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Zillertaler Höhenstrasse - Wanderung von der Skihütte Kaltenbach Richtung Wetterkreuzspitze

Im Juni 2018 starteten wir in unseren zehntägigen Sommerurlaub, der uns nach Österreich und dort in die Region Tirol, genauer gesagt in das schön gelegene Zillertal führte. Auch in diesem Urlaub waren wir mit einem Cabrio unterwegs, was sich für die alpine Bergwelt durchaus anbot. Sämtliche Touren hatten wir im Voraus im Groben zusammengestellt, so dass wir sie nur noch am Ausflugstag dem Wetter oder unserer tagesabhängigen Lust anpassen mussten.  

 

Die Anreise zum Zillertal führte uns nicht auf dem schnellsten Weg auf der Autobahn über die österreichische Grenze, sondern wir wählten den langsameren, aber dafür mit traumhaften Panoramablicken ausgestatteten Weg über das Achental, das den etwa 9 km langen Achensee umfasst. Durch dieses Tal führt die Bundesstraße 181, die kurz hinter der österreichischen Grenze beginnt.

 

Ganz in der Nähe zu diesem Grenzübergang, noch auf der deutschen Seite in den Bayerischen Alpen, liegt der Tegernsee, den wir uns als Zwischenziel ausgesucht hatten. Wir entschieden uns dabei für das Westufer des Sees im Gebiet von Bad Wiessee. Dort konnten wir auf einer wunderschön angelegten Promenade direkt am See entlang flanieren und die tollen Ausblicke über das funkelnde Wasser genießen. Abwechslung beim Spaziergang boten uns neben den Schiffen auf dem See und den schön gestalteten Spazierwegen auch diverse Seevögel wie z.B. Haubentaucher und Blässhühner, die wir ungestört im Schilf, auf ihren Nestern sitzend, beobachten konnten. 

 

Am späten Nachmittag endlich im Zillertal angekommen, bezogen wir unser Zimmer in einem zuvor gebuchten Gästehaus im Ortsteil Laimach der Gemeinde Hippach.

 

Der kommende Tag versprach schönes, sonniges Wetter mit guter Fernsicht. So beschlossen wir über eine Panoramastraße mit fantastischen Ausblicken hoch in die Berge zu fahren. Wir wählten dazu die Zillertaler Höhenstraße. Die Zillertaler Höhenstraße ist eine Bergstraße in den Tuxer Voralpen, die im südlichen Teil des Zillertales liegt. Ursprünglich wurde die Straße in den 60er Jahren für die Bewirtschaftung der Almen und der Wildbachverbauung erbaut. Über die Jahre hinweg wurde sie auch für Besucher geöffnet und ist heute über fünf verschiedener Zufahrtswege aus erreichbar, welche sich in den Orten Ried, Kaltenbach, Aschau, Zellberg und Hippach befinden. Wer einen einfachen Weg zur Höhenstraße sucht, der sucht vergebens, denn alle fünf Auffahrten sind ausgesprochen eng, kurvenreich und steil.

 

Wir beschlossen die südlichste Auffahrtsstraße in der Gemeinde Hippach zu nehmen. Sie ist etwa 10km lang, beginnt am Schwendberg und ist gut ausgebaut und hervorragend ausgeschildert. Trotzdem verlangt sie ein gewisses fahrerisches Können sowie Rücksicht und Umsicht, da sie über sehr enge Serpentinen durch noch engere Dorfstraßen führt.

 

Doch die mühsame Auffahrt zur eigentlichen Höhenstraße (diese ist dann mautpflichtig!) lohnt sich definitiv. Im Gegensatz zum dicht besiedelten und verkehrsreichen Talboden bietet die Höhenstraße viel Ruhe und fantastische Ausblicke über das Tal und auf die Tuxer und Zillertaler Alpen.

