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Blick auf Funchal bei Nacht

Im Juni 2015 waren wir für zwei Wochen auf der portugiesischen Insel Madeira in Urlaub und unternahmen dabei mehrere Ausflüge in alle Himmelsrichtungen der Insel. Mit dem Flugzeug reisten wir vom Flughafen Hannover aus Richtung Funchal, zum Aeroporto da Madeira, auch Funchal Airport genannt. Er liegt im Osten der Insel direkt an der Stadt Machico.

 

Unsere erste Urlaubswoche verbrachten wir noch ohne Leihwagen, den wir zuvor von Deutschland aus für die zweite Woche reserviert hatten, direkt in der Hauptstadt Funchal und schauten uns dort die (Alt-)Stadt und einige der bekanntesten Parkanlagen und Gärten der näheren Umgebung an. Außerdem nahmen wir an mehreren geführten Wanderungen entlang der bereits auf der Titelseite erklärten Bewässerungssystemen (Levadas) teil.

 

Der Name Funchal bedeutet übersetzt Fenchel, den die Portugiesen bei der Besiedlung der Insel hier in großen Mengen vorfanden. Für die Besichtigung Funchals sollte man ruhig mehrere Tage einplanen, denn es gibt viel zu sehen, wenn man die Stadt zu Fuß erobert.

 

Die Stadt ist wie ein Amphitheater in einer Bucht angeordnet. Das Zentrum befindet sich nahe beim Hafen, in dem neben etlichen Jachten auch schon mal das ein oder andere Kreuzfahrtschiff anlegt. Zentraler Ort ist die Kirche „Sé“ oder auch „Catedral de Nossa Senhora da Assunção“ genannt, ein ehemaliger Bischofssitz. In ihrer Umgebung befindet sich die Fußgängerzone mit dem Rathaus und der Kirche „Igreja de São João Evangelista“, ein typischer Jesuiten Tempel, der acht vergoldeten Kapellen beinhaltet.

 

Etwas weiter östlich am Rande der Fußgängerzone befinden sich die Markthalle „Mercado dos Lavradores“, in der Bauern ihre Ernte, Fisch, Blumen, Alkohol, Handarbeiten aber auch Kitsch für Touristen feilbieten. Wir waren bei unserem Besuch etwas enttäuscht, da wir im Vorfeld so viel erzählt bekommen und somit mehr Stände erwartet hatten. Doch der komplette Innenhof war leer und auch die Hallen waren nicht gut gefüllt. Die Händler hatten genug Zeit uns Touristen anzuquatschen und uns irgendwelche Obst- oder Gemüseproben aufzudrängen. Sehr nervig!

 

Unweit der Markthalle befindet sich die Seilbahn nach Monte, einem Ortsteil von Funchal, der oberhalb der eigentlichen Inselhauptstadt in den Bergen liegt. Die Seilbahnfahrt ist ein Erlebnis, denn die Gondel schaukelt über die Schnellstraßen Funchals hinweg und wir hatten schöne Ausblicke.

 

Auf Monte besichtigten wir den tropischen Garten „Jardim Tropical Garden Monte Palace“, ein wirklich abwechslungsreich angelegter Berggarten mit einheimischen Pflanzen, Orchideen, Orientalischen Gärten und Koiteich, Palmfarne, Wasserläufe und Wasserfälle. Natürlich gibt es auch den eigentlichen Palast Monte sowie ein Museum und jede Menge Infos rund um die Geschichte Portugals.

 

Einen ausführlichere Beschreibung und etliche Bilder dazu findet ihr unter der Rubrik Naturbilder.

 

Neben dem Garten schauten wir uns auch die Pilgerkirche „Nossa Senhora do Monte“ an. In ihr befindet sich das Grab von Kaiser Karl I. von Habsburg. Von einer Plattform, die sich auf der Höhe der Kirchenglocken befindet, hatten wir eine gute Aussicht über Funchal.

