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Der Furlbach

Am 1. Mai 2013 waren wir passend zum schönen Wetter auf einem Wanderausflug unterwegs. Als Ziel hatten wir uns das Furlbachtal ausgesucht, ein 205 ha großes Naturschutzgebiet in der Senne in Nordrhein-Westfalen (offizieller Name: „Schluchten und Moore am oberen Furlbach“). 121 ha dieses Gebietes  liegen auf dem Gemeindegebiet von Schloß Holte-Stukenbrock im Kreis Gütersloh, 84 ha gehören zu Augustdorf im Kreis Lippe. Durch das Tal fließt der 14,6 km lange Furlbach. (Quelle: Wikipedia). Im Volksmund wird der Furlbach „witte Biäke“ genannt. Das Bachbett besteht aus weißem Sand, der durch die fließende Welle immer wieder umgelagert wird. Unter Teppichen von Wasserpflanzen lebt hier eine Fischartengemeinschaft, die typisch für die Forellenregion sauberer Fließgewässer ist (Quelle: Wanderführer Furlbachtal der Stadtwerke Bielefeld).

 

Wir stießen im Internet auf den „Wanderführer Furlbachtal Natur und Grundwasserschutz Hand in Hand“ der Stadtwerke Bielefeld.

 

Dort werden zwei Rundwanderwege beschrieben, wobei wir uns für den „Großen Rundwanderweg“ entschieden, der auf einer Karte eingezeichnet und mit den Punkten 1 bis 10 gekennzeichnet ist. Jeder dieser Punkte steht für eine markante Stelle auf dem Rundweg, die in einem begleitenden Text, zusätzlich zur eigentlichen Wegführung, noch näher erläutert werden.

 

Der Rundweg an sich war sehr gut beschrieben und wir fanden uns anhand der eingezeichneten Karte und den Wegweisern (A3) gut zurecht. Nur die Startpunkte waren etwas verwirrend dargestellt.

 

Zitat: „Beide Wanderwege beginnen am Parkplatz der Gaststätte Mühlengrund in der Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock.“ Damit ist Punkt 1 „Malerischer Furlbach“ der Karte gemeint. Das kurze Wegstück dorthin ist leider nur sehr konfus in dem Flyer beschrieben.

 

Wenn man nur den Großen Rundweg laufen möchte kann man alternativ auch an einem anderen Einstieg beginnen. Zitat: “Startpunkt ist dann die Gaststätte Heidekrug (Parkplatz: Waldstraße 202, 32832 Augustdorf) an der L 758. Man überquert die große Fahrstraße und gelangt über einen Fußweg auf den Mühlenweg. Nach dem Ende der Siedlung beginnt das Naturschutzgebiet.

Die beschriebene Wanderung beginnt dann mit dem Punkt 6 „Bentteiche“.

 

Naja, wir hatten uns für den Startpunkt 1 entschieden und ein wenig Schwierigkeiten diese „Gaststätte Mühlengrund“ auf Anhieb zu finden, denn von der befahrbaren Straße aus (Am Furlbach 7, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock) steht nur der Hinweis auf ein Café – Restaurant „Alte Fockelmühle“. Erst wenn man den Privatparkplatz dieser Gaststätte betritt erkennt man das alte Hinweisschild „Gaststätte Mühlengrund“. 

 

Wir durchquerten den Parkplatz zu Fuß und stießen dann auf eine große Infotafel mit den darauf eingezeichneten Rundwanderwegen. Wir folgten dem dort beginnenden Weg ein kurzes Stück und gelangten,  nach rechts abbiegend, auf eine landwirtschaftlich genutzte Schotter-Straße, die an mehreren Grundstücken und Häusern vorbei führte. Diesem Fahrweg folgten wir, bis wir am Ende auf eine gut ausgebaute, breite Straße (Mittweg) trafen, an der sich auch eine Bushaltestelle befindet. Dann überquerten wir die Fahrbahn und betraten das Naturschutzgebiet.

 

Hier beginnt nun der eigentliche Rundwanderweg. Wir folgten fast durchgängig dem Wanderweg A3. Zuerst am Bachverlauf, über eine kleine Holzbrücke dann an der Hangkante entlang. Zu sehen gab es auf diesem Teilabschnitt den Sandtieflandbach  mit einem natürlichen Auenwald. Bis 1994 war fast das gesamte Tal noch von Betonbecken einer Fischzuchtanlage eingenommen, doch nun konnten wir einen schönen Blick über das renaturierte Tal mit verschiedenen Pflanzen und Tieren werfen. Wir folgten einem schmalen Hangeinschnitt, umkletterten einen großen Baum, an dem der Fußweg  weggebrochen war. Der Weg variierte zwischenzeitlich vom schmalen Trampelpfad bis hin zur breiteren, fast zweispurigen Schotterstraße. Vorbei an Talbereichen mit Quellen, Tümpeln und Erlenwald in der Entwicklung oder durch das Schluchttal, in dem die Natur seit vielen Jahren ohne menschlichen Einfluss leben darf.

 

Auf unserer Rundwanderung wanderten wir auch an einem Grenzstein vorbei, der von Schloß Holte-Stukenbrock im Kreis Gütersloh nach Augustdorf in den benachbarten Kreis Lippe führt. Wir folgten dem Weg weiter auf der Talkante des Furlbaches und gelangten zu einer Brücke, an der ehemals die Tütgemühle stand. Bachabwärts konnten wir noch die Reste eines alten Mühlrades und auf der anderen Seite die ehemaligen Mühlteiche sehen.

 

Wir verließen den Furlbach und folgten weiter dem Wanderweg A3. Ein etwas schmalerer, vom Hauptweg abzweigender Weg führte uns zu den geheimnisvollen, schwarzen Bentteichen, das sind aufgegebene Mühlteiche mit altem Baumbestand. Sie entstanden als man einen Teil der Wasser stauenden Tonschicht unter einem kleinen Moor abbaute. Zum Glück nur den kleinen Teil, so dass diese Moortümpel mit ihren Torfmoosen und Wollgräsern mit dem hochmoortypischen Artenspektrum entstehen konnten.

 

Der letzte Abschnitt unserer Wanderung führte uns am Wasserwerk Furlbach mit mehreren Tiefbrunnen vorbei. Seit 1979 nutzen die Stadtwerke Bielefeld den Kalkstein-/Karstgrundwasserleiter in der Senne für die öffentliche Trinkwasserversorgung. Seit 1985 gewinnen sie im Furlbachtal mit acht Brunnen rund 1 Million m³ Trinkwasser pro Jahr aus dem Sennesandgrundwasserleiter, der hier ca. 35 bis 40 m mächtig ist.

 

Wir verließen das Naturschutzgebiet und gelangten wieder auf die breite Fahrstraße, dem Mittweg, von wo aus es nur noch wenige Meter bis zum Ausgangspunkt sind.

 

Den Wanderführer Furlbachtal mit genauer Beschreibung des kleinen und großen Rundwanderweges, einer Übersichtskarte und ausführlichen Erläuterungen rund um das Thema Naturschutzgebiet in der Senne und der Wassergewinnung findet man leicht im Internet.

 


Private Homepage | Kontakt: thomasundstefanie(at)mit-kamera-unterwegs.de