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Wartburg - Schild am Eingang

Wochenendausflug in den Südwesten Thüringens. 

 

Anfang Oktober 2011verbrachten wir ein Wochenende in Thüringen. Am Anreisetag zog es uns in den Wartburgkreis. Der Kreis erstreckt sich entlang des Mittellaufes der Werra und der hessisch-thüringischen Landesgrenze. Er umschließt nahezu vollständig die kreisfreie Stadt Eisenach, die wir als erstes besuchten. Dort befindet sich die Wartburg als Namensgeberin des Landkreises, obwohl sie selbst seit der Ausgliederung der Stadt Eisenach nicht mehr zum Wartburg – Kreisgebiet gehört.

 

Die ursprünglich mittelalterliche Wartburg wurde zwischen 1155 und 1180 erbaut und gehört heute zu den besterhaltenen weltlichen Bauten der Spätromanik diesseits der Alpen. Gegründet wurde sie bereits um 1067 von Ludwig dem Springer und gehört seit 1999 zum UNESCO-Welterbe. Die heutige Wartburg ist größtenteils im 19. Jahrhundert unter Einbeziehung weniger erhaltener Teile neu gebaut worden. Das heutige Erscheinungsbild der Wartburg und ihres Landschaftsparks geht auf den Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach zurück (Text: Wikipedia).

 

Die Wartburg erhebt sich auf einem schmalen, schroffen Felsgrat, etwa 220 m über der Stadt Eisenach und kann vom Parkplatz aus über einen Wanderweg und mehrere Treppen erklommen werden. Sie bestand ursprünglich aus vier Abschnitten, von denen heute nur noch die Vor- und die Hauptburg erhalten sind. Der Palas, das Hauptgebäude der Burg kann während einer Führung besichtigt werden.

 

Bei unserem Besuch startete alle 10 Minuten eine Führung, wobei wir einer recht großen Gruppe zugeordnet wurden. So ging es im zügigen Tempo von Raum zu Raum und wir mussten ständig aufpassen, dass wir uns nicht mit einer weiteren Gruppe vermischten, was bei dem Chaos und der Masse an Menschen leider viel zu leicht der Fall war. Von der eigentlichen Führung und den Erzählungen zu den doch sehr sehenswerten Räumlichkeiten haben wir nur recht wenig in Erinnerung behalten, da der hektische „Viehtrieb“ leider nicht genügend Zeit und Ruhe bot, um alle gebotenen Informationen aufnehmen zu können. Schade, denn die Wartburg hat so einiges zu bieten.

 

Außerdem konnten wir uns noch das Museum der Wartburg anschauen. Die Geschichte der Wartburgsammlung umfasst rund zwei Jahrhunderte. Vom Museum aus gelangten wir über einen mittelalterlichen Wehrgang in die Vogtei, in der die Lutherstube zu besichtigen war. In dieser verbarg sich Martin Luther und übersetzte in ihrem Schutz das Neue Testament.

 

Die Veröffentlichung der Bilder geschieht mit freundlicher Genehmigung  http://www.wartburg-eisenach.de/frame_st.htm

 

 

Unweit der Wartburg, im Süden von Eisenach, befindet sich die Drachenschlucht, eine Klamm im Naturschutzgebiet "Wartburg - Hohe Sonne". Sie ist zusammen mit der sich ebenfalls dort befindenden Landgrafenschlucht ein beliebtes Ausflugsziel. Die etwa 3 Kilometer lange, an der engsten Stelle nur 68 Zentimeter breite Drachenschlucht gliedert sich in mehrere Abschnitte, die von Ausstiegen gekennzeichnet werden, welche angelegt wurden, um ein schnelles Verlassen der Schlucht bei Unwetter oder Unfällen zu ermöglichen. Über diese Ausstiege gelangt man unter anderem auch zu weiteren sehenswerten Naturgebilde wie z.B. einer Elfengrotte, zum Knöpfelsbach, zum Töpfchensborn oder in die Veilchenberge.

 

Unser Startpunkt war der Parkplatz am Königstein, Auffahrt zum Waldhaus Sängerwiese. Von dort aus gelangten wir bequem in die Schlucht und nach ca. 160m leichtem Fußweg zum Ochsenteich, einem geschnitzten Drachenportal mit Informationstafeln. Nach etwa 725m erreichten wir die erste interessante ungefähr 200m lange Passage mit zahlreichen Engstellen, Strudelnischen, Erosionskesseln und Rieselwasserfällen. Leider war bei unserem Besuch eher wenig Wasser vorhanden, da es die Tage zuvor nicht geregnet hatte. Doch das kann sich je nach Wetterlange schnell ändern. Deshalb mussten, um die Schlucht sicher und begehbar zu machen, Wege und Stufen in den Fels gehauen und der Weg über viele Meter mit Holzbohlen und Stegen fortgeführt werden. Unser Weg führte uns weiter -- dem fast trockenen Quellbach folgend -- durch ein wildromantisches, tief eingeschnittenes, völlig von der Außenwelt abgeschirmtes Tal. Nach etwa 1900m folgte eine weitere, etwas kürzere Engstelle durch die Felsen und eine dritte Felsenge erwartete uns nach etwa 2400m.

 

Wir waren von der Landschaft sehr angetan und fasziniert, denn in der Tiefe der feuchtkühlen Schlucht findet man Moose, Kleinfarne, Felsschnecken und andere Lebewesen. Das Gebiet ist zudem Lebensraum der Feuersalamander, Unken und Kleinnager wie beispielsweise der Großen Wasserspitzmaus (Quelle Wikipedia). Kurz vor Ende unseres Spazierganges gelangten wir bei etwa 2800m an der Marienbachquelle vorbei. Nach etwa 3000m  - am südlichen Ende der Drachenschlucht –  war der doch sehr schöne Spaziergang  schon wieder vorbei und wir konnten die Schlucht über eine Treppenanlage an der „Hohen Sonne“ wieder verlassen. Die letzten Meter waren dabei definitiv die anstrengendsten, denn der Ausstieg ist recht steil. Doch wir konnten uns dort an einem kleinen Imbiss stärken und hatten es dann nur noch ein paar Schritte zu einer Bushaltestelle, von der aus man stündlich wieder zurück zum Ausgangspunkt fahren kann.  

 

 

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