 

Vor den Kirchenstufen konnten wir die berühmten Korbschlitten abfahren sehen. Diese zweisitzigen Korbschlitten gleiten auf Holzkufen, geschoben und gesteuert von zwei, traditionell in weißer Leinenkleidung und einem Strohhut bekleideten Männern, die die Gummisohlen ihrer Stiefel als Bremsen benutzen.

 

Als Tourist hat man die Wahl: entweder man entscheidet sich für öffentliche Verkehrsmittel (z.B. Bus, Taxi oder Seilbahn) oder man kann mit dem Korbschlitten zurück nach Funchal fahren oder man fährt mit einer zweiten Seilbahn weiter zum botanischen Garten. Wir wählten diese Variante.

 

Der botanische Garten „Jardim Botânico da Madeira-Engº Rui Vieira“ befindet sich etwas unterhalb von Monte und erstreckt sich über ein 35.000 m² großes abschüssiges Gelände von einem am oberen Ende gelegenen ehemaligen Herrenhaus bis zu einem angeschlossenen Vogelpark am unteren Ende, in dem in Volierenhaltung exotische Vögel zur Schau gestellt werden. Der Botanische Garten bietet neben Wegen unter alten Bäumen verschiedene Themenbereiche an wie z.B. ein Arboretum, ein Garten mit Zierpflanzen, endemische Pflanzen und einen Bereich mit Sukkulenten. Daneben gibt es Areale, in denen mit Pflanzen(beeten) kunstvolle Motive dargestellt werden. In der Mitte gibt es eine kleine Gastronomie mit Sitzgelegenheiten. Im unteren Teil sind neben den Vögeln auch landwirtschaftlich genutzte Pflanzen und Palmen untergebracht. Vom botanischen Garten aus genießt man von mehreren Aussichtspunkten einen hervorragenden Ausblick auf Funchal.

 

Einen ausführlichere Beschreibung und etliche Bilder dazu findet ihr unter der Rubrik Naturbilder.

Zurück in der Altstadt, im östlichen Teil Funchals, befindet sich die Straße „Rue St. Maria“, die zu einem Künstlerviertel gehört, in dem mehrere Haustüren und Fassaden bunt bemalt oder eben künstlerisch gestaltet sind. Wobei man sich über den guten Geschmack bekanntlich nicht streiten soll…

 

Ebenfalls in dieser Ecke schauten wir uns die kleine Kapelle „Capela do Corpo Santo“ an, die im 15. Jahrhundert zu Ehren von St. Pedro Gonçalves Telmo, dem Schutzheiligen der Fischer, erbaut wurde. Wir liefen weiter in Richtung Meer und gelangten an der gelb getünchten Festung „Forte de São Tiago“ vorbei, in deren Inneren sich ein Museum zeitgenössischer Kunst befinden soll. Dieses haben wir nicht besichtigt, dafür sahen wir aber zwei noblere Oldtimer im Innenhof geparkt stehen.

 

Wir spazierten an der breiten Uferstraße „Avenida Do Mar“ entlang zurück Richtung Hafen, und kamen so automatisch an einem weiteren Fort, dem „Fortaleza de São Lourenço“ vorbei. Das Fort gehörte zum Festungsgürtel, der Funchal vom 17. bis ins 19. Jahrhundert umgab. Inzwischen dient es der Regierung als Residenz des Ministers der Republik sowie des Militärkommandanten.

 

Den Hafen an sich fanden wir nicht weiter sehenswert. Dafür aber den „Parque de Santa Catarina”, der sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite hoch über dem Hafenbecken erstreckt, umso mehr. Das weite Hangareal ist eine schön angelegte Parkanlage mit exotischen Bäumen, Blumenbeeten, einem Teich, einer Kapelle und einem Herrenhaus.

 

Ein paar Straßenecken entfernt gelangten wir zu einem Straßenzug, im dem ziemlich dicht aufeinander, immer weiter den Berg hinauf, mehrere sehenswerte Gebäude folgen. Zum einen befindet sich dort die Kirche „Igreja de São Pedro“ mit einem schweren Eingangsportal aus Holz. Das Innere der Kirche wirkt mit seinem Goldschmuck sehr überladen und erdrückend. Gegenüber der Kirche befindet sich das Naturgeschichtliche Museum mit Aquarium, welches wir uns aber nicht angeschaut haben.

