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Waren - Stadthafen

Unser diesjähriger, einwöchiger Sommerurlaub führte uns nach Mecklenburg-Vorpommern, genauer gesagt vorwiegend in den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

 

So buchten wir eine Unterkunft im Luftkurort Waren an der Müritz und unternahmen, ausgehend von diesem Urlaubsort, mehrere Ausflüge --

 teils mit dem Ausflugsboot, teils per Auto oder auch zu Fuß.

 

So starteten wir an unserem ersten Urlaubstag gleich mit einer Schifffahrt. Vom Hafen in Waren (Müritz) aus lockten zwei Anbieter mit diversen Ausflugsfahrten. Wir entschieden uns für die „Weisse Flotte Müritz GmbH“. Diese bot die 4-Seen-und Kanal -Ausflugsfahrt über die Binnenmüritz und den Reeckkanal zum Kölpinsee bis zum Fleesensee und wieder zurück an.

 

Der Name Müritz kommt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie „Kleines Meer“ – und dieser Titel ist nicht übertrieben, denn die Müritz ist mit einer Fläche von 117 km² einer der größten Seen Deutschlands und zugleich Teil der prächtigen Mecklenburgischen Seenplatte. Am nördlichen Ufer liegt die größte Stadt am See  -- Waren. Sie wurde erstmals 150 n. Chr. erwähnt und blickt auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurück. Dort befindet sich die sogenannte Binnenmüritz mit der tiefsten Stelle (ca. 30 m), die nur eine schmale Verbindung mit dem Hauptbecken der Müritz aufweist.

 

Die „Kleine Müritz“ bildet das südliche Ende des Sees, und im Osten grenzt der Müritz-Nationalpark an, einer der größten Nationalparks Deutschlands. Die Ausdehnung der Müritz in Nord-Süd-Richtung beträgt etwa 29 km, in Ost-West-Richtung etwa 13 km.

 

Die Müritz wird von der Elde von Süden nach Norden durchflossen und hat von der Binnenmüritz über den gut zwei Kilometer langen Reeckkanal Verbindung nach Westen zum Kölpinsee. Die sogenannte Müritz-Elde-Wasserstraße spielt wegen ihres schmalen Verlaufs für die wirtschaftliche Binnenschifffahrt kaum eine Rolle. Sie wird hauptsächlich von Sportbooten und Fahrgastschiffen passiert.

 

So starteten auch wir mit unserem Ausflugsschiff an der Steinmole im Hafen von Waren (Müritz) und durchquerten zunächst einmal die Binnenmüritz. Während der Fahrt wurden wir von unserem Kapitän mit diversen Informationen rund um die Seenlandschaft, den Nationalpark bzw. das Naturschutzgebiet versorgt. Eine recht kurzweilige und interessant gestaltete Veranstaltung, bei der wir immer rechtzeitig auf diverse Highlights und Sehenswürdigkeiten in Sichtweite aufmerksam gemacht wurden. So konnten wir einfach entspannt auf dem Deck sitzen und aufmerksam nach rechts oder links schauen und bekamen die tolle Landschaft und Eindrücke Stück für Stück im Vorbeifahren serviert.  

 

Nach der Binnenmüritz passierten wir den Reeckkanal, der auch unter dem Namen „Eldenburger Kanal“ bekannt ist. Der Kanal ist recht schmal und mit einer sehr niedrigen Brücke versehen, unter der wir natürlich ebenfalls durchfahren wollten. Dazu wurde der Aufbau unseres Schiffs mal kurzerhand „tiefergelegt“ – sprich die Brücke des Kapitäns hydraulisch herabgesenkt. Ein lustiger Anblick, der auch passend kommentiert wurde.

Über den  Reeckkanal gelangten wir in den Kölpinsee, der ebenfalls zur Mecklenburgischen Seenplatte gehört. Der Name des Sees ist slawischen Ursprungs und bedeutet so viel wie Schwanensee (colpa = Schwan). Er hat eine größte Breite von rund fünf Kilometern und eine Länge von etwa sieben Kilometern. Die durchschnittliche Tiefe beträgt aber nur 3,5 Meter. Der Kölpinsee liegt abseits von großen Siedlungen und ist umgeben von Wäldern und mehreren Naturschutzgebieten (Naturschutzgebiet Damerower Werder, Naturschutzgebiet Blüchersches Bruch und Mittelplan). Bekannt ist vor allem das Wisentgehege auf der Halbinsel Damerower Werder am Nordwestufer des Sees.

 

Laut unserem Kapitän sollte der See angeblich völlig unbebaut sein, was wir aber mit Beweisfoto widerlegen konnten. Wir hatten aber tatsächlich nur dieses eine Gebäude  entdeckt, so dass die Aussage zumindest annähernd zutrifft.

