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Melrose Abbey (HS)

Im Juni 2014 waren wir für drei Wochen auf dem nördlichen Drittel der Insel Großbritannien, in Schottland, in Urlaub. Im Unterschied zu den vergangenen Urlauben hatten wir uns dieses Mal nicht für eine feste Unterkunft, sondern für eine unabhängige, mobile Variante mit einem Wohnmobil entschieden. So konnten wir unsere grob im Vorfeld erarbeitete Reiseroute spontan (um)gestalten, wie es das Wetter, die Sehenswürdigkeiten oder einfach auch nur unsere Lust zuließen. Schottland hat einiges zu bieten: Städte, Bauwerke, Ruinen, geschichtlich interessante Plätze oder einfach nur die schöne Natur. Viele Sehenswürdigkeiten befindet sich heute in der Obhut von „Historic Scotland“ (HS), einer schottischen Behörde („Executive Agency of Scottish Government“), die sich um die Erhaltung und Pflege von archäologisch und historisch bedeutsamen Stätten in Schottland kümmert. Der National Trust for Scotland (NTS) ist eine gemeinnützige Organisation, die über 100 Liegenschaften und Stätten, darunter Schlösser und geschichtsträchtige Schlachtfelder in Schottland betreut. Natürlich gibt es auch Sehenswürdigkeiten, die sich in Familienbesitz befinden und privat unterhalten werden. Wir werden in unserem Reisebericht versuchen, jeweils darauf hinzuweisen.

 

Als erstes setzten wir mit unserem Privatwagen mittels einer Fähre der Reederei DFDS Seaways, über Nacht‎ von Amsterdam (Ijmuiden) nach Newcastle upon Tyne in Nordengland über. Am nächsten Morgen kamen wir bei strahlendem Sonnenschein in Großbritannien an und konnten schon vom Deck der Fähre aus einen ersten Blick auf den Hafen, auf die Ruinen von Tynemouth Castle und dem angrenzenden Kloster werfen. Nach dem Auschecken von der Fähre fuhren wir von Newcastle upon Tyne über die A696 und A68 Richtung Norden, wo wir nach etwa 1¼ Std Fahrt, am Grenzpass Carter Bar in den Cheviot Hills, die Grenze zu Schottland erreichten. Nun waren wir in unserem Urlaubsland angekommen und wurden auch gleich, alle bekannten Klischees bedienend, von einem Dudelsack spielenden Schotten vor dem Grenzstein begrüßt.

 

Etwa 17km nördlich der Grenze befand sich schon die erste Sehenswürdigkeit, die wir uns genauer anschauten: das Gebiet des Grenzlandes (Borders) ist geprägt von einst vier prachtvollen Abteien, die in den vielen Kriegen mit dem übermächtigen Nachbarn England nicht nur als sakrale, sondern auch als wirtschaftliche Zentren immer wieder schwer umkämpft waren. Wir besuchten zwei dieser vier imposanten Ruinen. In der netten Kleinstadt Jedburgh stehen die malerischen Überreste von Jedburgh Abbey (HS), die um 1118 gegründet und 1544 von den Engländern zerstört wurde. Prunkstücke der Sandsteinkirche sind zwei normannische Torbogen und die Westfassade mit einem herrlichen Rosenfenster. Besondere Beachtung verdienen ebenso die Arkaden im dreistöckigen Hauptschiff und das Maßwerk der Fenster (Textquelle: Baedeker Reiseführer Schottland; 3. Auflage 1997). Wenige Kilometer entfernt, in Melrose, befindet sich die Melrose Abbey (HS), die als die schönste der Abteiruinen gilt. Sie wurde 1136 für Zisterziensermönche aus rotem Sandstein gebaut, später aber mehrfach verwüstet und geplündert. Dennoch wirken die Überreste, zumeist aus dem 15. Jh., in ihrer Komposition wahrlich beeindruckend. Besonders gerühmt wird die kunstvolle Steinmetzarbeit, darunter die Skulptur eines phantastischen Wasserspeiers in Form eines dudelsackpfeifenden Schweins (Textquelle: Baedeker Reiseführer Schottland; 3. Auflage 1997).

