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Ein Wochenendausflug zum Nieheimer Kunstpfad vom 05.05.2013

 

Der Nieheimer Kunstpfad ist ein ca. 8 km langer Rundwanderweg der Stadt Nieheim und dem KulturGut Holzhausen e.V.  im Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen, für den man etwa 2 ½ -3 Std einplanen sollte.

 

Im Einklang mit der Natur wurden die Objekte von internationalen Künstlern einfühlsam entwickelt und an dem jeweiligen Ort angemessen gestaltet. Der “Pfad“ ist kein Pfad im herkömmlichen Sinne – im Gegenteil: Sie verlassen hier und da den normalen Waldweg, bevor Sie Ihr Ziel, das Kunstobjekt, inmitten schöner Natur entdecken. (Quelle: www.nieheim.de)

 

Der Kunstpfad ist nicht sehr gut beschildert, die Werke also teilweise ein wenig schwer zu finden. Deshalb haben wir eine Karte angefertigt, nach der wir persönlich gelaufen sind, und dabei versucht, alle Kunstobjekte so genau wie möglich zu markieren. Auch wenn die eingezeichneten Wege nicht hundertprozentig maßstabgetreu sind, hilft der Plan dennoch zur besseren Orientierung.  

Als Wegmarken dienen außerdem helle Granitsteine mit blauer Markierung, die an wichtigen Abzweigungen am Wegesrand liegen. Außerdem befinden sich dort (teilweise) auch an Bäumen angebrachte, kleine Hinweistafeln.

 

Gestartet sind wir beim Hildegundeweg in Nieheim dort parkten wir unser Auto und liefen dann ein paar Meter zurück auf die Adolf-Kolping-Straße. Von dort aus folgten wir dem Weg bergauf den Waldrand entlang. Auf dieser Strecke erwarteten uns schöne Ausblicke auf den Köterberg, den Aussichtsturm von Marienmünster und auch auf die Burg Schwalenberg.

 

Da auf dieser Route mehrere Wanderwege parallel verlaufen, findet man immer wieder Informationstafeln mit eingezeichneten Wanderkarten, die zwar nicht zum Kunstpfad gehören, aber ebenfalls zur Orientierung dienen. So auch an unserem ersten Abzweig oberhalb von Oberdorf und Bad Holzhausen. Wir folgten diesem Feldweg in Richtung unseres ersten Kunstobjektes, die Großplastik bestehend aus zwei zu Raketen umgebauten Silos.

 

Wir durchqueren Oberdorf und gelangen so zu der Kreuzung K5 und B252. Dort steht auf einer großen Wiese das bereits beschriebene Kunstwerk „Step Two” des Petersburger Künstlers Jurij Selivanov aus dem Jahr 1999. Auf der Wiese befinden sich noch zwei „Schattenmenschen“ und eine weitere, kleinere Figur. Was es genau darstellen soll konnten wir nicht herausfinden, aber vermutlich ist es ein Tier.

 

Wir folgten der K5 ein kurzes Stück nach Bad Holzhausen hinein und gelangten so zu einem alten Gutshof „Gut Holzhausen“ oder auch „Schloss Holzhausen“ der Familie von der Borch. Dort bogen wir rechts in die Straße „Im Oberdorf“, liefen an dem kompletten Gutshof vorbei und bogen dann gleich danach in die erste Straße, einem landwirtschaftlich genutzten Weg, links ab. Nach ein paar Metern sahen wir auf einer Wiese nun schon das nächste Kunstwerk: ein Orchester aus Eisen. Etwa 50 Musikinstrumente, im Boden fest verankert, bilden zusammen das Orchester "Encore" aus dem Jahr 2003, das die Mexikanerin Helen Escobedo ursprünglich auf den 350 Jahre alten Bäumen der dort beginnenden Eichenallee installiert hatte. Nach dem Fällen einiger Bäume wurden die Instrumente auf dem Boden platziert.   

 

Wir durchquerten die Allee und folgten der Straße bis zum Waldrand. Dort verzweigt sich der Weg und wir folgten ihm nach links und liefen in den Wald hinein. Dort entdeckten wir ebenfalls links, den an einem Baum angebrachten Wegweiser zu einem weiteren Kunstobjekt. Wir bogen also abermals links ab und gelangten am kleinen, privaten Friedhof der Familie von der Borch vorbei (erkennbar an einem großen Eingangstor).