Was es auf dem See aber noch zu entdecken gab – und das war wirklich äußerst interessant – waren majestätische Seeadler in ihrem natürlichen Lebensraum. In Mecklenburg-Vorpommern leben drei Adlerarten, die sich in ihrer Lebensweise sehr unterscheiden. Während Seeadler das ganze Jahr über hier leben, kehren Fischadler und Schreiadler erst im April wieder aus Afrika zurück.

 

Laut unserem Kapitän handelte es sich bei unserem beobachteten Paar um Seeadler. Mit einer Flügelspanne von bis zu 2,40 Metern ist der Seeadler der größte heimische Adler. Er baut seinen Horst im Wald auf herausragend großen Bäumen. Wir durften, da die Tiere nicht gestört werden sollen, die Vögel leider nur aus sehr weiter Entfernung, auf einem recht kahlen Baum sitzend, beobachten. Aber selbst das war schon recht imposant.

 

Später konnten wir noch weitere Adler sehen, die im Segelflug ihre Kreise über uns im Himmel zogen. Einer davon stürzte sogar herab, tauchte kurz seine Krallen ins Gewässer und stieg mit einem zappelnden Fisch zurück in den Himmel. Ein tolles Naturschauspiel und einmaliges Erlebnis.

 

Über den Kölpinsee gelangten wir schließlich noch in den Fleesensee bevor wir wieder wendeten und denselben Weg zurück fuhren.

 

Der Fleesensee ist mit einer Fläche von 10,8 km² der nächste große See in Mecklenburg Vorpommern. Wie bereits erwähnt, wird auch er vom Müritz-Elde-Kanal durchflossen. Der Fleesensee hat eine Länge von etwa 5 km und eine Breite von 3,2 km. Die durchschnittliche Tiefe beträgt ca. 6 m. Der Fleesensee ist vor allem durch seine Wellnesshotels und Sportresort beliebt und bekannt. Vom Wasser aus war er aber für uns nicht weiter attraktiv. Viel mehr freuten wir uns noch einmal über die Adler, die wir auf der Rückfahrt nun noch etwas intensiver in Augenschein nehmen konnten.

 

Zurück im Hafen von Waren (Müritz) machten wir uns zu Fuß auf zu einer ausführlichen Stadtbesichtigung. Heute ist Waren (Müritz) der Hauptort an der Müritz und ein Zentrum der Urlaubsregion Mecklenburgische Seenplatte. Die weitestgehend gut erhaltene Altstadt mit vielen historischen Bauwerken, das NaturErlebnisZentrum Müritzeum, die Festspiele der Müritz-Saga, der Stadthafen und die regionale Natur sind bedeutende Sehenswürdigkeiten. Neben dem Tourismus sind auch die Lebensmittelwirtschaft und der Maschinenbau bedeutende Wirtschaftszweige. So hat auch der Weltmarktführer für große Schiffspropeller Mecklenburger Metallguss seinen Sitz in Waren (Textquelle: Wikipedia).

 

Im historischen Stadtkern von Waren (Müritz) befinden sich viele Restaurants, Cafés und Bars und mehrere Einkaufsstraßen. Uns interessierten vor allem die Kietzbrücke und der Stadthafen, von dessen Mole aus man die Kirche St. Marien sehen konnte.

Vom Yachthafen mit mehreren Cafés und Restaurants, in dessen Mitte zwei alte Speicherhäuser stehen, führte die breite Marktstraße hinauf zum Neuen Markt, wo auch ein Markt stattfand.

 

Dort befand sich nun die bereits erwähnte Marien-Kirche. Wir bekamen den Geheimtipp, dass man den Turm der Kirche besteigen könnte und von oben einen schönen Panoramablick über die Altstadt und den Hafen hätte. Das mussten wir natürlich auch gleich ausprobieren und tatsächlich, der Ausblick lohnte sich! Unweit der Kirche befanden sich, neben einigen schön herausgeputzten Fachwerkhäusern, das neue Rathaus und die Löwenapotheke, die auch als „das Haus des Gastes“ bezeichnet wird.

 

Vom Neuen Markt gelangten wir einige Straßen weiter bergab zum Alten Markt mit dem alten Rathaus, der alten Feuerwache (heute ein Café)  und der Kirche St. Georgen. Schließlich spazierten wir zur Kietzstraße, die am berühmten Müritzeum vorbeiführt. Das Müritzeum zeigt das größte Süßwasseraquarium für heimische Fische in Deutschland und eine interaktive, multimediale Ausstellung zur Müritzregion und zum Müritz-Nationalpark sowie zur Mecklenburgischen Seenplatte insgesamt. Wir haben uns dieses Museum aber nicht angeschaut sondern lieber noch eine kleine Runde durch den schön gestalteten Park am See gedreht.

 

 

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