 

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Etwa  2,5 km östlich von Melrose liegt das Leaderfoot-Viadukt (HS), ein Eisenbahnviadukt über den River Tweed, das 116 Fuß (35m) über dem Grund des Flusstals steht. Die gemauerten Bögen haben eine Spannweite von 43 Fuß (13m). Die Aufbauten, Pfeiler und Wände sind aus rotem Sandstein gebaut.

 

Nun fuhren wir weiter zu unserem Wohnmobil-Verleih, der seinen Sitz etwa 25km nordwestlich von Edinburgh hat. Dort tauschten wir unser Auto gegen einen Campervan ein.

Nachdem wir unser neues Gefährt, einen Rechtslenker, etwas getestet hatten (ja die schottischen linksgeführten und zum Teil mehrspurigen Kreisverkehre sind eben etwas gewöhnungsbedürftig…) konnten wir unsere Reise Richtung Norden fortsetzen. Dazu fuhren wir über die etwa 2,5km lange Autobrücke „Forth Road Bridge“ oder auch „South Queensferry Bridge“ genannt. Die Hängebrücke über den breiten Fluss Firth of Forth wurde zwischen 1958 und 1964 erbaut und war damals die größte Brücke ihrer Art in Europa. Aber nicht nur sie ist imposant sondern auch die parallel dazu geführte, gewaltige Eisenbahnbrücke, die „Forth Rail Bridge“. Beide Brücken verbinden Edinburgh mit der Halbinsel Fife und sind die wichtigsten Verbindungen von den schottischen Lowlands in die Highlands. Nun wollten wir etwas Strecke zurücklegen und über die M90 und die A9 weiter Richtung Norden vorstoßen. Nach etwa 100km Fahrt und einer Übernachtung in der Stadt Kinross, am Loch Leven gelegen, sind wir in Dunkeld einer Kleinstadt am Fluss Tay angekommen.

 

Der Ort Dunkeld liegt etwa zwei Kilometer nördlich des Dorfes Birnam, das in William Shakespeares Drama Macbeth als Birnam Wood eine wichtige Rolle spielt. Das Zentrum des Ortes besteht weitgehend aus Häusern des späten 17. Jahrhunderts. Da es wunderschön sonniges Wetter war, beschlossen wir, eine etwa 4 stündige Wanderung zu machen, die wir in unserem Wanderführer (Wanderungen in Schottland; Ute und Peter Freier; Steiger Verlag; 1997) beschrieben fanden. Sie führte uns von einem Parkplatz am nördlichen Ortsrand von Dunkeld aus zu der Kathedrale von Dunkeld (HS) aus dem Jahre 1325, weiter über die Dunkeld Bridge, d.h. den River Tay, immer dem Fluss Richtung der Ortschaft Inver folgend, bis zu einem großen Parkplatz mit Picknickplätzen am Rande des Hermitage Woodland (NTS). Dort folgten wir eine ganze Weile dem Hermitage Woodland Walk, einem schön angelegten und gut ausgeschilderten Waldweg, der uns an mehreren Sehenswürdigkeiten vorbeiführte. So z.B. an der Ossian`s Hall, einem kleinen Gebäude, das auf einem Felsen über einem Wasserfall des River Braan steht und an der Ossian`s Cave, einer kleinen Steinhütte (Höhle) vorbei. Der Weg führt ein wenig später über den Craigvinean Burn und danach über Weideland bis zu einem Sträßchen, dem man nach links zur Rumbling Bridge folgt. Diese Bogenbrücke über den River Braan wurde in der ersten Hälfte des 18. Jh. als Teil einer Militärstraße gebaut. Bei der Rumbling Bridge war etwa die Hälfte des Weges geschafft und leider auch die am besten gekennzeichnete Wegstrecke. Der Rückweg nach Dunkeld war nicht mehr so einfach zu finden, denn die farbigen Markierungen und Wegbeschreibungen passten leider nicht immer ganz zusammen. Schließlich fanden wir aber doch einen Wegweiser Richtung Birnam, dem wir schließlich folgten. In Birnam angekommen gelangten wir am Beatrix Potter Garten, einer kleinen Parkanlage, vorbei zum Ufer des River Tay, wo wir auch die Birnam Oak passierten. Bei dieser Eiche handelt es sich angeblich um den letzten Baum des Birnam Wood, der berühmt wurde durch William Shakespeares „Macbeth“. Entlang des Flusses wanderten wir wieder zur Dunkeld Bridge und zum Ausgangspunkt zurück.   

 

  

 

 

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