 

 

Schräg gegenüber dem Tor befindet sich am Waldrand die “Baumharfe”, 2004 installiert von der Chinesin Yin Xiuzhen.  Die Windharfe besteht aus 200 Klaviersaiten verbunden mit zwei Klangrohren. Wieder zurück auf dem Weg am Friedhof liefen wir aus dem Wald hinaus und gelangten rechterhand zu einer Wiese, auf der sich eine Gruppe kleiner Felsen, ein jeder mit einer Bronzeschale darauf, dem Water-Diary befindet. Dieses Werk vom chinesischen Künstler Song Dong stammt aus dem Jahr 2004. Mit Pinseln und Wasser können diese Steinblöcke als Tagebuch genutzt werden.

 

Unser Weg führte uns zurück Richtung Friedhof, kurz davor nahmen wir links einen Pfad, der uns vorbei an alten, in verschiedensten Stadien vermodernden Eichen, zur rund 200m entfernten  Parkettinsel führte. Dieses noch etwas jüngere Exponat des Schweizer Bildhauers Beat Breitenstein aus dem Jahr 2007, ist nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Betreten da.

 

Danach folgten wir dem Pfad, der sich der Insel anschließt, und sahen nach einem kurzen Wegstück rechterhand das bislang jüngste Kunstwerk aus dem Jahr 2011. Der Österreicher Wolfgang Georgsdorf  installierte auf der Waldlichtung sieben aus Holzstämmen bestehende,  unterschiedlich große Xylophone. Bespielen ist absolut erwünscht - wenn man keine Holzhämmer vorfindet, kann man diese im nahen KulturGut leihen oder ganz einfach mit vorhandenen Holzknüppeln spielen.

 

Nun wanderten wir auf der breiten Schotterstraße nach links bis zum Naturfriedhof und wieder links in das Gebiet der Ruhestätte hinein. Dem Hauptweg folgend, vorbei an mehreren als Grabstellen markierten Bäumen, gelangten wir zur Andachtstätte. Diese durchquerten wir und folgten nach links abbiegend dem kleinen Nebenweg. Nun hießt es nach oben schauen, denn hoch in einer Buche befindet sich der “Baumring“, ein großer Verlobungsring des Briten Edward Allington aus dem Jahr 2000.

 

Von dort gingen wir zurück auf den Hauptweg und diesem folgten wir etwa 1km weiter bis zum Waldrand. Dort liegt auch wieder ein Granitbrocken mit blauer Markierung. Dem Weg folgten wir rechts in den Wald hinein. Es ging ein kleines Stück den Berg hinauf bis vor der leichten Rechtskurve ein leider nicht durch einen Stein markierter Pfad nach links abgeht.  Diesem folgten wir dann bis zu unserem nächsten Ziel der “Windwiege” aus dem Jahr 2000. Die Bildhauerin Birgit Kratzheller schuf diese riesige Wiege mitten im Wald.

 

Anschließend liefen wir denselben Weg ein kleines Stück zurück. Noch bevor wir dann den ursprünglichen Waldweg erreichten, wurde links ein weiterer Trampelpfad sichtbar, den wir nahmen. An der Stelle, an der der Pfad nach einigen Metern einen scharfen Rechtsknick macht, geht links ein steiler schmaler Trampelpfad den Hang hinunter, bis zu dem von oben aus kaum sichtbaren Baumhaus. Der australische Künstler Nick von der Borch hat 2006 diese Hommage an die verlorene Kindheit in den Nieheimer Wald gebaut, einen schwebenden, begehbaren Traum mit Türen und Bullaugen, der sich mit Hilfe von Seilwinden am Baum hinaufbewegen kann. Die Besichtigung ist jedoch nur im Rahmen von geführten Touren möglich. Wir gingen den steilen Pfad wieder bergauf und dann gerade aus über die Kuppe (vorher als Rechtsknick beschrieben). Nun gelangten wir nach einigen Metern wieder auf den Forstweg und wir setzten unsere Wanderroute nach links fort bis wir auf einen weiteren, breiteren Forstweg stießen. Dort bogen wir abermals links ab und bei der nächsten Gabelung dann recht, bis wir an eine große Kreuzung mit geschotterter Waldstraße angelangten.

 

 

Dort folgten wir der Beschilderung zum Holsterturm, dem Wahrzeichen der Stadt Nieheim.  Die Nieheimer Warte, wie der alte Turm mit seiner wunderschönen Aussicht nach Nieheim und in das angrenzende Land auch genannt wird, ist ebenfalls von einem Künstler umgestaltet worden.  Der Bildhauer Auke de Vries stammt aus den Niederlanden und hat die "Attacke am Turm" installiert (2000). Nun stecken in dem alten Gemäuer mehrere Speere.

 

Vom Turm aus geht ein geschotterter Waldweg ab, der in einen geteerten Feldweg übergeht und in ein paar Kurven bergab nach ca. 1,5km zum Ausgangspunkt in die Adolf-Kolping-Straße zurückführt.

 


Private Homepage | Kontakt: thomasundstefanie(at)mit-kamera-unterwegs.de