 

Wir kletterten dahingegen weiter den Berg Richtung „Casa Museu Frederico de Freitas“ hinauf. Die Villa aus dem 17. Jahrhundert beherbergt wertvolle Möbel, alte Azulejos, religiöse und chinesische Kunst. Da wir kurz vor der Schließungszeit vor Ort waren, beschlossen wir, das Gebäude nicht mehr von Innen zu besichtigen, da es auch schon von außen nur noch einen sehr heruntergekommenen, renovierungsbedürftigen Eindruck machte. 

 

Wir schauten uns dahingegen, in den letzten Minuten der Öffnungszeit, die Kirche des sich als nächstes anschließenden Konventes „Convento  de Santa Clara“ an. Das Kloster Santa Clara ist in seiner Gesamtheit ein echtes Erbjuwel, nicht nur wegen der hohen Qualität seiner Ausstattungen, sondern hauptsächlich aus dem Grund, da es sich um ein Gebäude aus dem 15. Jahrhundert  handelt, das heute noch genauso wie vor 500 Jahren seine Mission als Franziskaner-Nonnenkloster erfüllt. Leider wurde uns wegen der kurzen Zeit die Besichtigung des Kreuzganges nicht mehr gestattet.

 

Wir hatten noch einen Kraftakt zu bewältigen, denn wir wollten uns unbedingt noch die dritte Festung von Funchal, das „Fortaleza do Pico de São João“ anschauen und diese liegt, wie könnte es anders sein, ganz oben auf dem Berg. Also blieb uns nichts anderes übrig als den extrem steilen Aufstieg über sehr schmale Gassen und Straßen in Kauf zu nehmen.

 

Oben angekommen gab es dann eine richtige Enttäuschung: die Festung konnte nicht, wie in der Reiseliteratur beschrieben, besichtigt werden. Lediglich die untersten Plattformen mit einem Restaurant und einem Aussichtspunkt waren zugänglich. Die langen Treppen an der Festungsmauer entlang, steil nach unten und auf der anderen Seite wieder hinauf, führten nur zu einem abgeschlossenen Tor. Unser Pech war auch noch, dass diese Treppen als „Sackgasse“ konzipiert waren und wir sämtliche Stufen wieder - kehrt Marsch – zurück mussten, nur um auf der gegenüberliegenden Seite abermals vor einem geschlossenen Eingangstor zu landen. Dieses Tor hatte aber zumindest eine Infotafel, auf der in mehreren Sprachen die Öffnungszeiten zusammen mit folgendem Hinweis geschrieben standen: "Zutritt nur für autorisierte Besucher“. Na toll! Immerhin: die Aussicht von oben war gut, auch wenn es die Mühen des Aufstieges absolut nicht wert war.

 

Auf dem Rückweg hinunter zum Hafen gelangten wir noch an der Aussichtsplattform „Miradouro das Cruzes“ vorbei, von der aus wir einen Blick nach unten auf die „Englische Dreifaltigkeitskirche“ -- Igreja Inglesa (Santíssima Trindade) werfen konnten.

 

Vom Hafen aus in westlicher Richtung gesehen, befinden sich die größte Anzahl der Hotelanlagen. So auch unser Hotel „Madeira Panoramico“,  von dem aus wir einen tollen, unverbauten Blick hinunter zum Hafen und auf die Berghänge voller „Häuser“ hatten. Von unserem Hotel aus brachte uns ein kostenfreier Shuttlebus mehrmals am Tag hinunter zum Hafen und wieder zurück, so dass wir bequem und flexibel auf unsere Besichtigungstouren in die Stadt kamen.

 

Zu den geführten Wandertouren wurden wir ebenfalls mit Bussen abgeholt und zu den jeweiligen Startplätzen der Levada-Touren gebracht.

 

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