 

Unsere Empfehlung ist, Zeit mitzubringen - Zeit für wunderschöne, lohnenswerte Wanderungen, für Pausen zwischendrin, für die prächtigen Alpenwiesen, die Almen und Einkehrmöglichkeiten links und rechts der Straße sowie die Aussichtspunkte mit herrlichen Blicken ins Zillertal oder auf die umliegenden Höhenzüge. Die Panoramastraße hat zwei größer angelegte Aussichtspunkte, den südlichen auf ca. 2020 m Höhe beim Melchboden unterhalb des Arbiskopfes und den nördlichen beim Gasthaus Zirmstadel auf ca. 1775 m Höhe in der Nähe der Mizunalm und etwa einen Kilometer südlich der öfters genannten Kaltenbacher Schihütte. Ein kleiner Höhepunkt dazwischen ist noch die Hirschbichlalm auf ca. 1840 m Höhe, der aber nicht weiter ins Gewicht fällt…

 

Von allen Almen aus zweigen gut ausgeschilderte mehr oder minder lange und schwierige Wanderungen - meist zu diversen Gipfelkreuzen - ab. Auch wir entschieden uns für solch eine Wanderung.

 

Wir wählten den Weg von der Kaltenbacher Skihütte zur Wetterkreuzspitze auf etwa 2254m. Von der Kaltenbacher Skihütte folgten wir zunächst der Zillertaler Höhenstraße in nordwestlicher Richtung leicht abwärts. Schon von weitem war die Hubertuskapelle zu sehen, zu der wir nach einem kurzen Stück auf der Asphaltstraße nach links auf einen geschotterten Fahrweg abzweigten. In wenigen Minuten gelangten wir leicht ansteigend zur Hubertuskapelle, welche in malerischer Lage auf einer kleinen Wiesenkuppe steht. Im schlicht gestalteten Innenraum erinnern mehrere Gedenktafeln an verstorbene Mitbürger der Gemeinde Kaltenbach. Von der Kapelle aus konnten wir bereits eine prachtvolle Aussicht genießen. Für den weiteren Anstieg folgten wir dem breiten Almweg, der über mehrere Kehren weiter sanft den Berg hinauf leitete. Der Wanderweg zog sich danach an der Nordflanke des Gedrechter entlang und wir umrundeten das Tal. Über mehrere Weideflächen näherten wir uns allmählich dem Oberlauf des Riedbaches und querten schließlich den Bachlauf in einem relativ engen Graben. Nach der Bachquerung wendeten wir uns, dem Weg weiter folgend, nach Norden und erreichten wenig später die Gebäude einer Hochalm auf ca. 1800m Seehöhe.

 

Hier legten wir eine kurze Rast ein und wählten anschließend den beschilderten Steig zwischen den Almgebäuden hindurch in Richtung Wetterkreuzspitze. Der wenig begangene Weg, von dem man zeitweise nur Andeutungen in der Wiese sah, führte nun Richtung Gipfel. Wir folgten dabei den rot-weißen-Markierungen, die in kurzen Abständen an diversen Steinen am Boden aufgemalt waren. Jetzt wurde es zunehmend steiler. Der Pfad führte ganz naturbelassen über Almwiesen und durch Almrosenstauden in Serpentinen weiter den Berg hinauf und setzte nun deutlich mehr Trittsicherheit voraus. Der Blick zum bereits sichtbaren Gipfelkreuz zeigte uns, dass wir uns unserem Ziel bereits erfreulich weit genähert hatten.

 

Doch der Blick zum Himmel über uns ließ weniger Erfreuliches erwarten. Inzwischen hatten sich bereits einige dunklere Wolken über den Gipfel geschoben. Trotzdem kletterten wir weiter bergauf. Nach einem recht schweißtreibenden Anstieg erreichten wir eine Wiese auf einem kleinen Plateaustück und legten dort ein Picknick ein. Nun hatten wir bereits gut 2/3 unseres Weges geschafft doch die Wolken machten uns langsam ernsthaft Sorgen. In den Bergen von einem Unwetter überrascht zu werden, ist sehr gefährlich. Vor allem, da es etwas zu Tröpfeln angefangen hatte und wir von der Ferne bereits leises Donnergrollen hören konnten. Das verhieß nichts Gutes in Anbetracht dessen, dass es hier oben nichts zum Unterstellen gab und wir denselben Weg wieder komplett zurück laufen mussten.

Also beschlossen wir, den Aufstieg abzubrechen und uns auf den sicheren Rückweg zu machen, bevor uns das Unwetter richtig einholte. Wie es sich später herausstellte, war dies die richtige Entscheidung…

 

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