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Schloss Bevern Innenhof am 04.04.2010

Ostersonntagsausflug zum Schloss Bevern in der Samtgemeinde Bevern, Landkreis Holzminden, Niedersachsen

 

Am 04.04.2010 haben wir einen Ausflug zum Weserrenaissance-Schloss Bevern unternommen.

Der Begriff „Weserrenaissance“ umschreibt eine eigenständige regionale Architektur zu beiden Seiten der Weser, die zwischen 1520 und 1620 entstand. Beeinflusst von der oberitalienischen Spätgotik sowie dem niederländischen Frühbarock weisen die Bauformen der Weserrenaissance typische Detailformen auf, wie Ausluchten (ndt. Utlucht, erkerartige Vorbauten), welsche Giebel (verzierte Schweifgiebel), achteckige Treppentürme und Kerbschnitt-Bossenquader (Sandstein-Schmuckquader).

Das Schloss Bevern stellt eines der Hauptwerke der Renaissance im Weserraum dar. Wechselvolle Nutzungen prägen die 400-jährige Geschichte des Schlosses.

Der Schlossbau wurde 1603 bis 1612 durch Statius von Münchhausen (einem Vorfahren des bekannten Lügenbarons Hieronymus von Münchhausen) im Stil der Weserrenaissance an der Stelle eines alten Herrensitzes erbaut und diente als repräsentativer Adelssitz.  Noch heute kann der Besucher im Schloss Bauelemente aus dieser Zeit besichtigen (deutlich erkennbar an der grauen Farbgebung (GRIS), denn von Münchhausen war es untersagt, bunte bzw. goldene Farbe zu verwenden).

Das Schloss besteht aus einer Vier-Flügel-Anlage um einen quadratischen Innenhof, umgeben von einem Wassergraben mit zwei Brücken und einem Schlossgarten. Das Schlossgebäude selbst besteht aus einem Erdgeschoss, einem Obergeschoss und einem Dachboden mit mehreren Ausstellungsräumen, einer Kapelle, einer Bibliothek und einem Restaurant.  Außerhalb des eigentlichen Schlosses gibt es für Besucher noch einen ausgeschilderten Schlossrundweg, an dessen einzelnen Stationen verschiedene Gebäude den geschichtlichen Werdegang und den Wandel der Nutzung und die Bedeutung des Schlosses belegen.

Auch innerhalb des Schlossgebäudes ist dieser Wandel deutlich sichtbar. Denn 1619 geriet der Bauherr Statius in Folge der Inflation der Kipper- und Wipperzeit in Konkurs, behielt aber das Schloss und das Lehen Bevern im Rahmen einer Zwangsverwaltung des Herzogs Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel inne.

1667 erhielt Herzog Ferdinand Albrecht I (1636-1687) die Vier-Flügel-Anlage als Residenz und sie blieb bis 1809 im Besitz der Linie Bevern des Hauses Braunschweig und Lüneburg.

Vorübergehend als Pensionärs- und Witwensitz ausgewiesen, erfolgte 1832 bis 1834 die Einrichtung einer Herzoglichen Besserungs- und Arbeitsanstalt im Schloss.

Nach 1870 vollzog sich der Verwendungswechsel zur Herzoglich Braunschweigischen Erziehungsanstalt "Wilhelmstift". In dieser Zeit entstanden viele Umgestaltungen im Schloss, die auch heute noch deutlich an der sehr bunten Farbgebung erkennbar sind.

Vielfältige Phasen extensiver Nutzung schlossen sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an.

Im Jahr 1986 übernahm der Landkreis Holzminden das Schloss von der Gemeinde Bevern und baut es seitdem kontinuierlich zu einem regionalen Kulturzentrum aus.
Das ganze Jahr hindurch finden Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen und Schlossfeste, im Sommer auch openair im Schlosshof, statt.

Für Hochzeiten, Familien- und Betriebsfeiern, für Tagungen und Präsentationen können die Schlosskapelle, die Ausstellungssäle und der Schlossinnenhof angemietet werden. Für diese Anlässe bietet auch das im Schloss integrierte Restaurant Schloss Bevern exquisite kulinarische Genüsse.

Von April bis Oktober werden sonn- und feiertags um 15Uhr Schlossführungen angeboten.

An solch einer Führung nahmen auch wir teil und waren trotz des regnerischen Wetters vollauf begeistert. Die Führung übernahm Herr Uwe Frenzel, der uns mit seiner Spontanität, seiner lockeren Art und einer richtigen Portion Witz wundervoll die geschichtlichen Hintergründe, Bauphasen und Begebenheiten des Schlosses näher brachte. Dabei durften natürlich auch lustige Anekdoten nicht fehlen. Wir sahen Räume, die für eine Führung eigentlich nicht vorgesehen waren, die aber Herr Frenzel selbst als sehr interessant und sehenswert empfand und uns deshalb nicht vorenthalten wollte…

Vielen Dank noch einmal an Herrn Frenzel, der sich auch viel Zeit für unsere Wünsche und Fragen nahm und sich auch durch das plötzlich einsetzende Gewitter mit Hagelschauer nicht aus dem Konzept bringen ließ!

 

Die Veröffentlichung der Bilder geschieht mit freundlicher Genehmigung durch  Herrn Uwe Frenzel, unserem Schlossführer im Weserrenaissance Schloss Bevern

 

Nachtrag zu unserem Bericht von 2010:

Im Jahr 2012 wurde die Westfassade des Schlosses Bevern neu gestrichen.

Wir haben im Mai 2016 zwei Fotos mit der "neuen Fassade" in unserer Bildergalerie ergänzt.

 

 


Private Homepage | Kontakt: thomasundstefanie(at)mit-kamera-unterwegs.de