an der Gemeindekirche San Francisco de Asís vorbei. Sie ist die Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters San Pedro Alcántara.

 

Von Santa Cruz aus fuhren wir auf der TF-11 über das Fischerdorf San Andrés auf die TF-12, die durch das Anaga-Gebirge führt. Nachdem wir mit der Wandergruppe dort bereits den Märchenwald  bewandert hatten, wollten wir uns nun in Ruhe noch einmal die Highlights des Gebirges auf eigene Faust anschauen.  Das Anaga-Gebirge (spanisch: Macizo de Anaga) ist in West-Ost-Richtung 20 km lang und erstreckt sich von Norden nach Süden in einer Breite von 5 bis 10 km. Das Gebirge wurde vor sieben bis neun Millionen Jahren durch vulkanische Aktivitäten geformt. Die höchsten Punkte sind der Cruz de Taborno mit 1024 m Höhe im Westen des Gebirges und der Chinobre mit 909 m im Osten, den wir bereits bestiegen hatten.

 

Das Anaga-Gebirge ist touristisch durch eine Straße über den Kamm (TF-12) gut erschlossen. Von ihr zweigen zahlreiche Wanderwege und Forststraßen ab, die verschiedene Aussichtspunkte und alle Bereiche des Waldes erreichbar machen.

1987 wurde ein Naturpark gegründet, der 1994 als Parque Rural de Anaga unter besonderen Schutz gestellt wurde.

Wir fuhren also von San Andrés aus auf dieTF-12. Die Straße ist unglaublich schmal, steil und die Kurven sind recht eng. Doch der Lohn für diese Mühen ist ein kaum beschreibbares Naturerlebnis. Oben angelangt, legten wir einen kurzen Abstecher am "Mirador del Bailadero", ein. Von dort aus konnten wir beide Flanken des Gebirgszuges überschauen.

 

Als nächstes hatten wir das Höhlendorf Chinamada auf unserem Plan. Normalerweise kann man dieses Dorf über schöne Wanderwege erreichen, aber da das Wetter leider nicht ganz so mitspielte, inzwischen hatte es leicht zu regnen begonnen, beschlossen wir, die schmalen Straßen mit dem Auto zu bewältigen. Dies ging auch recht gut, nur Gegenverkehr hätte uns bei diesen engen Pisten keiner entgegenkommen dürfen. Umso erstaunter waren wir, als wir auf einem Parkplatz im Dorf einen großen Reisebus stehen sahen…

 

Sonst sah das typische Ortsbild folgendermaßen aus: Weiß leuchten die Hausfassaden mit ihren farbenfroh gestrichenen Türen und Fenstern, dekoriert mit einigen Geranien, manchmal mit einem kleinen Garten davor. In der Tat gibt es nur eine Fassade - und wo ist das Haus? Die Antwort findet man im felsigen Berg selbst, denn die Menschen wohnen im Berg, und nur die Eingangs-Fassade beweist, dass hier Menschen wohnen. Und dies schon lange, als man noch in mühseliger Handarbeit Räume in die Felsen schlagen musste (Textquelle: Insel-Teneriffa.de).

 

Ein kleines, interessantes Restaurant hat man auch eröffnet, das nicht umsonst den Namen "La Cueva" bekam, denn das Restaurant ist ebenfalls einer Höhle gleich in den Berg gehauen. Serviert wird, außer Montag und Dienstag, eine einfache, aber gute kanarische Küche. Und gratis gibt es noch ein einmaliges Ambiente dazu! Wir hatten Pech, denn wir kamen dienstags dort an, an diesen Tagen werden nur vorangemeldete Wandergruppen der Eintritt und damit das leckere Essen gewährt.

 

In fast jeder Reiseliteratur wird den Besuchern des Ortes erst einmal der spektakuläre Aussichtspunkt "Mirador Aguaide" empfohlen, der etwa zehn Minuten fußläufig vom Dorf entfernt liegt, um dort die ganze Landschaft mit ihrer bizarren Natur zu genießen. Wir verzichteten aufgrund des unbeständigen Wetters darauf und fuhren auf der TF-12 weiter durch den Mercedeswald, den Lorbeerwald an der Nordwestseite des wild bewachsenen Anaga-Gebirges und dann über den Ort Bajamar in Richtung Küste.

 

Folgt man der Küstenstraße von Bajamar aus 3km in Richtung Nordosten, so erreicht man Punta del Hidalgo. Den Charakter des ehemaligen Fischerdorfes bestimmen heute große Hotelkomplexe. Dennoch geht es immer noch recht beschaulich zu. Die durch den Ort führende Hauptstraße endet in einem Rondell, bei dem ein Aussichtspunkt (San Mateo) angelegt wurde. Von hier bot sich ein fantastischer Blick über die schwer zugängliche Küstenszenerie des Anaga-Gebirges und auf den Roque de los Dos Hermanos. Der Felsen mit dem Namen „die zwei Brüder“ ist ein wahres Symbol für die Bewohner Punta del Hidalgos, dessen ungewöhnliche Form viele Legenden und Mythen geschaffen hat.

 

Folgt man der Hauptstraße in den Ort hinein befindet sich nach einigen Metern auf der rechten Straßenseite die Replik von Torre del Conde der Insel La Gomera. Als Vorlage wurde eine alte Fotografie verwendet. An der Fassade befindet sich eine Tafel, die auf den Bau hinweist. Mittlerweile wird das Gebäude privat genutzt, ist aber in einem sehr ungepflegten Zustand.

 

Ebenfalls an der Hauptstraße kamen wir noch etwas später an der Iglesia de San Mateo vorbei. Die aus roten Steinen erbaute Kirche liegt etwas zurückgesetzt an der Straße, bei der gleichnamigen Bushaltestelle und der Post.

 

Eine weitere Sehenswürdigkeit bildet der sehr futuristisch aussehende Leuchturm „ Faro de Punta del Hidalgo“. Es ist nicht ganz einfach den Weg dorthin mit dem Auto zu finden. Am besten fährt man die Straße TF-13 Richtung Südwesten (Calle Casas de Perera), und versucht dort die Bushaltestelle Entrada Altagay (la Punta) zu finden. Von dieser zweigt die Calle Océano Antartico ab, über die man bis hinunter zur Küste fahren kann. Dann folgt man dem “Camino de la Costa San Juanito” bis zum Leuchtturm.

 

An unserem letzten Urlaubstag wählten wir für unseren Weg zum Flughafen die Route durch den Teide Nationalpark, um uns zum Abschluss noch einmal von der fantastischen Landschaft beeindrucken zu lassen, bevor es mit dem Flieger zurück nach Deutschland ging.

 

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